SG Flensburg-Handewitt will um die Handball-Titel spielen

Wie schon 2014 und 2015 gastierte die SG Flensburg-Handewitt aus Anlass ihrer Saison-Pressekonferenz bei Hauptsponsor DÄNISCHES BETTENLAGER.

Deren Geschäftsleiter Ole N. Nielsen skizzierte zur Begrüßung die Ereignisse der letzten Monate und blickte dann – frei nach einem alten Sprichwort – voraus: „Alles gut macht der Maik!“

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18.08.2017 – PM SGFH / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

SG Flensburg-Handewitt: Die rund 100 geladenen Zuhörer schmunzelten gemeinsam mit SG-Trainer Maik Machulla, der vor wenigen Wochen das Kommando übernahm und seine Truppe durch die Vorbereitung führte. „Es war anders, aber immer noch anstrengend“, erwähnte Rechtsaußen Lasse Svan.

Maik Machulla selbst erzählte, wie er anfangs „Probleme hatte, alle seine Ideen in eine Trainingseinheit unterzubringen.“ Doch die Änderungen im Athletik-Training, in der Kommunikation und bei den Spielzügen mündeten in keiner Revolution. „Das, was wir geändert haben, wird der Zuschauer in der Halle nicht erkennen“, gab der Coach zu Protokoll. „Wir haben das Spiel nicht neu erfunden. Der Kern der Mannschaft ist schließlich schon lange zusammen.“ Und das Saisonziel? Maik Machulla: „Unser Anspruch als Mannschaft und Verein ist es, jedes Spiel zu gewinnen. Wir wollen bei der Titelvergabe ein gehöriges Wörtchen mitreden, wir wissen aber auch, wie dünn die Luft da oben ist.“ Kapitän Tobias Karlsson legte nach: „Ich bin einst zur SG gewechselt, weil ich oben mitspielen wollte – und daran hat sich nichts geändert.“

SG Flensburg-Handewitt - Pressekonferenz 2017/2018 - Foto: SG Flensburg-Handewitt
SG Flensburg-Handewitt – Pressekonferenz 2017/2018 – Foto: SG Flensburg-Handewitt

Moderator York Lange fühlte einige Neuzugänge auf den Zahn. „Mit der Taktik von Maik wollen wir jedes Spiel gewinnen“, versprach Marius Steinhauser. Magnus Röd verriet: „In Deutschland kann ich das höchste Handball-Niveau erreichen, das ich dann hoffentlich zehn oder 15 Jahre halten kann.“ Eine Bühne hatten auch die Akteure, die in ihre letzte SG-Saison gehen. „Spielen werde ich ab nächsten Sommer nicht mehr, ich werde aber weiterhin etwas mit Handball zu tun haben“, verkündete Keeper Mattias Andersson. Der langjährige Spielmacher Thomas Mogensen tat sich schwer, seine Empfindungen in Worte zu fassen. „Ich wollte eigentlich für immer für die SG spielen, aber ich muss in meinem Leben nun andere Prioritäten setzen“, sagte er. „Ein Riesentraum ist es, mich mit einem Titel zu verabschieden.“ Donnernder Applaus folgte. Gefeiert wurde auch Lasse Svan. Er war zu Europas besten Rechtsaußen gekürt worden.

Deutlich wurde: Der Handball-Boom in der deutsch-dänischen Grenzregion flaut nicht ab. 5.089 Dauerkarten für die DKB Handball-Bundesliga sind bislang abgesetzt. „Das ist mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahrs“, erklärte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke. „Im Sitzplatz-Bereich sind wir praktisch ausverkauft. Mehr als 1.000 Personen stehen auf einer Warteliste und weichen auch auf die VELUX EHF Champions League aus, für die wir zum 13. Mal qualifiziert sind.“ Bislang sind 2.453 Königsklassen-Abos verkauft. Auch für die Medien-Präsenz gibt es beeindruckende Zahlen: Allein national erreichten 480 Beiträge mit der SG kumuliert 72 Millionen Fernseh-Zuschauer. Mit dem neuen TV-Vertrag dürfen weiter steigende Werte erwartet werden.

Dierk Schmäschke - Foto: SG Flensburg-Handewitt
Dierk Schmäschke – Foto: SG Flensburg-Handewitt

Angesichts dieser Fakten ist es kein Wunder, dass sich die SG zusammen mit Stadt, Kreis und Betreiber um eine Modernisierung und Erweiterung der FLENS-ARENA bemüht. „Wir sind Motor in der Angelegenheit“, bekannte Dierk Schmäschke und hielt einen Baubeginn in 2018 für möglich. Verbale Unterstützung gab es von der anwesenden Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange. „Wir wollen die FLENS-ARENA modernisieren, da gibt es mein Wort drauf“, erklärte sie. Die neue Landesregierung hatte vor wenigen Wochen erklärt, mehrere Millionen Euro in die Sanierung von Veranstaltungshallen in Schleswig-Holstein zu stecken.

Dierk Schmäschke ging auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein und nannte einen Etat von 6,5 Millionen EURO. „Dank einer großen Unterstützung aus dem Gesellschafter- und Sponsorenkreis sind wir solide und seriös aufgestellt“, sagte er. „Wir sind auch wirtschaftlich erfolgreich und haben das Jahr nicht mit einem Minus abgeschlossen.“ Für Rückenwind sorgen die rund 700 Unternehmen, die die SG auf diversen Sponsoring-Ebenen unterstützen. Davon sind 185 im Club 100 und 352 in der „Crew – Achter Mann“ organisiert.

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