SC DHfK Leipzig gegen TBV Lemgo in der Favoritenrolle

Der SC DHfK Leipzig empfängt in der Handball-Bundesliga am Sonntag um 15 Uhr in der ARENA Leipzig den deutschen Ex-Meister TBV Lemgo. Mit einem Sieg gegen das Team von Trainer Florian Kehrmann wollen die Leipziger ihren Platz in der vorderen Tabellenhälfte verteidigen.

Doch das Match zwischen den DHfK-Handballern und dem zweifachen deutschen Meister ist für die Leipziger mehr als nur ein normales Bundesliga-Spiel. Im Vorverkauf wurden bereits 3.000 Tickets verkauft.

SC DHfK Leipzig vs. TBV Lemgo nach der Neugründung der Leipziger Handballabteilung im Jahr 2007 - Foto: SC DHfK Leipzig
SC DHfK Leipzig vs. TBV Lemgo nach der Neugründung der Leipziger Handballabteilung 2007 – Foto: SC DHfK Leipzig

Beiträge nicht gefunden

14.10.2016 – PM DHfK / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

SC DHfK Leipzig: Das DHB-Pokal-Spiel gegen Lemgo vor etwas mehr als neun Jahren das erste große Handballspiel des SC DHfK nach der Neugründung der Handball-Abteilung und so etwas wie die Initialzündung für den steilen Erfolgsweg in die erste Bundesliga. Der krasse Außenseiter Leipzig, damals noch Oberligist, hatte gegen das Star-Team aus Lemgo mit mehreren frisch gebackenen Weltmeistern zwischenzeitlich sogar mit 14:12 geführt. 1.500 Zuschauer in der Ernst-Grube-Halle rieben sich verwundert die Augen. Danach schwanden die Kräfte.

DHfK-Jugendkoordinator Matthias Albrecht stand damals im DHfK-Trikot auf der Platte und erinnerte sich: „Wir waren nach einer super ersten Halbzeit alle völlig platt. Normalerweise wurde in unserer Kabine in der Halbzeit immer sehr viel geredet, doch an diesem Tag hat keiner mehr einen Ton herausbekommen. Im zweiten Durchgang hat sich dann der dreifache Klassenunterschied bemerkbar gemacht und wir haben das Spiel mit 21:37 verloren.“

Geschäftsführer Karsten Günther, zu jener Zeit noch als DHfK-Cheftrainer aktiv, sagte vor der besonderen Partie: „Damals hatten wir keine Chance gegen die Mannschaft aus Lemgo. Das sieht jedoch am Sonntag anders aus.“ Mit dem damaligen Top-Torschützen der Partie Rolf Hermann (9 Treffer) gibt es sogar einen Spieler in den Reihen der Lemgoer, der am Sonntag auch neun Jahre später wieder mit auf dem Parkett stehen wird. Personell wird der SC DHfK Leipzig mit dem gleichen Kader wie gegen Melsungen auflaufen. Krzikalla, Sommer, Strosack und Rivesjö verpassen die Begegnung.

Die Statements der Cheftrainer:

Christian Prokop (SC DHfK Leipzig): „Der TBV Lemgo ist eine spielerisch starke Mannschaft, die sehr bewegliche Spieler in ihren Reihen hat und den Ball sehr gut laufen lässt. Es treffen am Sonntag zwei Teams aufeinander, die von ihrer Spielweise her sehr gut miteinander vergleichbar sind. Daher werden wir uns ein Konzept zurecht legen, welches von dem Matchplan gegen Melsungen klar abweicht. Florian Kehrmann ist ein sehr innovativer Trainer, der auch viel mit dem siebenten Feldspieler versucht. Wir wollen mehr Druck von der 9-Meter-Linie entfachen und unsere Kreisläufer in Szene setzen, denn Lemgos bewegliche und flinke Deckung ist nicht so leicht auseinanderzuspielen. Nach dem Sieg gegen Melsungen wäre es fatal, jetzt die Zügel locker zu lassen, denn die Liga ist unheimlich eng. Wir wollen unsere gute Ausgangsposition weiter nutzen, und dafür wird es sehr wichtig sein, dass uns wieder viele Zuschauer in der Arena unterstützen.“

Florian Kehrmann (TBV Lemgo / 2007 gegen Leipzig noch als Spieler dabei): „Leipzig ist sehr gut in die Saison gestartet und hat auch unerwartete Punkte geholt, gegen Magdeburg zum Beispiel. Mit ihrer aggressiven 6:0-Deckung setzen sie den Gegner unter Druck und versuchen, ihn vor allem durch das schnelle Spiel zu überraschen. Oft setzt mein Kollege Christian Prokop auch den siebten Feldspieler ein, zuletzt in der entscheidenden Phase gegen Melsungen. Der SC DHfK Leipzig ist eine Mannschaft, die viel über Emotionen kommt und dazu sehr heimstark ist. Das alles sind Tugenden, die auch wir immer in die Waagschale werfen. Deshalb müssen wir uns in der ARENA auch nicht verstecken. Wir haben eine sehr gute Leistung gegen Coburg gezeigt und gegen Flensburg am letzten Spieltag trotz der Niederlage eine ordentliche. Leipzig ist ein Team auf Augenhöhe. Für uns gilt es jetzt, vor allem auswärts den Schalter umzulegen, einen kühlen Kopf zu bewahren und zu punkten.“

Kommentar verfassen