Handball EM 2016 Gruppe C: Deutschland gegen Schweden mit Thriller-Befreiungsschlag

Handball EM 2016 Polen: Handball Deutschland und die DHB-Auswahl ist bei der Handball-Europameisterschaft wieder im „Geschäft“ um Punkte und gute Platzierungen in der Hauptrunde.

Handball EM 2016 Gruppe C: Deutschland gegen Schweden mit Thriller-Befreiungsschlag - Foto: ZPRP / EHF
Handball EM 2016 Gruppe C: Deutschland gegen Schweden mit Thriller-Befreiungsschlag – Foto: ZPRP / EHF

Der „Befreiungsschlag“ beim Thriller-Sieg über Schweden mit 27:26 Toren gelang. Somit reicht am letzten Vorrunden-Spieltag ein Remis gegen Slowenien, um mit zwei Punkten in die Hauptrunde der Handball EM einzuziehen.

Deutschland spielte eine emotionslose, spielerisch durchwachsene erste Hälfte in Abwehr und Angriff, um nach der Pause mit einem 10:2-Lauf innerhalb von 13 Minuten schon wie der sichere Sieger dazu stehen. Aber die DHB-Auswahl machte es unnötig spannend …

Klar ist auch: Ohne die „Matchplayer“ Andreas Wolff (13 Bälle – 42 Prozent), den sicheren Torschützen Tobias Reichmann (9 Tore – 75 Prozent) und Kapitän Steffen Weinhold hätte Deutschland nach der Pause das Match nicht drehen können.

Handball EM 2016 Gruppe C: Deutschland gegen Schweden mit Thriller-Befreiungsschlag - Foto: ZPRP / EHF
Handball EM 2016 Gruppe C: Deutschland gegen Schweden mit Thriller-Befreiungsschlag – Foto: ZPRP / EHF

Deutschland vs. Schweden  27:26  (13:17)

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18.01.2016 – SPORT4Final Live aus Wroclaw / Frank Zepp:

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SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet live von den Spielen der deutschen Handball-Nationalmannschaft aus Wroclaw und von den Finalspielen in Kraków.

Zu stark war Schweden in der ersten Halbzeit. Der deutsche Rückraum wurde fast neutralisiert und über Tempogegenstöße Nadelstiche ins deutsche Abwehr-Herz gesetzt. Schwedens Torhüter Mattias Andersson war noch vor der Pause der Turm in der Schlacht und Johan Jakobsson wurde nie richtig in den Griff bekommen. Schweden dominierte klar die erste Hälfte, zumal sich Deutschland zu viele technische Fehler incl. eines Wechselfehlers (20.) leistete.

Wie ausgewechselt dann die DHB-Auswahl nach der Pause. Bei 18:18 (36.) schloss man zu Schweden auf und legte wie die Feuerwehr den Schalter im Match um. Auch eine offensive 4:2 bzw. 3:3-Abwehr half für die Wende im Spiel. Aber der Thriller sollte erst bei 27:25 (55.) und rote Karte für Christian Dissinger nach Foul an Jakobsson (56.) beginnen. Andreas Wolff hielt in Unterzahl einen freien Ball (58.) und Finn Lemke rannte ganz allein einen Gegenstoß und warf 75 Sekunden vor Schluss übers Tor. Das hätte die Entscheidung zum 28:26 sein können. Schweden bekam noch einen letzten Wurf durch Lukas Nilsson, der aber auch übers Tor ging. Deutschland gewann glücklich den Thriller und ist wieder in der Erfolgsspur.

Handball EM 2016 Gruppe C: Deutschland gegen Schweden mit Thriller-Befreiungsschlag - Foto: ZPRP / EHF
Handball EM 2016 Gruppe C: Deutschland gegen Schweden mit Thriller-Befreiungsschlag – Foto: ZPRP / EHF

Stimmen zum Spiel:

Dagur Sigurdsson (Deutschland): „Beide Seiten konnten diese enge Begegnung gewinnen. Wir hatten Probleme in der Abwehr in der ersten Hälfte, die wir brauchten, um unsere Art des Angriffs anzupassen. Es war wirklich schwierig gegen diese fantastische schwedische Verteidigung mit Torhüter. Wir haben zu viele Fehler gemacht, aber es geschafft, das Spiel in der zweiten Hälfte zu drehen. Torwart Andreas Wolff war ein wichtiger Faktor. Aber immer noch, es war ganz eng und wir hatten das Glück auf unserer Seite.“ Tobias Reichmann (Deutschland): „Es war ein schwieriger und harter Kampf. Wir spielten besser als gegen Spanien, und am Ende hatten wir mehr Glück als das schwedische Team.“ Ola Lindgren (Schweden): „Wir haben gut begonnen, wie gegen Slowenien. Aber wenn wir fünf Fehlwürfe nach der Pause haben und wir zu viele einfache Fehler machen, dann hat man Probleme, Lösungen gegen die deutsche Verteidigung zu finden. Aber wir kämpften uns zurück ins Spiel, ein Punkt war möglich, aber wir haben ihn aus der Hand gegeben.“ Jonas Källman (Schweden): „Deutschland war besser als wir. Wir hatten große Probleme zu Beginn der zweiten Hälfte, als wir kein Tor erzielten. Jetzt müssen wir noch Spanien in unserem letzten Spiel schlagen, um in die Hauptrunde zu gehen.“

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