EHF-Cup: Füchse Berlin-Trainer Dagur Sigurdsson „Wir haben in Hamburg überrascht und wir wurden hier überrascht.“

19.05.2014 – SPORT4Final:

EHF-Cup Final Four 2014 Berlin: 

Das „Erfolgsmodell“ Füchse Berlin im deutschen Männer-Handball schrieb in dieser Saison Vereinsgeschichte. Erstmals wurde mit dem DHB-Pokal beim Final Four in Hamburg ein Vereinstitel erkämpft. Blickt man zurück muss unbedingt auch die erste Teilnahme am Champions League Final Four 2012 in Köln erwähnt werden, bei dem die Berliner Füchse den vierten Platz belegen konnten. Und nun gelang in heimischer Umgebung beim zweiten Final Four, diesmal im EHF-Cup, mit dem dritten Platz in der Endabrechnung eine aus Füchse-Sicht nicht zufriedenstellende Platzierung. Enttäuschung hin oder her – das diesjährige Füchse-Jahr bleibt das erfolgreichste in der Vereins-Historie.

EHF-Cup Final Four: Halbfinale Füchse Berlin vs. Pick Szeged 22:24 am 17. Mai 2014 - Foto: EHF Media
EHF-Cup Final Four: Halbfinale Füchse Berlin vs. Pick Szeged 22:24 am 17. Mai 2014 – Foto: EHF Media

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Trainer Dagur Sigurdsson zog in der „Pressekonferenz nach der Pressekonferenz“ vor den deutschen Journalisten eine kritische Bilanz des EHF-Cup-Wochenendes:

„Ich habe Respekt vor unserem Gegner (Constanta – d. R.). Ich habe schon in der Gruppenphase gesagt, die spielen auch guten Handball. Und da stehe ich auch zu. Aber die Enttäuschung ist eigentlich, dass die EHF das so sehen möchte. Wenn die diesen Handball sehen möchten, dann ist das eine Enttäuschung, weil ich glaube, man hat schöneren Handball bei diesem Turnier verdient.“

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„Wir haben fast einen Nasenbruch gehabt, und da war eine Faust dabei. Das gehört einfach nicht zum Spiel dazu. Und wenn ein Rückraumspieler mit dem Knie springt, das haben wir in der Gruppenphase auch zwei, dreimal gehabt, das kann man so nicht akzeptieren. Tut mir leid, bei allem Respekt.“

„Paul Drux wurde geschont. Ich habe schon gewusst, dass es ein hartes Spiel werden wird. Und er hat jetzt zwei Spiele hintereinander gemacht bis zum Halbfinale gemacht.“

„Mit den Leuten, die wir heute nach der Enttäuschung von gestern hatten, dann ist das eine super Leistung von der ganzen Mannschaft. Da will ich keinen rausnehmen. Es war eine super Leistung.“

„Es war gestern (gegen Szeged – d. R.) alles sehr verkrampft. Wir waren sofort zwei, drei, vier Tore hinten und dann spielst du immer unter Druck. Dann ist jeder Angriff so wichtig. Wir haben nicht so richtig unsere Geschichte zeigen können. Heute war es teilweise kein Handballspiel. Man hat einfach gewartet auf den nächsten Pfiff. Aber insgesamt ist die Woche für uns enttäuschend. Aber das gehört einfach dazu, dass man nicht die Siege bestellen kann. Wir haben in Hamburg überrascht und wir wurden hier überrascht. Wir waren gestern einfach nicht gut genug. Das wissen wir alle. Wir haben zu viele Fehler gemacht und da muss man einfach damit leben. Aber ich glaube, so wie nach dem Hamburg-Sieg haben wir Charakter gezeigt. Das haben wir heute deutlich gezeigt.“

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