HC Leipzig in der Champions-League-Pflicht

06.09.2013 – SPORT4Final:

Blick zurück:

Am 19. März 2011 in der heimischen Arena bestritt der deutsche Rekordmeister im Frauen-Handball, HC Leipzig, sein letztes Champions-League-Spiel. Lange, lange ist es her und eine 23:26-Niederlage gegen Dinamo Volgograd stand zu Buche. Immerhin erreichte aber der Frauen-Champion als bislang letzte deutsche Mannschaft die Hauptrunde der Champions League und gehörte zu den besten acht Mannschaften Europas!

Karolina Kudlacz -  Foto: Sebastian Brauner
Karolina Kudlacz –
Foto: Sebastian Brauner

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„Tatort“ Trondheim:

An diesem Wochenende hat der HC Leipzig beim Qualifikationsturnier im norwegischen Trondheim die nächste Chance bei einem Turniersieg, die diesjährige Gruppenphase der „Königsklasse“ zu erreichen. Am Samstag steht im Halbfinale der weißrussische Meister aus Minsk den Deutschen gegenüber. Nach der gelungenen „Generalprobe“ am Donnerstag im Bundesligaspiel gegen Leverkusen (28:22) scheint das Erreichen des Finales realistisch zu sein. Auch Trondheims Cheftrainer Mogensen sieht gegenüber „EHFCL.com“ Leipzig in einer Favoritenrolle für das Turnier: „Ich sehe Leipzig als Favoriten in unserer Gruppe, da sie sich durch Susann Müller und Karolina Szwed verstärkt haben. Wir sowie Tertnes haben erfahrene Spieler verloren und ich erwarte ein enges Spiel zwischen uns. Aber ich denke, wir haben eine gute Chance, Tertnes zu schlagen, und wenn wir das Finale erreichen, haben auch wir eine Chance, einen gewissen Druck auf Leipzig auszuüben.“ „Nebenbei“ bemerkt: Die beiden letzten Vergleiche gewann Leipzig gegen Trondheim. Ein gutes Omen …?

Am Sonntag um 18 Uhr könnten nach Expertenmeinungen Byasen Trondheim (im 2. norwegischen Halbfinale gegen Bergen Tertnes) sowie der HC Leipzig das Ticket für die Teilnahme an der Champions League unter sich klarmachen. „Lohn“ des Turniersieges wären die Teams der Vorrundengruppe C mit dem letztjährigen Halbfinalisten RK Krim Mercator (Slowenien), Metz Handball (Frankreich) und IK Sävehof (Schweden).  

Ein historischer Fingerzeig: Im letzten Champions-League-Spiel vor zweieinhalb Jahren war Leipzigs neue Kapitänin Karolina Kudlacz mit 9 Treffern erfolgreichste Torschützin. Gleiches gelang ihr kürzlich bei dem besten europäischen Vorbereitungsturnier, der Handball Fiesta, in Györ. Warum nicht auch in Trondheim, Karolina? Dem deutschen Frauenhandball ständen mit dem Meister Thüringer HC und hoffentlich dem HC Leipzig zwei Teams in der höchsten Klasse gut zu Gesicht. Platz 7 in der Nationenwertung kann und sollte für die nächsten Jahre, damit zwei Mannschaften in der „Königsklasse“ möglich sind, abgesichert werden. Auch diesbezüglich ist der HC Leipzig in der Champions-League-Pflicht … 

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