Handball-Fans blicken euphorisch nach Leipzig, Wien und Rostock am Wochenende

11.10.2013 – SPORT4Final:

Nicht nur der Fußball „lebt“ sich in den Medien aus – auch im Handball wird am kommenden Wochenende sehr viel bei zu erwartenden großartigen sportlichen Leistungen in den Medien veröffentlicht …

SPORT4Final „sammelte“ noch Stimmen der Beteiligten vor den wichtigen Spielen im Handball-Europapokal in Leipzig und Wien sowie in der 2. Bundesliga der Männer in Rostock zwischen zwei ehemaligen Europapokalsiegern ein.

 

Blickrichtung Leipzig: Champions League

Dort stehen sich mit dem HC Leipzig und RK Krim Ljubljana auch zwei frühere Champions-League-Sieger gegenüber.

Nationalspielerin Susann Müller trifft am Sonntag auf ihre ehemaligen Mitspielerinnen aus Ljubljana - Foto: Sebastian Brauner
Nationalspielerin Susann Müller trifft am Sonntag auf ihre ehemaligen Mitspielerinnen aus Ljubljana – Foto: Sebastian Brauner

Susann Müller (letzte Saison bei Krim):  „Sie sind körperlich verdammt stark und spielen einen schnellen Ball. Wir müssen zu 120% bereit sein, den Kampf anzunehmen und mit unseren Fans im Rücken haben wir auch eine Chance, davon sind wir überzeugt. Wir bereiten uns sehr intensiv auf den Sonntag vor und dann schauen wir, ob wir stark genug sind, um so ein Spitzenteam zu schlagen. Wir sind alle heiß auf das Spiel gegen Krim und wir haben uns viel Selbstvertrauen in Metz geholt. Klar ist Krim Favorit, aber wir sind sicher nicht ohne Chance. Wenn wir unsere Leistung aufs Parkett bringen, dann können wir auch Krim schlagen. Sie haben sehr viele Weltklassespielerinnen wie zum Beispiel Penezic, Grubisic oder Torstenson, aber wir müssen uns auch nicht verstecken.“

SPORT4Final sprach auch mit dem Cheftrainer von RK Krim, Tone Tiselj, über das Topspiel am Sonntag in der Arena Leipzig.

Mit Oldenburgs Trainer Leszek Krowicki führte SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp nach dem verloren gegangenen Spiel beim HC Leipzig (28:24) folgendes Interview:

Wie schätzen Sie die Chancen des HC Leipzig in der Champions League für das Erreichen der Hauptrunde ein?

„Also ich habe in der Vorbereitung auf unser Spiel das Spiel von Leipzig gegen Metz gesehen. Ich kenne die Leipziger Mannschaft und ich kann sagen, dass die eine interessante Truppe haben, die absolut geeignet ist, international etwas zu erreichen. Letztendlich auch diese Halle und das Publikum, das sind alles Vorteile, die diese Mannschaft hat. Insofern glaube ich einfach, ein Sieg in Metz kann nicht jede Mannschaft erreichen und das ist schon eine sehr gute Ausgangslage. Ich bin gespannt, wie sich diese Mannschaft jetzt gegen Ljubljana präsentiert. Aber die Möglichkeiten sind da und ich wünsche mir einfach, dass Leipzig das wirklich erreicht (Hauptrunde – d.A.), weil das letztendlich positiv auf den Handball wirkt, wie ihn Deutschland vertritt.“

Zumal ja auch die Weltmeisterschaft vor der Tür steht und wir brauchen ja starke Mannschaften, in denen die Nationalspielerinnen sehr gefordert werden und sich weiter entwickeln können?

„Auch das und als ausländischer Trainer, der schon sehr lange in Deutschland arbeitet, versuche ich überall zu erzählen, dass wir vielleicht sogar die stärkste Liga der Welt haben und die internationalen Erfolge, die die Vereine erreichen, bestätigt einfach meine Theorie. Deswegen hoffe ich, dass Leipzig, Erfurt und alle anderen Mannschaften, die international vertreten sind, einfach so weit gehen, wie das möglich ist, weil ich dadurch einfach genug Beweise für mein Theorie bekomme, die ich seit Jahren versuche zu vertreten.“

Blickrichtung Wien: Champions League

In der Wiener Südstadt kommt es zum wiederholten Duell zwischen Hypo Niederösterreich und dem deutschen Meister Thüringer HC. Hypo steht nach der 22:41-„Klatsche“ in Győr mächtig unter Zugzwang.

Halbfinale im Europacup der Pokalsieger: Thüringer HC vs. HYPO Niederöstereich (vl) Kerstin Wohlbold (THC), Fachinello Cavaleiro (HYPO) und Karol de Souza (HYPO) -  Foto: Mario Gentzel
Halbfinale im Europacup der Pokalsieger: Thüringer HC vs. HYPO Niederöstereich – (vl) Kerstin Wohlbold (THC), Fachinello Cavaleiro (HYPO) und Karol de Souza (HYPO) – Foto: Mario Gentzel

Trainer Herbert Müller will mit seiner Mannschaft die Chance nutzen, die Tür in Richtung Hauptrunde weiter aufzustoßen. „Während der Druck jetzt auf Hypo lastet, ist es für uns eine Chance. Hypo Österreich muss, wir wollen.“

„Zwei Mannschaften treffen aufeinander, die sich um den zweiten Platz schlagen wollen.“, so Anja Althaus. Die Spiele aus dem letzten Jahr sind vergessen, für sie zählen nur die positiven Erfahrungen, die man mitnehmen konnte.

Aber auch der Cheftrainer von Hypo Niederösterreich, Morten Soubak, zeigte sich im Exklusiv-Interview mit SPORT4Final kampfbereit.

Blickrichtung Rostock: 2. Bundesliga Männer

Im ewig „jungen“ Duell zweier ehemaliger Europapokalsieger treffen der HC Empor Rostock (Dritter mit 10:2 Punkten) und der SC DHfK Leipzig (Achter mit 8:4 Punkten) aufeinander. SPORT4Final berichte live vom letzten 32:32-Unentschieden am 1. Juni in Rostock.

Lukas Binder - Foto: Rainer Justen
Lukas Binder – Foto: Rainer Justen

Empor-Trainer Dr. Rastislav Trtik: „Nur mit der Unterstützung eines prall gefüllten Hauses können wir den ersten Sieg gegen diesen Kontrahenten einfahren. Dafür zählt jeder Zuschauer. Ich kann nur zurufen: Kommt und feuert uns von der ersten bis zur 60. Minute an und lasst uns gemeinsam ein Handball-Spektakel erleben.“ (Quelle: www.hcempor.de)

DHfK-Trainer Christian Prokop: „Ich kann mich aus meiner Zeit in Schwerin an Derbys in Rostock erinnern. Das waren besondere Duelle für Fans und die Vereine. Die Resonanz war immer riesig … Rostocks Erfolg ist eng verbunden mit Rastislav Trtik. In der Rückrunde der letzten Saison hat die positive Entwicklung bereits begonnen und setzt sich jetzt fort. Er lässt ein unangenehmes System spielen mit ständig wechselnden Abwehrvarianten. Daraus ergeben sich Konter und viele leichte Tore für seine Mannschaft. Die große Stärke ist aber der Teamgeist. Es gibt keinen Star, jeder bringt seine Qualitäten ein.“

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