HC Leipzig: Luisa Schulze im SPORT4Final-Interview „HCL-Team mitführen und in Nationalmannschaft guten Job machen“

HC Leipzig empfängt VfL Oldenburg zum Liga-Topspiel - Leidenschaft von Luisa Schulze - Foto: Sebastian Brauner
HC Leipzig: Leidenschaft von Luisa Schulze – Foto: Sebastian Brauner

In der letztjährigen schwächeren Bundesliga-Saison des HC Leipzig (Ausnahme Champions-League-Spielzeit) zeigte Kreisspielerin Luisa Schulze eine herausragende sportliche Leistungs-Explosion.

Sie entwickelte sich auch dank der Herausforderungen in der Handball-Königsklasse auf ihrer Position zu einer europäischen Topspielerin und gehörte zu den Top 5 bei der Auswahl zum All-Star-Team der Champions League 2015 (Heidi Löke wurde beste Kreisspielerin).

In der gerade erst begonnenen neuen Bundesliga-Spielzeit könnte beim HC Leipzig um die spielstrategische Achse mit Torhüterin Katja Kramarczyk, Spielmacherin Karolina Kudlacz-Gloc und eben Nationalspielerin Luisa Schulze ein „titelverdächtiges“ Team durch das HCL-Trainergespann geformt werden.

Im Interview mit SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp sprach Luisa Schulze vor dem Bundesliga-Topspiel gegen TuS Metzingen am Sonntag über diesen Knaller, den Lehrgang der Nationalmannschaft in Hamm in dieser Woche sowie über ihre eigene sportliche Entwicklung.

SPORT4Final Live und Exklusiv: Handball-WM der Frauen im Dezember 2015 aus Dänemark

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet ausführlich von den Spielen der deutschen Handball-Nationalmannschaft aus Kolding.

26.09.2015 – SPORT4Final / Frank Zepp:

Der Perspektivkader der „neuen“ deutschen Handball-Nationalmannschaft traf sich in dieser Woche zu einem Lehrgang in Hamm. Wie war die Atmosphäre und welche Grundorientierungen wurden in Richtung Heim-Weltmeisterschaft 2017 durch die Verantwortlichen herausgegeben?

Luisa Schulze: „Die Atmosphäre war gut. Viele haben sich das erste Mal gesehen. Klar, der erste Tag war ein bisschen heran tasten. Aber es war echt cool und Jakob hat auch viel dafür getan, dass sich jeder mal mit jedem unterhält. Die Tischkombination musste immer mal gewechselt werden. Da gab es spezielle Regeln. Es war ganz lustig. Insgesamt war die Stimmung sehr positiv. Es hat im Training auch harmoniert. Wir haben im Training auch angefangen, im Hinblick auf die zwei EM-Qualifikationsspiele gegen die Schweiz und Island im Oktober und auch für die Weltmeisterschaft langfristig zu trainieren. Wir haben viel in und für die Abwehr gearbeitet, weil das natürlich immer ein Schlüssel zum Sieg ist. Wir haben viel gespielt, auch ein Testspiel gegen Dortmund gemacht und gewonnen, aber da hat man auch noch gesehen, was harmoniert und was noch weiter trainiert werden muss. Wir sind alle mit einem positiven Gefühl abgereist und freuen uns auf den nächsten Lehrgang vor den EM-Quali-Spielen.“

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Hat der Bundestrainer Änderungen am Spielsystem oder an der taktischen Grundorientierung vorgenommen?

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Luisa Schulze: „Nein, das eigentlich nicht. Er will eine stabile, aggressive 6:0-Abwehr spielen, wo wir die gegnerischen Werferinnen in der Mitte attackieren und nicht so einfach zum Wurf bringen. Natürlich will er ein schnelles Konterspiel haben, was in den letzten Jahren bei Deutschland nicht so der Fall gewesen ist. Da haben wir jetzt enormes Potential mit Spielerinnen auf den Außenbahnen, die einfache Tore werfen können. Ansonsten wollen wir mit dem tollen Rückraum über den Kreis einen guten Angriff spielen. Wir haben schon Spielzüge eingeübt. Das war auch ein Hauptpunkt.“

Gab der Bundestrainer eine Zielstellung für die Weltmeisterschaft im Dezember in Dänemark aus?

Luisa Schulze: „Nein, wir haben noch nicht so viel über die WM gesprochen. Es weiß jeder, dass wir froh sein können, noch bei der Weltmeisterschaft dabei zu sein. Das wollen wir auch nutzen und unser Bestes geben. Wir wollen auch unter die besten Sieben noch kommen, um die Olympia-Quali spielen zu können. Aber beim Lehrgang haben wir uns jetzt speziell auf jede Trainingseinheit konzentriert, um einfach zu viel wie möglich aufzunehmen und für die EM-Quali-Spiele gerüstet zu sein.“

Am Wochenende wird ein neuer DHB-Präsident gewählt. Haben Präsidiumsmitglieder mal in Hamm „vorbei geschaut“?

Luisa Schulze: „Ich habe jetzt kein Mitglied gesehen. Die hatten sicherlich anderes zu tun und wir hatten auch genug mit uns zu tun. Wir haben uns auf das Training fokussiert.“

Am Sonntag kommt es zum Bundesliga-Topspiel gegen Metzingen. Ihr geht möglicherweise angesichts des Heimvorteils als Favorit in das Spiel?

Luisa Schulze: „Ja, könnte man so sehen. Aber man weiß in diesem Jahr, dass jeder jeden schlagen kann. Wir wissen, was mit Metzingen auf uns wartet. Es ist auch eine starke Mannschaft im Zusammenspiel von Anna Loerper mit Julia Behnke. Wir müssen einfach unsere Leistung abrufen. Vielleicht schon von der ersten Minute diesmal. Das ist zwar leicht gesagt, aber manchmal braucht man eben ein paar Minuten zum Reinkommen und es ist vielleicht auch zu diesem Saisonzeitpunkt normal. Aber wenn nach 60 Minuten ein Sieg für uns steht, dann ist egal, wie man startet. Zumindest kann man dann über eine Fehlstart in den ersten Minuten wegsehen.“

Eine Frage bitte zur persönlichen Entwicklung: In der letzten Saison ging Deine sportliche Entwicklung im Verein stark nach oben. Wie siehst Du selber Deine Entwicklung, auch Stammspielerin in der Nationalmannschaft zu werden?

Luisa Schulze: „Ja, natürlich positiv. Ich bin im Verein die Nummer eins und es ist eine Erwartungshaltung an mich, die ich gut annehmen kann und werde sowie das Team mitführen will. Ich muss meine Leistung natürlich immer wieder bestätigen und muss immer weiter hart arbeiten, jede Trainingseinheit, denn es läuft ja nicht von selbst. Das, was man einfach hier trainiert und spielt, das spielt man dann auch in der Nationalmannschaft. Die Leistung ist jetzt hier nicht eine andere als dort. Also man nimmt das ja mit. Und ich will auch in der Nationalmannschaft einen guten Job machen.“

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg. [/private]

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