SC Magdeburg „verschenkt“ Sieg gegen mental super-starke Füchse Berlin

SC Magdeburg - Foto: DKB-Handball-Bundesliga
SC Magdeburg – Foto: DKB-Handball-Bundesliga

Nach 43 Minuten war der SC Magdeburg nach dominantem Spielzugriff auf dem Match-Olymp:

Im Gegenstoß überwand Robert Weber Füchse-Torhüter Silvio Heinevetter mit dem Dreher zur 20:11-Führung für die Gastgeber. Was danach folgte war für den SC Magdeburg desaströs und für die mental übermächtigen, spielerisch aber auch nicht überzeugenden Berliner Gäste eine riesen Aufholjagd zum Remis-Happy-End. Der EHF-Cup-Sieger von 2015 und Vereins-Weltmeister von Doha bewies wiederholt, dass er die „Mannschaft des Monats“ in der spielstärksten Liga der Welt ist.

Handball-WM 2013 in Spanien: SPORT4Final - Redakteur Frank Zepp im Palau Sant Jordi in Barcelona am 27. Januar 2013 - Foto: SPORT4Final
Frank Zepp im Palau Sant Jordi in Barcelona

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09.10.2015 – SPORT4Final / Frank Zepp:

Erfolgreichste Torschützen waren Petar Nenadic (Füchse) mit acht Toren und Jure Natek (SC Magdeburg) mit sechs Treffern. Noch beim Stande von 22:15 (50.) durch Magdeburgs treffsichersten Schützen schien die Welt in der Getec-Arena in Ordnung.

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Bis zu diesem Zeitpunkt zelebrierte der SC Magdeburg über Kampfgeist sowie Aggressivität in der Abwehr die eigene Heimstärke und zeigte das bislang beste Saisonspiel. Im Angriff wurden oftmals die richtigen Entscheidungen getroffen sowie mit Glück die richtigen Abpraller zu Toren genutzt. Der Gastgeber wirkte in der Schlussviertelstunde mit jeder Minute zu selbstsicher und überheblich in den Abwehrhandlungen. Die „Deckungskörner“ waren verbraucht und die Mannschaft taumelte in ein Teamversagen hinein.

Die Füchse Berlin hatten in Petar Nenadic und Silvio Heinevetter ihre entscheidenden Korsettstangen. Andere Führungsspieler wie bspw. Bjarki Elisson oder Drago Vukovic hatten keinen guten Tag. Fabian Wiede erzielte neben guten Anspielen drei wichtige Tore. Über die Station 23:20 (56.) gelangten die Berliner zehn Sekunden vor Schluss zum 24:24-Ausgleich durch Bjarki Elisson, der beim letzten Magdeburger Angriff nach absichtlichem Foulspiel noch die rote Karte sah.

Stimmen zum Spiel:

„Das ist unglaublich, dass wir mit einem Punkt nach Hause fahren“, sagte Füchse-Trainer Erlingur Richardsson nach dem Handball-Krimi. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft, dass sie hier noch den Ausgleich gemacht hat“, so der Isländer weiter. Geschäftsführer Bob Hanning fragte nach Abpfiff nur mit einem Kopfschütteln und einem Lachen „Was war das denn für ein Spiel?“ und Sportkoordinator Volker Zerbe bezeichnete die Partie als ein „verrücktes Spiel“. „Nach dem 20:11 wurde die Hoffnung immer kleiner. Zum Ende hin war es dann bewundernswert, wie sich die Mannschaft zusammengerauft und alles gegeben hat. Wir sind sehr zufrieden, dass wir mit einem Punkt nach Hause fahren. Das war, wie immer in Magdeburg, ein packendes Spiel“, so Zerbe resümierend. Magdeburgs Trainer Geir Sveinsson war dagegen riesig enttäuscht und fühlte sich, als hätte seine Mannschaft zwei Punkte verloren.  [/private]

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