SG BBM Bietigheim im Handball EHF-Cup-Finale gegen HC Rostov-Don. Susann Müller „Matchplayer“

SG BBM Bietigheim im Handball EHF-Cup-Finale gegen HC Rostov-Don. Susann Müller „Matchplayer“ - Foto: Marco Wolf
SG BBM Bietigheim im Handball EHF-Cup-Finale gegen HC Rostov-Don. Susann Müller „Matchplayer“ – Foto: Marco Wolf

Die SG BBM Bietigheim qualifizierte sich trotz einer 28:32 (13:20) Niederlage im Halbfinal-Rückspiel bei NFH Nykøbing Falster Handboldklub für die beiden Finals im Handball EHF-Cup gegen den russischen Spitzenclub HC Rostov-Don.

Elf Tore Vorsprung aus dem Hinspiel in Ludwigsburg (38:27) reichten den Enztälerinnen, um bei ihrer erstmaligen Teilnahme am EHF-Cup gleich bis in die Endspiele zu gelangen. Die meisten Tore für die Deutschen erzielte Maura Visser (6/4). Susann Müller, die fünf Mal erfolgreich war, wurde als „Spielerin des Matches“ ausgezeichnet. Für die Gastgeberinnen trafen Mette Gravholt und Kristina Kristiansen (jeweils 7 Treffer) am besten.

16.04.2017 – PM SG BBM / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Lautstarke Unterstützung der SG-Frauen durch Bietigheimer und niederländische Fans

Vor zahlreichen mitgereisten SG-Anhängern und einer großen niederländischen Fan-Kolonie brachte Nina Müller die Gäste vor 2.456 Zuschauern in der dritten Minute mit 2:1 in Front. Dies sollte jedoch die einzige Führung der SG-Frauen im ganzen Spiel bleiben. Zwar hielten die Albertsen-Schützlinge bis zur neunten Minute (4:4 durch Susann Müller) die Partie offen, doch dann setzte sich das druckvollere Spiel von Nykøbing immer mehr durch, das vor allem die quirlige Spielmacherin Kristina Kristiansen aufzog. Da die Bietigheimerinnen im Angriff nicht mehr so konsequent wie noch vor Wochenfrist agierten und ihnen auch in der Deckung immer wieder Kreisläuferin Mette Gravholt das Leben schwer machte, waren beim 20:13-Halbzeitstand schon sieben Treffer des Elf-Tore-Polsters aufgebraucht.

Nach Wiederanpfiff geriet der Spitzenreiter der Handball-Bundesliga Frauen in der 37. Minute (26:16) und nach 46 Minuten (29:19) mit zehn Toren in Rückstand. Näher kam das dänische Team trotz aller verzweifelten Versuche aber nicht heran. Am Ende hielten die deutschen Gäste mit ihrer clevereren Spielweise in den letzten sechs Minuten die Niederlage mit 28:32 Toren in Grenzen und durften sich über den Einzug in die Finalspiele gegen Rostov-Don am 6./7. und 13./14. Mai freuen. Die Auslosung, wer zuerst Heimrecht hat, erfolgt am Dienstag in Wien. Gegen die Russinnen hatte die SG BBM Bietigheim schon in der Gruppenphase gespielt und zweimal verloren (20:23 und 24:34).

Martin Albertsen (Trainer SG BBM Bietigheim):

„Ich bin sehr glücklich, dass wir erstmals die Finals im Europacup erreicht haben. Klar gab es bei uns ein wenig Nervosität, weil es ein sehr, sehr wichtiges Spiel war. Wir haben viele, viele Chancen gehabt, und es war richtig spannend. Die Torhüterin des Gegners war überragend und machte heute wohl das Spiel ihres Lebens. Wir sind in die zweite Halbzeit rein gegangen und haben gesagt, diese Hälfte gewinnen wir – und das haben wir mit vier Toren dann auch geschafft!“

NFH Nykøbing Falster Handboldklub: Sahlhold, Vind – Kristensen (2), Emelie Westberg, Hagman (6/2), Johanna Westberg (5), Gravholt (7), Navne, Iversen, Holmsgaard (1), Pedersen (4), Kongsted Nielsen, Ebbesen, Celine Lundbye Kristiansen, Costa, Kristina Kristiansen (7/1).

SG BBM Bietigheim: Salamakha, Wester – Biltoft (1), Visser (6/4), Lauenroth (3), Mack (1), Nina Müller (4), Smeets, Schulze, Baun Eriksen, Naidzinavicius (3), Hundahl (1), Woller (1), Susann Müller (5), Malestein (3/1).

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