SC DHfK Leipzig gewinnt bei der HSG Tarp/Wanderup

08.12.2013 – PM:

Im Moment gilt jede Mannschaft, die gegen den tapferen Tabellenletzten Tarp/Wanderup aus dem hohen Norden spielt, als hoher Favorit. Auch dieses Mal erwarteten Handballfans einen Sieg der grün-weißen Handballer des SC DHfK Leipzig. Doch die Männer aus der Messestadt brauchten eine Weile, die Begegnung durch einen größeren Vorsprung in sichere Bahnen zu lenken.

Matthias Gerlich, Aue - SC DHfK Leipzig - Foto: Elmar Keil
Matthias Gerlich, Aue – SC DHfK Leipzig – Foto: Elmar Keil

Auf der einen Seite unterliefen den Sachsen zu viele technische Fehler und Fehlwürfe, so dass keine klare Führung zustande kam, auf der anderen Seite zogen die Norddeutschen durch den erfahrenen Regisseur Matthias Hinrichsen, der seine Kollegen in Szene setzte oder selber traf, in Front. So wechselte die Führung hin und her. Die Wölfe aus dem Flensburger Umland besaßen sogar die Chance, in der Mitte der ersten Halbzeit mit mehreren Treffern zu führen, doch ließen die entsprechenden Gelegenheiten „in der Hektik“ aus. So passierte es: In den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel und unmittelbar nach der Pause warfen vor allem Lukas Binder und Alen Milosevic einen vorentscheidenden Vorsprung heraus, den dann Matthias Gerlich und Maximilian Jonsson durch ihre Rückraumtore bewahrten beziehungsweise ausbauten. Die Hausherren kämpften (vor 250 Zuschauern) ununterbrochen, doch konnten auf lediglich drei Treffer rankommen, bis der SC DHfK alles entschied: Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff stand es 20:27.

Die Sachsen hätten die Partie sogar noch höher gewinnen können: Sie verschusselten unter anderem vier Strafwürfe und ließen in der Schlussphase – im Gefühl des sicheren Sieges – die letzte Konsequenz in der Deckung vermissen.  

Trainerstimmen:

Christian Prokop (SC DHfK Leipzig): „Das war keine leichte Partie für uns. Obwohl Tarp/Wanderup erst Großwallstadt besiegt hatte, waren wir klarer Favorit, und diese Ausgangslage kann dazu führen, dass man den Gegner im Unterbewusstsein unterschätzt. So wollten wir unsere Emotionen aus dem Heimspiel gegen Aue mitnehmen. Das ist uns nicht durchgängig gut gelungen. Wir hatten bis zur 20. Minute zu viele technische Fehler, zu viele Bälle im Angriff weggeworfen. Wir wollten uns eigentlich beizeiten absetzen und dadurch eine hektische Schlussphase vermeiden. Da kann bekanntlich viel passieren. Jedenfalls haben wir uns steigern können. Mir haben Matze Gerlich und Max Jonsson mit jeweils fünf Toren gefallen. Auch aus diesem Grund brauchten wir am Ende des Spieles nicht zittern.“

Christian Voss (HSG Tarp/Wanderup): „Zuallererst ein Glückwunsch an Leipzig zum Auswärtssieg und ein Dank an unsere Zuschauer, dass sie die Mannschaft in der schwierigen Situation unterstützt haben. Wir hatten in der letzten Woche im Training gut gearbeitet und Auslösehandlungen einstudiert. Das hatte am Anfang des Spiels ganz gut geklappt. Wir hatten in den Zweikämpfen dagegen gehalten, wir waren in Bewegung, doch dann häuften sich unsere Fehler, und Leipzig konnte vor der Pause davon ziehen. Ja, wir wollten in der zweiten Halbzeit noch mal herankommen, doch haben zu viele einfache Tore bekommen. Auf der anderen Seite hat meine Mannschaft immer den Kopf oben behalten und gekämpft. Das stimmt mich für die nächsten Spiele optimistisch.“ 

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