THW Kiel verliert „Schlüsselspiel“ gegen Paris Saint-Germain Handball. Thierry Omeyer „Matchplayer“

In der Handball EHF Champions League der Männer verliert am 7. Spieltag der deutsche Meister THW Kiel nach grottenschlechter erster Spielhälfte (10:16) das „Schlüsselspiel“ in der Vorrundengruppe A gegen ein von Beginn an dominant spielendes Team von Paris Saint-Germain Handball mit 26:30 Toren.

THW Kiel - Foto: DKB Handball Bundesliga
THW Kiel – Foto: DKB Handball Bundesliga

Zum „Matchplayer“ im „Klassentreffen mit den ehemaligen THW-Spielern“ Thierry Omeyer, Daniel Narcisse, Nikola Karabatic sowie den Pariser Trainern Zvonimir Serdarusic und Staffan Olsson avancierte Thierry Omeyer (23 Paraden – Niklas Landin mit 17 Paraden) im Pariser Kasten.

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp im Palau St. Jordi in Barcelona
Frank Zepp im Palau St. Jordi in Barcelona

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Handball EHF Champions League: Gruppe A

THW Kiel vs. Paris Saint-Germain Handball 26:30 (10:16) vor 10.000 Zuschauern in der Sparkassen Arena

Wenn man schon Super-Handball bei Sky sehen darf, müsste auch die Qualität mancher Moderatoren- bzw. Reporter-Aussagen der Qualität des Matches entsprechen: Beim Foul von Nikola Karabatic mit hochgehaltenen Händen gegen Steffen Weinhold in der zweiten Hälfte wird fast die rote Karte „gefordert“, obwohl die Strafzeit gegen den Superstar schon fragwürdig war! Und dann der Höhepunkt am „Analyse-Tisch“ mit THW-Trainer Alfred Gislason, welcher in der Sky-Fragestellung nach einem Pflichtsieg in Paris gipfelte. Alfred Gislason in bekannter Offenheit: „Eine Pflicht, in Paris zu gewinnen, ist ziemlich albern.“

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Der THW Kiel war in der ersten Halbzeit weit weg von der Normalform. Viele Fehler im Angriff sowie die Glanzparaden von „Titti“ eröffneten Paris Saint-Germain Handball viele Gegenstoß-Tore. Zudem agierte der Gastgeber im Rückzugsverhalten katastrophal. „In der ersten Hälfte haben wir so gut wie alles falsch gemacht“, meinte Alfred Gislason am Sky-Mikro. Aus Pariser Sicht zeigte sich Trainer Zvonimir Serdarusic sehr zufrieden: „Unser Ziel war eine kompakte Abwehr und Omeyer hat super gehalten.“ Die Kieler Würfe waren entweder schlecht vorbereitet oder Omeyer hielt fast ein Dutzend hochkarätiger, freier Bälle. Mit 10:16 ging es in die Pause – fast schon eine Match-Vorentscheidung. Mitnichten!

In der zweiten Halbzeit kam Kiel schnell auf 13:16 (33.) heran, ehe wieder Paris auf 15:22 (41.) wegzog. Danach besann sich der THW Kiel durch Umstellungen im Positionsangriff mit beiden Linkshändern Steffen Weinhold und Marko Vujin sowie dem nun besser werdenden Domagoj Duvnjak (Gislason „Dule war erst grausam“ – Sky) sowie dem bekannten Tempospiel bei Leistungssteigerung von Landin auf die alten Tugenden. Beim 25:26-Anschlusstreffer durch Vujin (56.) schien das Spiel nochmal zu kippen. Aber die Gäste spielten clever und ruhig ihren „Stiefel“ herunter, Omeyer mit zwei wichtigen Paraden in der Schlussphase und der Pariser Auswärtssieg stand mit Tabellenführung bei 26:30 Toren fest. Verdient war der Gäste-Erfolg angesichts der dominanten Spielweise allemal, zumal Paris ab dem 3:4 (7.) immer in Führung lag sowie den Grundstein des Erfolges in der Deckung legte. Rune Dahmke zog bei Sky das Schlussfazit: „In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel verloren. Titti war unfreiwillig in den Köpfen der Spieler.“

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