Handball EM 2016: Dänemark bezwingt Spanien. Niklas Landin „Ein Wahnsinnsspiel“

Handball EM 2016 Polen: Im Topspiel der Hauptrunden-Gruppe 2 lieferten sich Spanien und Dänemark einen hochklassigen Schlagabtausch beim 27:23 (11:14)-Erfolg der dänischen Nationalmannschaft.

Handball EM 2016: Dänemark bezwingt Spanien. Niklas Landin „Ein Wahnsinnsspiel“ - Foto: ZPRP / EHF
Handball EM 2016: Dänemark bezwingt Spanien. Niklas Landin „Ein Wahnsinnsspiel“ – Foto: ZPRP / EHF

Niklas Landin sprach nach dem Match von einem „Wahnsinnsspiel“ beider Teams. Denn er (17 Paraden – 43 Prozent) und „Matchplayer“ Arpad Sterbik (21 Paraden – 45 Prozent) ragten aus beiden Teams noch heraus.

Die Match-Dramatik war auch kaum zu überbieten: Spanien hatte Matchzugriff bis zum 18:16 (42.). Dann „überrollte“ Danish Dynamite den Weltmeister von 2013 mit einem 7:0-Lauf vorentscheidend zum 18:23 (53.). „Michael Damgaard haute die Dinger in dieser Phase einfach rein“, sagte Niklas Landin über seinen Shooter.

Der Traum vom Halbfinale für Handball Deutschland kann Wirklichkeit werden, wenn bei Punktgleichheit (8 Zähler) von Dänemark, Spanien und Deutschland eine „Kleinigkeit“ Voraussetzung ist: Die DHB-Auswahl muss Dänemark mit drei Toren bezwingen. Sollte dies nicht gelingen, reicht Deutschland auch ein Erfolg mit zwei Toren Differenz, wenn dabei das DHB-Team mindestens 27 Tore erzielt – also ein 27:25 wäre der „Break even“. Schweden könnte Deutschland am Dienstag im Match gegen Dänemark noch Remis-Schützenhilfe leisten, dann würde der deutschen Nationalmannschaft ein normaler Sieg über Dänemark reichen. Über die Schwere dieser Aufgabe wird noch zu schreiben sein …

Handball EM 2016: Dänemark bezwingt Spanien. Niklas Landin „Ein Wahnsinnsspiel“ - Foto: ZPRP / EHF
Handball EM 2016: Dänemark bezwingt Spanien. Niklas Landin „Ein Wahnsinnsspiel“ – Foto: ZPRP / EHF

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp in Wroclaw

24.01.2016 – SPORT4Final Live aus Wroclaw / Frank Zepp / EHF EURO Media:

Handball EHF EURO 2016 der Männer aus Polen:

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet live von den Spielen der deutschen Handball-Nationalmannschaft aus Wroclaw und von den Finalspielen in Kraków.

Dänemarks isländischer Trainer Gudmundur Gudmundsson zeigte sich euphorisch: „Wir haben gegen eine fantastische Mannschaft gewonnen. In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme in der Verteidigung und wir konnten nicht wegen einer fantastischen Leistung von Arpad Šterbik treffen. Aber in der Kabine sagte ich, dass wir uns verbessern können – und wir taten es. Die zweite Hälfte war eine der besten, die ich je mit diesem Team erlebte, so dass ich große Anerkennung für alle Spieler ausdrücken möchte. Sie kämpften sehr gut. Ich bin jetzt sehr glücklich.“ Auch Henrik Toft Hansen (Dänemark) war begeistert: „Wir sind zufrieden und wir haben ein großes Spiel in der zweiten Hälfte gezeigt. Heute zeigten beide großen Torhüter eine große Show. Wir haben die richtigen Lösungen nach der Pause gefunden und die Tore geworfen. Wir sind noch nicht im Halbfinale, aber wir haben eine gute Chance, es zu schaffen.“ Spaniens Coach Manuel Cadenas entgegnete: „Am Ende war es ein klares Ergebnis und verdient für die Dänen. Die Torhüter Sterbik und Landin waren hervorragend. Diese sieben Tore in Folge, die sie in der zweiten Hälfte erzielten, waren der Schlüssel zum Erfolg für Dänemark. Trotz der Niederlage sind wir immer noch im Wettbewerb.“ Abwehrchef Viran Morros (Spanien) meinte nach dem Spiel: „In der zweiten Hälfte waren die Dänen viel besser als wir und erzielten einige wichtige einfache Tore. Unsere Verteidigung war stark vor der Pause, aber danach Landin und alle Dänen verbessert in der zweiten Halbzeit.“

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