Thüringer HC gewinnt 32:30 in Oldenburg

05.01.2014 – PM:

In einer kämpferischen Partie in der Oldenburger EWE-Arena konnten die Frauen des Thüringer HC mit dem 32:30-Sieg (16:15) zwei wichtige Auswärtspunkte auf ihrem Punktekonto verbuchen. Die Thüringerinnen konnten ihrer Favoritenrolle über das Spiel hinweg nicht gerecht werden. Zu passiv wurde in der Abwehr gespielt, zu sehr verließ man sich im Angriff auf Einzelaktionen. Auffälligste Spielerinnen des Tages waren auf Seiten des Thüringer HC Nadja Nadgornaja mit 12 Feldtoren und einer bemerkenswerten Trefferquote und Sonja Frey, die neun Treffer erzielte, fünf davon von der Strafwurfmarke.

Nadja Nadgornaja Foto: DHB/picture-alliance
Nadja Nadgornaja (Thüringer HC) – Foto: DHB/picture-alliance

In der Startphase legte der Thüringer HC jeweils vor – führte stets mit zwei Toren. Erst in der 7. Minute kamen die Gastgeberinnen zum ersten Feldtor. Nach zehn Minuten lagen die Gäste dann 8:4 vorn, doch jetzt spielte der VfL mehr mit den Außen, machte das Spiel breit und konnte mit einem guten Lauf in der 16. Minute den 8:8 Ausgleich erzielen. Spielerisch lief im THC-Angriff nicht viel zusammen – aus dem Rückraum gab es reihenweise Fehlwürfe und auch Missverständnisse mit Ballverlusten. Zwangsläufig blieb der VfL in Reichweite und in der 23. Minute kassierte Nadja Nadgornaja ihre zweite Zeitstrafe. Oldenburg spielte in der Abwehr defensiver und es entwickelte sich ein Kampf mit offenem Visier. Die Gastgeberinnen hatten nach 27 Minuten beim 14:13 erstmals die Nase vorn. Einzelleistungen von Nadja Nadgornaja, sechs Treffer bis dahin, war es zu danken, dass die Thüringerinnen mit einer knappen 16:15 Führung in die Pause gehen konnten.

Nadja Nadgornaja spielte nur noch im Angriff, um die Gefahr der dritten Zeitstrafe zu umgehen. Jana Krause kam in der zweiten Hälfte zwischen die Pfosten, bekam kaum einen Ball an die Hand. Vor allem bei den Fernwürfen in die Torwartecke reagierte sie einfach zu langsam. Maike März kam schnell wieder, aber auch sie hatte gegen die Hüftwürfe von Laura van der Heyden keine Chance. So blieb die Partie ausgeglichen. (21:21 – 42. Minute) Im Angriff ohne zündende Ideen, in der Abwehr zu passiv – lediglich Nadja Nadgornajas Fernwurftore hielten den Thüringer HC im Spiel. Jana Krause kam zurück und konnte sich sichtbar steigern.

Die Zuschauer hielten den Atem an, als der Hallensprecher zwölf Minuten vor dem Spielende beim Stand von 26:24 für den THC zu „einer Räumung der Halle auf den ausgezeichneten Fluchtwegen“ aufforderte. Nach einem Feueralarm wurde die Halle geräumt und es dauerte geraume Zeit, bis Entwarnung gegeben wurde. Zum Glück war nichts passiert und die Partie konnte fortgesetzt werden.

In dieser Phase gelang es den Gästen erstmalig einen beruhigenden 29:25 Vorsprung herauszuwerfen. Anna Loerper verwarf einen VfL-Strafwurf und dann waren es wieder Nadja Nadgornaja aus dem Rückraum und zweimal Sonja Frey von der Siebenmeterlinie, die den Vorsprung bis zum Ende retteten. (32:28 – 58. Minute) Zwei schöne Treffer der Gastgeberinnen durch Angie Geschke und Julia Wenzl brachten noch Ergebniskosmetik, der 32:30-Sieg des Thüringer HC wurde damit nicht mehr gefährdet.

Stimme zum Spiel:

Herbert Müller (THC): Das war ein ganz wichtiges Spiel. Diese Woche kommen noch Buxtehude und Leverkusen, schwieriger kann es nicht werden, da war es wichtig richtig gut im neuen Jahr zu starten. Es war ein kampfbetontes Spiel zweier angriffsstarker Mannschaften, die vielleicht ein wenig die Defensive vernachlässigt haben. Es war ein verdienter Sieg und wir fahren waren sehr froh mit diesen beiden Punkten nach Hause. Ein Kompliment meiner Mannschaft, wie sie die „Zwangspause“ des Feueralarms verarbeitet hat und gleich danach auf vier Tore davon gezogen ist.

Statistik:

VfL Oldenburg: Julia Renner, Tess Wester; Kira Schnack (1), Annika Meyer, Thalke Bitter, Kim Birke (3), Maike Schirmer (3), Julia Wenzl (5), Lois Abbingh (2/1), Laura van der Heijden (7), Rabea Neßlage, Wiebke Kethorn (2), Anna Loerper (6/2), Angie Geschke (1), Alina Otto

Thüringer HC: Jana Krause, Dinah Eckerle, Maike März; Nadja Nadgornaja (12), Sonja Frey (9/5), Ana Gros (1), Martine Smeets (3), Danick Snelder, Iveta Luzumova (2), Katrin Engel (1), Anja Althaus (1), Marieke Blase, Franziska Mietzner, Svenja Huber, Alexandrina Cabral Barbosa (3)

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