Champions League: Viertelfinal-Sekt oder Selters für HC Leipzig in Skopje?

Champions League: Katja Schülke im Hinspiel gegen Skopje mit Weltklasse-Leistung - Foto: Sebastian Brauner
Champions League: Katja Schülke im Hinspiel gegen Skopje mit Weltklasse-Leistung – Foto: Sebastian Brauner

26.02.2015 – HC Leipzig / SPORT4Final / Frank Zepp:

Champions League: Das Starensemble Vardar aus der mazedonischen Hauptstadt Skopje ist in der richtungsweisenden Partie für den Viertelfinal-Einzug trotz des Leipziger Hinspiel-Sieges glasklarer Favorit.

Im Hinspiel feierte der deutsche Rekordmeister Ende Januar einen überraschenden 26:23-Sieg. Es ist damit zu rechnen, dass das heimstarke Team um die Weltstars Andrea Penezic (CRO), Andrea Lekic (SRB), Amandine Leynaud (FRA), Inna Suslina (RUS) sowie die deutsche Nationalspielerin Anja Althaus vor heimischer Kulisse alles geben wird. Im mehr als 6.000 Zuschauer fassenden „Sport Center Jane Sandanski“ erwartet den HC Leipzig die für Osteuropa typische heiße Atmosphäre. Trotzdem möchte sich die Mannschaft von Norman Rentsch teuer verkaufen und vor allem eine leidenschaftliche Leistung bringen.

Die „Rechenschieber-Modelle“ für das Erreichen des Quarterfinales in der Champions League können Sie am Freitag bei SPORT4Final lesen.

Beim Gastspiel in Skopje kann der HC Leipzig erstmals seit langer Zeit wieder auf alle Leistungsträger zurückgreifen. Nach einem Belastungstest am heutigen Vormittag gab die medizinische Abteilung grünes Licht, dass die zuletzt unter einem Muskelfaserriss leidende Saskia Lang mit dem Team die Reise nach Mazedonien antreten kann, auch wenn allen Beteiligten klar ist, dass die Torjägerin mit einer Trainingseinheit nur punktuell Entlastung bringen wird. „Wir wissen um die Stärken von Saskia, aber sie wird nicht über 60 Minuten gehen können.“

Nach der längsten Bundesliga-Auswärtsfahrt nach Trier bleibt dem HC Leipzig nicht viel Zeit zur Erholung. Zwar rotierte Cheftrainer Norman Rentsch beim Gastspiel gegen das Tabellenschlusslicht kräftig durch, gab jeder seiner Spielerinnen Einsatzzeit – durch die späte Heimkehr um 4.30 Uhr am frühen Donnerstagmorgen blieb jedoch nicht viel Zeit für erholsamen Schlaf. Beim 29:26-Auswärtssieg feierte die isländische Rückraumspielerin  Anna „Togga“ Atladottir nach überstandener Schulterverletzung ihr Debüt im HCL-Trikot und bot in der Abwehr eine solide Leistung.

Zwischen der Heimkehr vom Bundesliga-Spiel in Trier und der Abfahrt zur Champions League Partie in Skopje liegen keine 23 Stunden. Bereits am frühen Freitagmorgen um 2.30 Uhr trifft sich das Team, um per Bus die Reise nach Berlin anzutreten. Um 7.35 Uhr geht der Flieger vom Hauptstadtflughafen Berlin-Tegel nach Wien, von wo aus nach einem kurzen Aufenthalt die Reise in die mazedonische Hauptstadt Skopje weitergeht. Nach der 12-stündigen Anreise absolviert der deutsche Rekordmeister noch einmal eine lockere Trainingseinheit in der ARENA von Skopje.

Die Reisebelastung ist für den HC Leipzig eine schwere Hypothek, das weiß auch Chefcoach Norman Rentsch: „Die Aufgabe gegen Skopje ist schon schwer genug, aber die enorme Belastung durch die Reisestrapazen kommen noch erschwerend hinzu. Die Mädchen haben dann zwei Nächte keinen richtigen Schlaf gehabt, das ist schon ziemlich heftig. Aber leider ist das nun mal so und wir können es nicht ändern. Mannschaften wie Skopje, die keinen Ligabetrieb im eigenen Land haben, sind in der Champions League da extrem bevorteilt. Aber Bange machen gilt nicht, wir wollen deutlich couragierter auftreten als bei unserem letzten Auswärtsspiel in Podgorica und dann schauen wir, ob es für eine Überraschung reicht.“

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