Handball EHF Finals: Füchse Berlin schlugen Rhein-Neckar Löwen

Handball European League - EHF Finals - Trophäe - Foto: EHF Media
Handball European League – EHF Finals – Trophäe – Foto: EHF Media

Handball EHF Finals 2021 European League Männer, 2. Halbfinale: Rhein-Neckar Löwen vs. Füchse Berlin.

Die Füchse Berlin stehen nach dem hoch verdienten 35:32 (19:16) Erfolg über die Rhein-Neckar Löwen im Finale der EHF Finals 2021 gegen den SC Magdeburg und gehen in der gezeigten Qualitäts-Verfassung als Favorit ins Endspiel.

In einem wahren Offensiv-Spektakel-Match besaßen die Berliner den strategischen Vorteil des effizienter agierenden Rückraums. Die Füchse Berlin können nach 2015 und 2018 den dritten Titel gewinnen. Der SC Magdeburg gewann letztmalig 2007 den EHF-Cup als Vorgänger-Wettbewerb.

Men of the Match: Lasse Andersson und Fabian Wiede (Füchse Berlin)

Handball EHF Finals: SC Magdeburg bezwang Wisla Plock

 

Rhein-Neckar Löwen - Handball Bundesliga und EHF European League Saison 2020-2021 - Hinten (von links nach rechts): Physiotherapeut Sascha Pander, Mannschaftsarzt Dr. Ulrich Steinhauser, Jannis Schneibel, Jesper Nielsen, Alexander Petersson, Andy Schmid, Uwe Gensheimer, Jannik Kohlbacher, Ilija Abutovic, Mait Patrail, Ymir Örn Gislason, Sportlicher Leiter Oliver Roggisch, Athletiktrainer Florian Schulz, Mannschaftsbetreuer Stefan Hoßfeld. Vorne (von links nach rechts): Physiotherapeut Sven Raab, Mannschaftsarzt Dr. Stephan Maibaum, Patrick Groetzki, Albin Lagergren, Niclas Kirkeløkke, Andreas Palicka, Mikael Appelgren, Niklas Gierse, Romain Lagarde, Philipp Ahouansou, Lukas Nilsson, Jerry Tollbring, Co-Trainer Klaus Gärtner, Trainer Martin Schwalb - Copyright: Rhein-Neckar Löwen
Rhein-Neckar Löwen – Handball Bundesliga und EHF European League Saison 2020-2021 – Hinten (von links nach rechts): Physiotherapeut Sascha Pander, Mannschaftsarzt Dr. Ulrich Steinhauser, Jannis Schneibel, Jesper Nielsen, Alexander Petersson, Andy Schmid, Uwe Gensheimer, Jannik Kohlbacher, Ilija Abutovic, Mait Patrail, Ymir Örn Gislason, Sportlicher Leiter Oliver Roggisch, Athletiktrainer Florian Schulz, Mannschaftsbetreuer Stefan Hoßfeld. Vorne (von links nach rechts): Physiotherapeut Sven Raab, Mannschaftsarzt Dr. Stephan Maibaum, Patrick Groetzki, Albin Lagergren, Niclas Kirkeløkke, Andreas Palicka, Mikael Appelgren, Niklas Gierse, Romain Lagarde, Philipp Ahouansou, Lukas Nilsson, Jerry Tollbring, Co-Trainer Klaus Gärtner, Trainer Martin Schwalb – Copyright: Rhein-Neckar Löwen

22.05.2021 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball EHF Finals 2021 European League Männer, 2. Halbfinale:

Eine Berg- und Talfahrt-Halbzeit zwischen den Rhein-Neckar Löwen und den Füchsen Berlin. Auch ein Parade-Beispiel für sehr gute Offensiv-, aber auch ungenügende Defensiv-Qualität. Die Gastgeber waren bis zum 4:12 ein Team ohne Deckung und agierten im Angriff völlig neben sich. Ekdahl du Rietz in die Startformation zu stellen offenbarte sich früh als ein großer Fehler. Die Füchse Berlin dominierten mit Tempo- und Effizienz-Handball.

Eine Auszeit der Rhein-Neckar Löwen fruchtete mit etwas Verspätung. Palicka wurde mit seiner nunmehr vorhandenen aggressiven Abwehr besser und die Fehler der Füchse wurden resolut bestraft. Die Tempo-Hatz-Aufholjagd begann und brachte das Schwalb-Gärtner-Team bis zur Pause noch auf drei Treffer heran. Das Foul von Gislason an Wiede in der Luft im Sprungwurf (17.) war eigentlich eine klare rote Karte, wurde aber nur mit zwei Minuten bestraft. Wurfeffizienz 64:70 Prozent. Torhüter 7:6 Paraden (27:27 Prozent). Technische Fehler 5:3. Strafminuten 6:6. Beste Torschützen: Tollbring 4, Groetzki 4 – Wiede 5, Andersson 5, Holm 3.

Füchse Berlin Handball Saison 2020-2021 - Hintere Reihe von links: Co-Trainer Maximilian Rinderle, Simon Ernst, Jakov Gojun, Marko Kopljar, Mijajlo Marsenic, Johan Koch, Mannschaftsbetreuer Thomas Otto. Mittlere Reihe von links: Trainer Jaron Siewert, Athletiktrainer Carsten Köhrbrück, Hans Lindberg, Paul Drux, Fabian Wiede, Frederik Simak, Lasse Andersson, Marian Michalczik, Jacob Holm, Physiotherapeut Tim Schilling, Mannschaftsarzt Dr. Jürgen Bentzin. Vordere Reihe von links: Mattias Zachrisson, Nils Lichtlein, Dejan Milosavljev, Fredrik Genz, Milos Vujovic, Tim Matthes - Copyright: Füchse Berlin
Füchse Berlin Handball Saison 2020-2021 – Hintere Reihe von links: Co-Trainer Maximilian Rinderle, Simon Ernst, Jakov Gojun, Marko Kopljar, Mijajlo Marsenic, Johan Koch, Mannschaftsbetreuer Thomas Otto. Mittlere Reihe von links: Trainer Jaron Siewert, Athletiktrainer Carsten Köhrbrück, Hans Lindberg, Paul Drux, Fabian Wiede, Frederik Simak, Lasse Andersson, Marian Michalczik, Jacob Holm, Physiotherapeut Tim Schilling, Mannschaftsarzt Dr. Jürgen Bentzin. Vordere Reihe von links: Mattias Zachrisson, Nils Lichtlein, Dejan Milosavljev, Fredrik Genz, Milos Vujovic, Tim Matthes – Copyright: Füchse Berlin

Die zweite Halbzeit verlief ausgeglichen zwischen beiden deutschen Vertretern. Es blieb bei der „Offensivschlacht“ mit Vorteilen für die Füchse Berlin. Die Rhein-Neckar Löwen konnten mehrfach auf zwei Treffer verkürzen. Den „tournaround“ schafften die Gastgeber nicht. Spielmacher Andy Schmid war nur noch kurzzeitig auf der Platte und ein Schatten seiner selbst. Die Füchse Berlin besaßen den strategischen Vorteil des treffsicherer agierenden Rückraums. Insofern war dies ein verdienter Erfolg des EHF-Cup-Champions von 2018, der in dieser Qualitäts-Verfassung als Favorit ins Finale gegen den SC Magdeburg geht.

Stimmen:

Hans Lindberg, Füchse Berlin: „Es war ein hartes Spiel, aber wir haben den ganzen Weg über ruhig geblieben. Natürlich hatten wir in der ersten Halbzeit eine erfolgreiche Zeit, aber wir wussten immer, dass die Löwen die Qualität haben, zurück zu kommen, aber wir behielten kühle Köpfe und kämpften dafür. Wir haben einige dumme Fehler von unserer Seite gemacht, aber wir wussten, dass die Chancen immer noch auf uns zukommen würden. Wir haben ihre Verteidigung voran getrieben, und wir haben es geschafft. Wir haben sie vor ein paar Wochen gespielt und wir haben sehr gut gespielt und es ist großartig, dass wir endlich wieder unser Niveau gefunden haben. Wir hatten also vorher Vertrauen und haben uns die ganze Woche vorbereitet. Das ganze Team war bereit. Es wird ein weiteres hartes Spiel gegen ein Team, das mit hoher Geschwindigkeit spielt und das ständig läuft. Wir werden sehen. Es ist immer hart gegen Magdeburg. Aber wir haben schon oft gegen Magdeburg gespielt. Wir kennen sie und sie kennen uns – wir müssen morgen wieder ein Level finden, um zu gewinnen, aber wir glauben an uns.“

Andreas Palicka, Rhein-Neckar Löwen: „Ich kann meine Gefühle momentan nicht ausdrücken, mein Herz ist so leer, es fühlt sich tot an. Ich weiß wirklich nicht, was passiert ist. Wir haben so schwach angefangen und können unser reguläres Niveau nicht erreichen. Wir haben leichte Bälle weg geworfen und in den ersten 15 Minuten 14 Gegentore kassiert. Dies ist definitiv nicht unser Standard. Wir standen als Team zusammen und waren so motiviert, aber wir konnten diesen dunklen Tunnel, in dem wir uns im letzten Monat befinden, nicht verlassen. Jetzt müssen wir unsere Köpfe für morgen hochheben.“

Statistik: EHF Finals 2021, 2. Halbfinale

Rhein-Neckar Löwen vs. Füchse Berlin 32:35 (16:19)

Men of the Match: Lasse Andersson und Fabian Wiede (Füchse Berlin)

Spielfilm: 1:0 (1. Schmid), 1:1 (2. – Andersson), Milosavljev parierte 7m von Tollbring (3.), 1:2 (4. – Andersson ÜbZ), 2:2 (6. – Groetzki UnZ), 2:3 (6. – Wiede Hüftwurf), 2:4 (6. – Andersson UnZ), 3:4 (8. – Tollbring ÜbZ leeres Tor), 3:5 (8. – Wiede UnZ), 3:6 (9. – Lindberg 7m ÜbZ), Marsenic 2. Zeitstrafe (10.), 3:7 (10. – Wiede leeres Tor), 3:8 (11. – Andersson UnZ), 3:9 (13. – Andersson), Auszeit Rhein-Neckar Löwen (14.), 3:10 (14. – Wiede), 3:11 (15. – Gojun), 4:11 (15. – Kohlbacher), 4:12 (17. – Lindberg 7m), Gislason 2. Zeitstrafe (17. – klare rote Karte nach hartem Foul in der Luft gegen Wiede), 5:12 (18. – Groetzki TGS UnZ), 6:12 (18. – Nilsson UnZ), 6:13 (19. – Wiede ÜbZ), 7:13 (20.), Auszeit Füchse (20.), 7:14 (20. – Holm), 8:14 (20. – Tollbring), 9:14 (22. – Gensheimer 7m), 10:14 (24. – Groetzki TGS ÜbZ leeres Tor), 11:14 (25. – Tollbring ÜbZ), 11:15 (25. – Gojun), 12:15 (26. – Tollbring), 13:15 (26. – Lagarde TGS), 13:16 (27. – Holm), 14:16 (27.), 14:17 (28. – Holm), 15:17 (29. – Lagarde), 15:18 (29. – Kopljar), 16:18 (30. – Groetzki), 16:19 (30. – Freihöfer), 16:19 (HZ) – 16:20 (32. – Lindberg), 17:20 (34. – Kohlbacher), 18:20 (35. – Tollbring TGS UnZ), 18:21 (35. – Andersson ÜbZ), 18:22 (37. – Freihöfer), 19:22 (38. – Nilsson), 19:23 (38. – Wiede), 20:23 (39. – Nilsson), 20:24 (40. – Holm), 21:24 (40. – Kohlbacher), 21:25 (41. – Andersson), 21:26 (42. – Holm), 22:26 (42. – Lagarde), 23:26 (43. – Tollbring TGS), 24:26 (43. – Gislason), Auszeit Füchse (44.), 24:27 (45. – Gojun), Gislason 3. Zeitstrafe Rot (49.), 24:28 (49. – Koch ÜbZ), 25:28 (50. – Nilsson UnZ), 25:29 (50. – Drux ÜbZ), 26:29 (51. – Nilsson), Koch 2. Zeitstrafe (52.), 26:30 (53. – Lindberg UnZ), Auszeit Rhein-Neckar (53.), 27:30 (54. – Tollbring), 27:31 (54. – Andersson), 28:31 (55. – Gensheimer 7m), 29:31 (56. – Nilsson), 29:32 (57. – Holm), 30:32 (57. – Kohlbacher), 30:33 (58. – Andersson), Auszeit Rhein-Neckar (58.), 31:33 (58. – Lagarde), 31:34 (58:41 – Andersson), 32:34 (59.), Auszeit Füchse (59:18), 32:35 (59:34 – Andersson), 32:35 (EST)

Beste Torschützen: Tollbring 7/9, Nilsson 6/9, Kohlbacher 4/9, Lagarde 4/4, Groetzki 4/4, Ekdahl du Rietz 0/1 – Andersson 11/15, Wiede 6/8, Holm 6/8, Gojun 3/3, Lindberg 3/6

Wurfeffizienz: 67:70 Prozent

Torhüter: 11:10 Paraden (24:24 Prozent)

Technische Fehler: 7:5

Strafminuten: 12:10

Gislason 3. Zeitstrafe Rote Karte (49.)

Zuschauer: 0 in SAP Arena Mannheim

Schiedsrichter: Radojko Brkic und Andrei Jusufhodzic (Österreich)

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