Handball-WM 2013 Serbien: Deutschland mit Kantersieg

07.12.2013 – SPORT4Final:

Handball-WM 2013 Serbien:

Gruppe D: Deutschland vs. Australien 36:15 (17:7) in Novi Sad

Die deutsche Nationalmannschaft der Frauen hat bei der Handball-WM 2013 in Serbien ihr Auftaktspiel gegen den krassen Außenseiter Australien mit 36:15 gewonnen. Bei diesem leichtesten Spiel des WM-Endrundenturniers konnte Bundestrainer Jensen allen Spielerinnen Einsatzzeiten geben. Dabei begann das deutsche Team mit der wahrscheinlich „ersten Sieben“: Woltering im Tor, Nadgornaja, Naidzinavicius (auf der Wohlbold-Position) und Müller im Rückraum sowie Augsburg, Althaus und Zapf am Kreis.

DHB-Frauen-Nationalmannschaft - Foto: DHB/Sascha Klahn
DHB-Frauen-Nationalmannschaft – Foto: DHB/Sascha Klahn

In der Anfangsviertelstunde tat sich die deutsche Mannschaft unerklärlicherweise schwer gegen die australischen Frauen. Bis zum 7:6 nach 16 Minuten blieb der Außenseiter auf Tuchfühlung. Die deutsche Abwehr offenbarte in der Anfangsphase einige Lücken. Augsburg bekam in dieser Phase bereits ihre zweite Strafzeit!  Weitere neun Minuten später sorgten die deutschen Frauen mit einem „Zwischenspurt“ zum 14:6 für klare Verhältnisse und gingen mit 17:7 in die Pause.

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte begann dann das „muntere Wechselspiel“ des Bundestrainers. Der „zweite Anzug“ mit Torhüterin Krause, Steinbach, Geschke, Kethorn, Loerper, Lang, Beier, Minevskaja und Hubinger bekam fast durchgängig in den zweiten 30 Minuten Jensens Vertrauen. Natürlich nicht nur um Kräfte zu sparen und zu verteilen sondern auch zum Kennenlernen der Hallengegebenheiten und des „WM-Ballgefühls“. Eine kleine deutsche „Schwächephase“ zwischen der 44. Minute (28:9) und der 52. Minute (29:12) dürfte Heine Jensen nicht gefallen haben. Am Ende aber gab es den erwarteten deutschen Kantersieg mit 36:15 gegen Australien.

Im deutschen Team waren Müller, Zapf und Kethorn mit jeweils 6 Treffern am erfolgreichsten. Mit 46 % hatten beide Torhüterinnen eine standesgemäße Erfolgsquote gehaltener Bälle. Deutschlands Wurfeffektivität lag nur bei 59 Prozent. Am Montag gegen die Tschechische Republik ist eine weitere Leistungssteigerung vonnöten. Bei einem Sieg stände die deutsche Mannschaft mit einem Bein im Achtelfinale der Handball-WM in Serbien.   

Einige Stimmen nach dem Spiel:

Maik Nowak, Co-Trainer:

„Ich bin mit diesem Sieg zufrieden. Wir haben auch Kraft für kommende Spiele gespart.“ 

Shenia Minevskaja:

„Wir sind nicht mit unserer Abwehr glücklich. Ich bin stolz auf meine erste Weltmeisterschaft.“

Jason Hoppner Australischer Trainer:

„Ich bin mit meiner Mannschaft sehr zufrieden.“

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