Pokal-Final4: HC Leipzig triumphiert gegen Blomberg-Lippe in Europapokal-Atmosphäre

27.04.2014 – Pokal-Final4 – SPORT4Final:

DHB-Pokal-Final4 2014 in Leipzig: Finale

HC Leipzig vs. HSG Blomberg-Lippe  36:26 (17:10) vor 5.300 Zuschauern

Aus der Arena Leipzig berichtet SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp von diesem bedeutsamen Handball-Event der Frauen.

HC Leipzig: Aus den Händen von DHB-Präsident Bernhard Bauer erhielt Karolina Kudlacz den Pott - Foto: Sebastian Brauner, Sportsnine
HC Leipzig: Aus den Händen von DHB-Präsident Bernhard Bauer erhielt Karolina Kudlacz den Pott – Foto: Sebastian Brauner, Sportsnine

Die Handball-Hochburg Leipzig ist emotional und organisatorisch für Europapokalfinals (Final4) oder als Spielort für die Handball-Weltmeisterschaft 2017 (bis Viertelfinale) gerüstet! Champions-League-Atmosphäre pur in der Arena, überwältigende Emotionen und ein ungefährdeter, triumphaler 10-Tore-Erfolg des deutschen Rekordmeisters (21 Titel) und nunmehr achtfachen Pokalsiegers HC Leipzig gegen die super kämpfenden und phasenweise über sich hinauswachsenden Spielerinnen der HSG Blomberg. Auch wenn es im „David-gegen-Goliath-Match“ kein glückliches „Happy End“ für das mit 22 Jahren Durchschnittsalter sehr junge Blomberger Team gegen das Leipziger Starensemble gab, bleibt festzuhalten: Der Handballnachmittag bleibt für alle Augenzeugen – Spieler, Fans und Funktionäre – ein unvergessliches Spektakel im deutschen Frauen-Handball, das dem Final Four der Männer in Hamburg bald in nichts mehr nachstehen wird!    

Pokal-Final4 2014 Leipzig: Karolina Kudlacz (HC Leipzig - re.) wurde als beste Spielerin des Turniers geehrt - Laura Magelinskas (Blomberg - li.) - Foto: Sebastian Brauner
Pokal-Final4 2014 Leipzig: Karolina Kudlacz (HC Leipzig – re.) wurde als beste Spielerin des Turniers geehrt – Laura Magelinskas (Blomberg – li.) – Foto: Sebastian Brauner

Der HC Leipzig legte wie die Feuerwehr los und führte erstmals beim 15:5 (22.) mit zehn Toren. Dies war noch keine Vorentscheidung, weil sich die Hausherren bis zur Auszeit in der 33. Minute eine 2:9-Phase „leisteten“ oder anders ausgedrückt: Das Blomberger Team spielte seinen besten, schnellen und torgefährlichen Handball mit guter Torfrau Anna Monz und der besten Spielerin des Final-Matches Isabelle Jongenelen (11 Tore bei ausgeprägt guter Wurftechnik). Aber Leipzig kehrte nach der Auszeit wieder zum kombinationsorientierten Erfolgshandball zurück und stellte in der 48. Minute den alten Abstand bei 29:19 wieder her. Die restliche Spielzeit gestaltete sich zum „Schaulaufen“ vor den begeisterten Fans. Pokaltitel und Pott gehen nach sechs Jahren wieder in die Messestadt. Zudem wurde aus Leipziger Sicht die Titelabstinenz seit 2010 beendet.

Wie bei großen Turnieren wurden auch die besten Einzelspielerinnen geehrt. Als beste Torschützin mit 21 Treffern erhielt Isabelle Jongenelen die Ehrung. Leipzigs Torhüterin Melanie Herrmann war an beiden Spieltagen sehr stark und wurde als beste „Keeperin“ geehrt. Aus dem Team des neuen deutschen Pokalsiegers kam mit Karolina Kudlacz die stärkste Spielerin des Pokal-Final4. Wie anno 2013 bei der Handball-Weltmeisterschaft, als sie die beste Torvorlagengeberin des Turniers war …    

Pokal-Final4 2014 Leipzig: Final-Pressekonferenz mit Isabelle Jongenelen, Andre Fuhr (beide HSG Blomberg-Lippe), HBF-Pressesprecher Christian Ciemalla, Max Berthold, Karolina Kudlacz (beide HC Leipzig) - Foto: SPORT4Final
Pokal-Final4 2014 Leipzig: Final-Pressekonferenz mit Isabelle Jongenelen, Andre Fuhr (beide HSG Blomberg-Lippe), HBF-Pressesprecher Christian Ciemalla, Max Berthold, Karolina Kudlacz (beide HC Leipzig) – Foto: SPORT4Final

Stimmen aus der Pressekonferenz:

Karolina Kudlacz (HC Leipzig):

„Die individuellen Preise sind nicht wirklich wichtig, wir haben an beiden Tagen eine unglaubliche Mannschaftsleistung abgeliefert und beide Spiele mit zehn Toren Unterschied gewinnen können. Ich muss Blomberg ein Kompliment für den großen Kampf machen. Wir haben jedoch nicht daran gezweifelt, dass wir das Finale gewinnen können.“

Isabelle Jongenelen (HSG Blomberg-Lippe):

„Wir können mit dem, was wir hier erreicht haben, völlig zufrieden sein. Wir haben das Endspiel erreicht. Wir haben alles versucht, aber letztlich hat es nicht gereicht. Selbst nach der Pause haben wir noch einmal alles gegeben, um die Partie offener zu gestalten, mehr war nicht drin.“

Max Berthold (Trainer HC Leipzig):

„Es war sicherlich schon einmal wunderschön, auf dem Balkon in der Arena Leipzig zu feiern. Mir kamen in der 33. Minute, als ich eine Auszeit nehmen musste, noch einmal Zweifel auf. Letztlich hatten wir die Begegnung aber wirklich gut im Griff. Wir waren heute Favorit und als Favorit hat man eine gewisse Fallhöhe. Leverkusen hat Blomberg gestern etwas unterschätzt, da wollten wir nicht hin.“

Andre Fuhr (Trainer HSG Blomberg-Lippe):

„Für uns war das Erreichen dieses Events ein großer Erfolg, den wir mit dem Einzug ins Endspiel gekrönt haben. Leipzig war Favorit, wir haben alles versucht. Den HC Leipzig haben wir nach der Pause noch einmal zu einer Auszeit gezwungen. Der Erfolg geht für Leipzig völlig in Ordnung, wir sind schließlich nicht Bayern sondern nur Freiburg.“

Bernhard Bauer (Präsident des Deutschen Handballbundes):

„Ich bin sehr begeistert von diesem Event. In der Arena wurde nicht nur hervorragender Sport geboten, sondern wir haben auch eine tolle Unterstützung seitens des Publikums für alle Mannschaften erlebt. Für das Event in Leipzig war der Pokalsieg für den HC Leipzig natürlich eine gelungene Sache. Auch das A-Jugend-Endspiel hat begeistert. Es war einfach grandios.“

Berndt Dugall (Vorsitzender der Handball Bundesliga Frauen – HBF):

„Dieses Event war perfekt organisiert und wir haben beide Tage schönen und fairen Handballsport gesehen. Das alles hat Appetit auf mehr gemacht.“

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