Handball EM 2016: Rune Dahmke „Man spürt unsere Lust auf das Turnier“

Handball EM 2016 Polen: Deutschland (4 Punkte) trifft im zweiten Hauptrunden-Match bei der Handball-Europameisterschaft auf Russland (3 Punkte).

Handball EM 2016: Rune Dahmke „Man spürt unsere Lust auf das Turnier“ - Foto: ZPRP / EHF
Handball EM 2016: Rune Dahmke „Man spürt unsere Lust auf das Turnier“ – Bild aus Deutschland vs. Schweden – Foto: ZPRP / EHF

Vor diesem richtungsweisenden Spiel sprach SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp beim DHB-Medientag mit Dagur Sigurdsson, Tobias Reichmann, Rune Dahmke, Christian Dissinger, Oliver Roggisch, Fabian Wiede und Steffen Fäth.

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp in Wroclaw

23.01.2016 – SPORT4Final Live aus Wroclaw / Frank Zepp:

Handball EHF EURO 2016 der Männer aus Polen:

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet live von den Spielen der deutschen Handball-Nationalmannschaft aus Wroclaw und von den Finalspielen in Kraków.

 

Dagur Sigurdsson: „Man kann im Ungarn-Spiel viele Phasen als die wichtigste sehen. Insgesamt war es ein gutes Spiel. Auch die Torhüterleistung war gut. Im Angriff haben wir viele Varianten gespielt. Mit beiden Linkshändern Wiede und Weinhold war das eine erfolgreiche Variante davon. Fabian hat ein gutes Spiel gemacht. Wir haben gewusst, dass er ein gutes Spiel machen könnte, weil die Abwehr Ungarns groß und unbeweglich ist und er sehr schnell ist. Deswegen haben wir auch darauf gesetzt. Jetzt ist es wichtig, nur noch auf den einzelnen Gegner sich einzustellen und wie man die kurz überraschen kann.“

Tobias Reichmann: „Ich hatte leider nach dem Spiel keinen Kontakt zu Talant Dujshebaev. Er ist so ein Typ und versucht die Spieler sehr zu schützen. Er lenkt vieles auf sich. Russland hat in der Abwehr gefühlte ‚Drei-Meter-Männer‘. Wir können im Angriff noch einen Tick mehr Risiko eingehen und im Tempogegenstoß noch mehr leichte Tore machen. Wir müssen unsere Leistungen weiter konstant gut zeigen und dann ist mir nicht bange für die Zukunft.“

Rune Dahmke: „Man spürt eigentlich bei unseren Jungs diese Lust auf das Turnier. Wir wollen uns alle beweisen und jeder kämpft für den anderen. Viel besser als bisher wird es kaum gehen. Eine eigene Leistung ist bis jetzt o.k., noch nicht besonders gut aber noch mit Luft nach oben. Ich habe ein bisschen viel im Abschluss verworfen. Meine Quote liegt ein wenig unter 70 Prozent. Es ist noch gut, aber ich könnte es noch besser.“

Christian Dissinger: „Russland ist noch ein Stückchen stärker als Ungarn. Russland ist ein guter Gradmesser für das Match gegen Dänemark. Wenn wir beide Spiele gewinnen, sind wir im Halbfinale. Wir haben das Potential, noch besser zu spielen und das sollten wir abrufen. Es ist schwierig, wenn man von anderen Dingen (Schiedsrichter – d. R.) ausgebremst wird und nicht das zeigen kann, was man will.“

„Fazit erst, wenn das Turnier zu Ende ist. Dänemark ist gegen uns haushoher Favorit.“

Oliver Roggisch: „Wir haben im Angriff sehr gute Auslösehandlungen und es sieht auch gut aus. Wir sind sehr variabel im Angriff. Wo wir uns verbessern können, ist die Trefferquote aus dem Rückraum. Es ist auch wichtig, dass sich Christian Dissinger wieder fängt. Denn ihn werden wir noch brauchen. Die Vereinstrainer und Dagur haben die Jungs athletisch optimal vorbereitet. Das Ergebnis sieht man jetzt. Tobi Reichmann ist ein Sprungtalent. Das ist wahrscheinlich auch nicht mehr normal, wie hoch er springt. Ein Fazit sollte man erst stellen, wenn das Turnier zu Ende ist. Dänemark ist gegen uns bspw. haushoher Favorit.“

Fabian Wiede: „Ich habe mich von Spiel zu Spiel gesteigert. Wir haben gute Lösungen gefunden und den Ball laufen lassen. Damit natürlich gute Torchancen heraus gearbeitet. Nachmittags haben wir vier Stunden Freizeit, um beim Spazierengehen den Kopf frei zu bekommen. Beim Dartspiel bin ich nicht so dabei sondern mit anderen Kollegen beim Brett spielen. Es haben sich schon kleine Spielgruppen heraus gebildet. Ich bin so nicht der Buchleser wie andere Spieler. Im Februar fange ich eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Sparkasse an. Auf der Mitte zu spielen, ist für mich möglich und keine unbekannte Situation. ‚Heine‘ will jetzt noch härter an sich arbeiten und Vollgas geben, um nächstes Jahr wieder dabei zu sein.“

Steffen Fäth: „Wir sind froh, wie wir hier auftreten und spielen. Wir sind weiterhin selbstbewusst und glauben an unsere Chancen. Es macht einfach Spaß, hier Handball mit der Truppe zu spielen. Ich habe das Gefühl, wir spielen im Angriff von Spiel zu Spiel besser zusammen. Mir ist es egal, ob ich auf der Mitte oder auf Halb spiele. Es gibt kaum einen Unterschied, nur man sagt jetzt die Spielzüge an. Genauso gut kann man auch von den Halbpositionen seine Nebenleute einsetzen.“

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