Handball EM 2016: Bob Hanning „Deutschland nicht besser aber auf Augenhöhe mit anderen Teams“

Handball EM 2016 Polen: An den spielfreien Tagen finden durch die einzelnen Verbände jeweils Medientermine statt.

Handball EM 2016: Bob Hanning „Deutschland nicht besser aber auf Augenhöhe mit anderen Teams“ - Foto: ZPRP / EHF
Handball EM 2016: Bob Hanning „Deutschland nicht besser aber auf Augenhöhe mit anderen Teams“ – Foto: ZPRP / EHF

Beim heutigen Medientermin des DHB, also nach Schweden und vor Slowenien, sprach SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp mit Dagur Sigurdsson, Bob Hanning, Oliver Roggisch, Christian Dissinger, Andreas Wolff, Carsten Lichtlein und Tobias Reichmann.

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19.01.2016 – SPORT4Final Live aus Wroclaw / Frank Zepp:

Handball EHF EURO 2016 der Männer im Januar 2016 aus Polen:

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet live von den Spielen der deutschen Handball-Nationalmannschaft aus Wroclaw und von den Finalspielen in Kraków.

Oliver Roggisch (Teammanager):

„Wir brauchen 110 Prozent, um Spiele zu gewinnen. Steffen Weinhold hat gestern die Jungs ein bisschen mitgenommen und es ihnen vorgelebt, wie man Spiele gewinnt. Andy Wolff hat ein überragendes Spiel gemacht. Mit so einem Torhüter kannst du eigentlich die Spiele nicht verlieren. Wir werden aber beide Torhüter noch brauchen. Auch Carsten Lichtlein wird uns noch helfen.“

Dagur Sigurdsson (Bundestrainer):

„Wir hoffen, dass der Sieg weitere positive Effekte hat. Das Spiel gegen Slowenien ist ein eigenes Projekt. Man muss nicht alles dramatisieren, was gegen Schweden passiert ist. Nicht nur bei uns sondern auch bei den anderen Mannschaften kommen solche Schwankungen zustande. Du hast einen Lauf und schaffst drei, vier Tore in Folge oder umgekehrt. Man will das als Trainer immer stabil haben, aber kann dies nicht so kontrollieren.“

Bob Hanning (DHB-Vizepräsident):

„Wir sind auf jeden Fall einen Schritt weiter und dass die Mannschaft in sich vertrauen kann. Das Trainerteam weiß auch, dass die Mannschaft in der Lage ist, in der Halbzeit Dinge zu verarbeiten. Also, dieses Plus und das Vertrauen ins sich selbst bringt uns einen Schritt weiter. Wir wissen, dass wir die jüngste Mannschaft haben und vor einer unglaublich schwierigen Aufgabe stehen. Wir können dreimal sehr gut spielen und trotzdem ausscheiden, habe ich vor dem Turnier gesagt. Wir sind nicht besser als die anderen Mannschaften, aber wir sind auf Augenhöhe. Es müssen viele Dinge miteinander funktionieren. Wir haben gegen Schweden eine sehr gute Schiedsrichter-Leistung von den Kroaten gesehen.“

Christian Dissinger:

„Gestern haben mich Viele schlecht gesehen. Ich finde aber, ich habe gut gespielt und meine Aufgaben erfüllt.“

Carsten Lichtlein:

„Es war auch auf der Bank trotzdem mental sehr anstrengend. Andy Wolff hat seine Mitspieler in der Abwehr gepusht, damit sie wieder stabiler in der Deckung stehen. Für sein erstes Turnier hält er sehr gut. Wer als Torhüter anfängt, ist eigentlich Nebensache. Hauptsache, einer von uns beiden hält gut. Der Sieg gegen Slowenien muss her.“

Andreas Wolff:

„Prozentual gesehen mag es vielleicht stimmen. Aber wenn man sieht, welche sehr guten Torhüter hier beim Turnier vertreten sind, mit Andersson, Sterbik, Omeyer, Landin, dann ist es einfach nicht wahr, dass ich schon einer der besten Torhüter hier bin. Ich habe jetzt zwei gute Spiele abliefern können, aber Andere liefern das seit Jahren ab. Jetzt gilt es zu zeigen, dass das keine Zufälle waren.“

Tobias Reichmann:

„Ich bin froh, dass dies mit den Siebenmetern so gut läuft. Für mich ist die Handball EM etwas ganz besonderes, weil ich in Polen (Kielce) unter Vertrag stehe. Auch die Unterstützung unserer deutschen Zuschauer war gestern Klasse. Ich hatte noch keinen Kontakt zu Talant Dujshebaev (Nationaltrainer Ungarn und bei Kielce – d.R.). Aber ich denke, wenn wir in der Hauptrunde gegeneinander spielen sollten, dann werden wir natürlich miteinander sprechen. Gegen Slowenien wäre es besser, wenn wir uns nicht wieder das Leben schwer machen würden und wir nicht Rückstände wie gegen Spanien und Schweden hinterher laufen müssen.“

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