EHF-Cup Final Four 2014: Iker Romeros strategische Führung sichert Füchse Berlin Bronze

18.05.2014 – SPORT4Final:

EHF-Cup Final Four 2014: Spiel um Platz 3

HCM Constanta (RUM) vs. Füchse Berlin (GER)  28:29 (14:13) vor ca. 7.000 Zuschauern

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet aus der Berliner Max-Schmeling-Halle.

Im Bronzemedaillenmatch beim EHF-Cup Final Four 2014 in Berlin erkämpften sich die Füchse Berlin gegen HCM Constanta mit großer Mühe in einem qualitativ nur mäßigen Spiel mit 29:28 Toren den dritten Platz beim „Heimturnier“. Der am Ende des Turniers als MVP (wertvollster Spieler) geehrte Iker Romero drehte dank herausragender strategischer Fähigkeiten sowie eigener Torgefährlichkeit mit 5 Toren in den letzten sechs Minuten fast im Alleingang das Match. Nur nebenbei bemerkt sei die schwache Schiedsrichterleistung.

Dagur Sigurdsson (Füchse-Trainer): „Das war Handball wie vor 20 Jahren … Wie ein Zirkus heute (meinte die Schiedsrichterleistung.“

SPORT4Final-Interviews mit Iker Romero und Bob Hanning folgen noch.

EHF-Cup Final Four: Spiel um Platz 3 - HCM Constanta (RUM) vs. Füchse Berlin (GER) 28:29 am 18. Mai 2014 - Foto: EHF Media
EHF-Cup Final Four: Spiel um Platz 3 – HCM Constanta (RUM) vs. Füchse Berlin (GER) 28:29 am 18. Mai 2014 – Foto: EHF Media

EHF-Cup-Interview mit Iker Romero „Mein Leben ist der Sport und Handball ist mein Leben.“

Spielfilm:

5:5 (10.); 12:10 (24.); 14:13 (HZ.) – 16:16 (38.); 21:17 (43.); 25:22 (54.); 25:25 (56.); 26:28 (58.); 27:28 (59.); 27:29 (60.); 28:29 (EST)

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Im Spiel der Enttäuschten der Halbfinals sah HCM Constanta 54 Minuten wie der mögliche Sieger aus. „Gefühlt“ bestimmten sie durch körperlich-betonte Aktionen ihres starken Rückraums das Spiel. Zudem hatte Constanta mit Torhüter Mihai Popescu (21 gehaltene Bälle von 49 Würfen = 42 % Weltklasse) den herausragenden Spieler in der Mannschaft. Am Ende reichte es nicht, weil die Füchse Berlin aus ihrer „Halbfinal-Lethargie“ durch Iker Romero noch herausgeführt wurden. 

EHF-Cup Final Four: Spiel um Platz 3 - Torhüter Mihai Popescu - HCM Constanta (RUM) vs. Füchse Berlin (GER) 28:29 am 18. Mai 2014 - Foto: EHF Media
EHF-Cup Final Four: Spiel um Platz 3 – Torhüter Mihai Popescu – HCM Constanta (RUM) vs. Füchse Berlin (GER) 28:29 am 18. Mai 2014 – Foto: EHF Media

Aber die Berliner Füchse hatten neben ihrem Kampfgeist noch zwei weitere Trümpfe in den Wurf- und Fanghänden: Sven-Sören Christophersen zeigte im Angriff eine gute Leistung mit einer Quote von 66 Prozent (6/9) und hielt die Berliner bei den andauernden Rückständen immer wieder mit seinen Rückraumtoren im Spiel. Und im Tor zeigte Petr Stochl mit 13 gehaltenen von 41 Bällen (41 %) in 43 Minuten eine gute Vorstellung. Die restlichen 17 Minuten zu Beginn der zweiten Halbzeit stand Silvio Heinevetter im Tor mit drei gehaltenen Bällen. Sein Final Four Turnier war dies nicht im Gegensatz zum DHB-Pokal in Hamburg. 

Nach 54 Minuten bei einer 25:22-Führung hätte Constanta den „Sack zu machen“ können, wenn sie nicht eine dumme Strafzeit bekommen hätten. In dieser Unterzahl schafften zweimal Romero und per Tempogegenstoß Markus Richwien den Ausgleich, um nach der rumänischen Auszeit durch Iker Romero sogar in Führung zu gehen. Bevor Romeros strategische Siegermentalität „ausbrach“, scheiterte er noch in der 51. Minute vom Siebenmeterpunkt. Insofern ist seine Leistungssteigerung gerade auch gegenüber dem schwächeren Halbfinale gegen Szeged nicht hoch genug einzuschätzen. Der zweite Berliner Spielmacher Bartlomiej Jaszka (0/2) blieb heute ein Schatten seiner selbst. Dafür sprang aber Iker Romero mit seiner strategischen Spielintelligenz und Torgefährlichkeit (8 Tore) in die Bresche. Auch auffällig: Füchse-Trainer Sigurdsson agierte in den letzten zehn Minuten mit einer 3:3-Abwehrformation. Die Füchse Berlin konnten sich trotz höherer Erwartungshaltung wenigstens noch den dritten Platz sichern. 

EHF-Cup Final Four: Spiel um Platz 3 - HCM Constanta (RUM) vs. Füchse Berlin (GER) 28:29 am 18. Mai 2014 - Foto: EHF Media
EHF-Cup Final Four: Spiel um Platz 3 – HCM Constanta (RUM) vs. Füchse Berlin (GER) 28:29 am 18. Mai 2014 – Foto: EHF Media

Stimmen aus der Pressekonferenz: 

Zvonko Sundovski (Constanta-Trainer):

„Auch wenn meine Spieler ein schweres Spiel gestern hatten, gaben sie alles. Sie kämpften heute sehr hart gegen die Füchse Berlin. Wir hatten sogar die Chance, dieses Spiel zu gewinnen. Wir haben gut gespielt für 45 Minuten, und am Ende gab es einige Schiedsrichterentscheidungen, die fanden wir nicht wirklich gut.“ 

Laurentiu Toma (Constanta):

„Einerseits bin ich glücklich, weil wir heute viel besser spielten als gestern. Auf der anderen Seite, bin ich nicht glücklich, weil wir nicht gewonnen haben. Wir kontrollierten das Spiel für 45 Minuten und schließlich gewannen die Füchse.“ 

Dagur Sigurdsson (Füchse-Trainer):

„Ich bin sehr glücklich. Ich denke, dass wir es verdienten, dieses Spiel zu gewinnen. Unsere Leistung war wirklich toll und wir haben gezeigt, dass wir gewinnen wollten. Ich bin zu aufgeregt, weil es 50 Minuten dauerte, um in Front zu gehen. Ich denke, das war Handball, wie er vor 20 Jahren gespielt wurde und dieses Turnier verdient besseren Handball. Ich wusste nicht, wie die Schiedsrichter agierten. Es war wie ein Zirkus heute.“ 

Sven Sören Christophersen (Berlin):

„Zu verlieren gegen Szeged in unserem Fuchsbau war sehr enttäuschend. Aber das Team hat heute gut über das ganze Spiel gekämpft. Einige Spieler konnten heute nicht spielen, so dass jeder für jeden kämpfen musste. Ich denke, die Zuschauer sahen ein gutes Spiel und dass sie jetzt sehr glücklich sind.“    

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