SC DHfK Leipzig bezwang HC Erlangen. Marvin Sommer und Jens Vortmann „Matchplayer“

Marvin Sommer - SC DHfK Leipzig bezwang HC Erlangen. Marvin Sommer und Jens Vortmann „Matchplayer“ - Foto: Rainer Justen
Marvin Sommer – SC DHfK Leipzig bezwang HC Erlangen. Marvin Sommer und Jens Vortmann „Matchplayer“ – Foto: Rainer Justen

Der SC DHfK Leipzig bezwang am 24. Spieltag in der Handball-Bundesliga vor 4.000 Zuschauern in der Arena Leipzig den HC Erlangen mit 29:25 (17:12) Toren. Für das Team von Chef- und Bundestrainer Christian Prokop war dies der neunte Heimsieg in Serie und weiterhin Platz sechs mit 28:20 Punkten in der Liga-Tabelle.

„Matchplayer“ für den Sieger waren Marvin Sommer (7 Tore und pfeilschnelle Gegenstösse) sowie Torhüter Jens Vortmann, der in der zweiten Halbzeit in 22 Minuten allein drei Siebenmeter in kritischen Match-Phasen hielt.

Bundestrainer Christian Prokop, SC DHfK Leipzig: „Stabiles Spielsystem hinbekommen“. SPORT4FINAL-Interview

Live aus der Arena Leipzig berichtet SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp.

24.03.2017 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp live aus der AccorHotels Arena Paris
SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp live aus der AccorHotels Arena Paris

Aber nach „fantastischer erster Halbzeit“ (Christian Prokop) verlor der Gastgeber im Angriff die spielerische Linie bei schwacher Wurfeffizienz (40 Prozent – Prokop) und musste die Gäste bis auf 26:25 in der 58. Minute heran kommen lassen. Das Match drohte zu kippen und Kulminationspunkt war die berechtigte rote Karte für Ole Rahmel (nächste Saison beim THW Kiel).

Spielleiter Uwe Stemberg sagte zu SPORT4FINAL: „Die rote Karte war berechtigt, weil Rahmel in der Luft Sommer am Bein traf. Nicht sehr schwer aber auch eine leichtere Behinderung beim Sprung führt zur roten Karte. Für eine zusätzliche blaue Karte lag kein Grund vor.“

Für das DHB-Pokal-Halbfinale in Hamburg gegen den THW Kiel „reichte“ Uwe Stemberg noch ein Hoffnungs-Fünkchen an die DHfK-Handballer weiter: „Wenn der THW ohne Dule (Domagoj Duvnjak – Verletzung Patellasehne – d. R.) gegen Leipzig spielen muss, wird es Kiel auch nicht leicht haben.“ Also Mut und Hoffnung für den „Underdog“ aus der Messestadt.

Der SC DHfK Leipzig diktierte die Partie von Beginn an und lag im gesamten Match immer in Führung. 24 herausragende Minuten bis zum 14:8 folgte der Leistungsabfall sowie die Performance-Steigerung der individuell starken Männer aus Erlangen. Beim 22:21 (49.) waren die Gäste erstmals auf Tuchfühlung. Aber Leipzig hielt im nunmehr kämpferisch geprägten, einer Pokal-Partie ähnlichen Atmosphäre und Teamleistung mental stark dagegen, was gut im Hinblick auf die nächsten beiden Spiele gegen die Rhein-Neckar-Löwen (Bundesliga am 1. April – kein Aprilscherz) sowie im Pokal am 8. April gegen den THW Kiel war.

Nach der roten Karte für Nationalspieler Rahmel sorgten in Überzahl Steinert (5 Tore insgesamt), Krzikalla (6) und Jurdzs (4) für den Endstand.

Stimmen:

Christian Prokop (SC DHfK Leipzig): „Ein verdienter Sieg. Die fantastische erste Halbzeit mit der Abwehrarbeit und dem Tempospiel hat das Göppingen-Match noch getoppt. Vortmann war nach der Verletzung von Putera ein ganz wichtiger Faktor.“

Robert Andersson (HC Erlangen): „Glückwunsch zum verdienten Sieg an Leipzig. Ich bin ein bisschen enttäuscht. In der ersten Hälfte haben wir zu viele Gegenstöße bekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht und die Wurfeffizienz war auch besser.“

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