HC Leipzig: Norman Rentsch „Dritter Platz mit Saisonziel konform“

HC Leipzig: Vertragsverlängerung mit Cheftrainer Norman Rentsch (Co-Trainer Max Berthold re. im Bild) - Foto: Sebastian Brauner
HC Leipzig: Cheftrainer Norman Rentsch mit Co-Trainer Max Berthold (re.) – Foto: Sebastian Brauner

Nach dem Finale um die deutsche Meisterschaft in der Handball-Bundesliga der Frauen, welches der Thüringer HC gegen den HC Leipzig unerwartet hoch mit 31:20 Toren gewann, stellte sich HC Leipzig-Chefcoach Norman Rentsch in einem Interview den Fragen von SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp.

Ein ausführlicheres Saison-Auswertungs-Interview mit Norman Rentsch folgt erst nach Abschluss des DHB-Pokal-Final4-Turnier am kommenden Wochenende in Leipzig.

16.05.2016 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:HC Leipzig

Norman, zu welchen Erkenntnissen sind Sie nach zwei Nächten über die vor allem in der zweiten Hälfte entscheidende Final-Phase gekommen?

Norman Rentsch: „Kleine Momente gaben den Ausschlag: Die schnellen drei Tore kurz nach der Halbzeit zu einem schwerwiegenden Zeitpunkt brachten uns vom großen Ziel Meisterschaft ab. Im Kopf einiger unserer Spielerinnen war eine gewisse Resignation und Neutralität vorhanden. So waren wir nicht mehr in der Lage, mental Fahrt aufzunehmen. Die Chance, Meister zu werden war da, aber wir waren noch nicht so weit für die Meisterschaft. Insgesamt sind wir von der handballerischen Entwicklung auf gutem Weg. Aber wir müssen kurz- und mittelfristig mehr Coolness entwickeln. Wir benötigen auch noch mehr Typen, die mit viel Herz Handball spielen. Der Thüringer HC stellt mental für uns eine Sondersituation dar. Unser bestes Spiel haben wir auswärts in Bietigheim absolviert. Insgesamt kann ich sagen, dass wir an der Persönlichkeitsentwicklung und mentalen Einstellung auf ein Spiel noch mehr arbeiten müssen.“

Ein paar Worte bitte zur Saisonbilanz in der Meisterschaft?

Norman Rentsch: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben uns dieses Finale und den zweiten Platz bis dahin gegen die Mannschaften ab Platz fünf erarbeitet. Wir werden unseren Weg, mit jungen deutschen Spielerinnen zu arbeiten, weiter gehen. Angesichts unserer personellen Aufstellung der Mannschaft, wo uns der Thüringer HC und Bietigheim mit ihren vielen Nationalspielerinnen noch überlegen sind, bin ich mit dem dritten Platz zufrieden, welcher mit unserem Saisonziel konform geht. Über die weitere Entwicklung und den Reifeprozess der Spielerinnen werden wir vorankommen. Wir können damit leben und gratulieren dem Thüringer HC, dass er deutscher Meister geworden ist. In der nächsten Saison werden Buxtehude und Oldenburg wieder näher an die ersten vier Teams dieser Spielzeit heran kommen. Wir werden unseren sympathischen Weg nächste Saison fortführen.“

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