Wertvoller Auswärtssieg für den HC Leipzig in der Champions League

05.10.2013 – SPORT4Final:

Champions League: Vorrunde – Gruppe C

Metz Handball vs. HC Leipzig 22:23 (11:13)

Nach zweieinhalb Jahren Abstinenz feiert der deutsche Handball-Rekordmeister, HC Leipzig, mit einem am Ende schwer erkämpften 22:23-Auswärtssieg bei Metz Handball einen gelungenen Einstand in der „Königsklasse“ des europäischen Handballs. Leipzig „kümmerte“ sich im Champions-League-Spiel der Vorrundengruppe C um fast alles: Eine gute Abwehrleistung als Schlüssel zum Erfolg, nach spielerischer Überlegenheit über 40 Spielminuten beim 12:20 für die Dramatik der Schlussminuten und Sekunden.

Torjägerin Susann Müller zeigte in Metz einmal mehr eine starke Leistung - Foto: Sebastian Brauner
Torjägerin Susann Müller zeigte in Metz eine starke Leistung – Foto: Sebastian Brauner

Nach der über weite Strecken souverän geführten Partie wäre ein Punktverlust gegen den französischen Vertreter (insgesamt 22 technische Fehler) fatal und überaus überflüssig gewesen. Aber Ende gut – alles gut! Am 13. Oktober steigt in der Arena Leipzig das erste „kleine“ Finale um den Gruppensieg gegen den letztjährigen Halbfinalisten der Champions League Krim Ljubljana, der nach dem heutigen 36:28-Sieg über Sävehof (Schweden) verlustpunktfrei nach Leipzig kommt.

Das Spiel in der Analyse von SPORT4Final:    [private]

Der HC Leipzig ging in Metz mit Selbstvertrauen und entsprechender Körpersprache ins Spiel. Auch mit hoher Spielqualität in Abwehr und Angriff. Über die Stationen 1:4 (6.) und 4:8 (17.) übte die flexible und schnell agierende, auch zupackende 6:0-Abwehr (Innenblock!) spielerische Dominanz aus. In kluger Angriffsregie von Kapitänin Karolina Kudlacz lief der Ball gut – Tore über die Kreismitte und den Rückraum waren die Folge. Auch Torhüterin Plöger mit insgesamt 15 Paraden incl. eines gehaltenen Siebenmeters war ein starker Rückhalt. Fünfzig Sekunden vor Spielschluss sicherte ihre letzte große Tat den Leipziger Sieg.      

Metz kam über den kämpferischen Einsatz und eine versetzte 5:1-Abwehr gegen Susann Müller in der Schlussphase der ersten Halbzeit besser ins Spiel. Gerade auch in Überzahlsituationen, Anne Müller wurde zweimal herausgestellt und spielte nach der Pause nur im Angriff, deutete Metz Gefährlichkeit an. Kudlacz vergab bei 8:11 (25.) einen Siebenmeter, Plöger hält bei 11:13 und Unterzahl „ihren“ Strafwurf. Pause.

In der zweiten Halbzeit erzielte Metz schnell den 12:13-Aschlusstreffer. Leipzigs stärkste Phase – 10 Minuten mit einem 7:0-Lauf – brach an. Cheftrainer Ørneborg stellte personell die Weichen auf Sieg: Hubinger auf Rechtsaußen, Visser im Innenblock mit Swed-Ørneborg und Susann Müller mit tollen Toren, einem Hüftwurf zum 12:16 (35.) und Kudlacz auf der Königsposition im linken Rückraum. Mit vier etatmäßigen, großen Rückraumspielerinnen wurde das eigene Tor vernagelt und vorn der Vorsprung auf 8 Tore bis zur 40. Minute ausgebaut. Die Vorentscheidung!?

Mitnichten. Metz stellte wieder auf die 5:1-Abwehr gegen Müller um, die Torhüterin steigerte sich mit 8 Paraden im zweiten Durchgang, der HC Leipzig erhöhte den Saldo seines technischen Fehlerkontos auf 15, die Begegnung wurde immer dramatischer und glitt den Leipzigern (nur 3 Tore in zwanzig Minuten!) fast aus den Händen. Bis Plöger in der letzten Minute einen freien Ball der Gastgeber hielt und dieser, symptomatisch für das eigene Spiel, mit einem Abspielfehler 10 Sekunden vor Schluss die Aufholjagd zum Remis selbst beendete. Der HC Leipzig hatte am Ende das „Glück des Tüchtigen“ in einer lange gut dominierten Partie. Ein Punktverlust wäre völlig überflüssig gewesen. Insofern könnten die zwei Punkte im Hinblick auf die folgenden zwei Heimspiele gegen Ljubljana und Sävehof (19. Oktober) auf dem Weg Richtung Hauptrunde der Champions League äußerst wertvoll sein. 

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