Handball EM 2020 Frauen: Frankreich Remis gegen Russland

Handball EM 2020 Frauen - Team Russland Russia - Copyright: Press-Service of HFR
Handball EM 2020 Frauen – Team Russland Russia – Copyright: Press-Service of HFR

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO Dänemark, Hauptrunde, 2. Spieltag, Gruppe I, Herning:

Mit einem leistungsgerechten 28:28 (16:19) Remis trennten sich die Top-Favoriten und Finalisten von 2018 Frankreich und Russland in Herning. Damit besitzen beide Nationen nun 7:1 Punkte und haben eine sehr gute Ausgangsposition für den Einzug ins Halbfinale der Handball Europameisterschaft.

Woman of the Match: Antonia Skorobogatchenko (Russland)

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Handball EM 2020 Frauen - Frankreich vs. Dänemark - Copyright: FFHANDBALL-S.PILLAUD
Handball EM 2020 Frauen – Frankreich vs. Dänemark – Copyright: FFHANDBALL-S.PILLAUD

11.12.2020 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO Dänemark, Handball Europameisterschaft, Hauptrunde, 2. Spieltag, Gruppe I:

In einer phasenweise hochklassigen ersten Halbzeit dominierte Russland angesichts hoher Angriffs-Qualität gegenüber Frankreich. Das russische Team von Chefcoach Ambros Martin war in der Passgeschwindigkeit und Handlungsschnelligkeit der französischen Abwehr überlegen, die zu lange benötigte, um sich auf den russischen Angriffswirbel (8 Strafminuten) einzustellen.

Das französische Team von Cheftrainer Olivier Krumbholz offenbarte die größte Stärke im Unterzahlspiel mit sehr vielen Treffern. Im gebundenen Spiel der Offensive hatte Spielmacherin Zaadi Deuna einige Probleme. Alle eingesetzten Torhüterinnen bekamen nicht viel zu fassen. Russland drohte bei 11:16 (24.) noch weiter weg zu ziehen. Aber die Equipe Tricolore steigerte sich in der Crunchtime und verkürzte. Beiden Teams unterliefen auf diesem hohen Niveau einige technische Fehler zu viel. Ansonsten eine rassige Hälfte, in der Russlands Torhüterin Kalinina einen Treffer aus dem eigenen Torraum erzielte.

Beide Teams konnten das hohe Niveau in der zweiten Halbzeit nicht halten. Frankreich wurde in der Abwehr mit Torhüterin Leynaud stärker und Russland konnte die schnellen Positionsangriffe nicht mehr so oft ins Tor vergolden. Viele technische Fehler sowie eine schwächere Schiedsrichterleistung prägten zudem die Partie. Die Equipe Tricolore machte starken Druck aus dem Rückraum und bekam die Begegnung zusehends in den Griff. Flippes brachte die französische Mannschaft beim 24:23 erstmals in Führung und verletzte sich dabei.

Russland konterte, ging selbst zweimal in Front und musste die französische 28:27-Führung in der letzten Minute hinnehmen. Aber durch einen Überzahlangriff (7:6) schaffte Russland noch den leistungsgerechten Ausgleich.

Stimmen:

Julia Managarova: „Wir gaben am Ende nicht auf. Beide Teams fighteten. Das wurde erwartet. Ein gerechtes Resultat.“

Grace Zaadi Deuna: „Wir kamen zurück. Die russischen Player wurden etwas müder. Wir konnten zulegen in der zweiten Halbzeit. Im Angriff machten wir nach der Pause vieles besser. Ich bin sehr zufrieden.“

Olivier Krumbholz: „Es war ein hartes Spiel. Wir freuen uns sehr über das Unentschieden. Es ist gut für die Zukunft. Wir sind ein sehr gutes Team, das haben wir gezeigt, wir haben den Rückstand überstanden und es geschafft, zurück zu kommen. Eine Niederlage gegen Russland bei ein oder zwei Toren wäre nicht so schlimm wie eine bei fünf oder sechs Toren. Wir haben ein Unentschieden verdient und ich bin stolz darauf, wie wir gespielt haben. Wir werden uns einen Tag frei nehmen, um sowohl physisch als auch psychisch zurück zu sein, und dann werden wir an dem Spiel gegen Schweden arbeiten, als wäre es das letzte Spiel unseres Lebens. Die Teams, die in diesem Teil des Turniers den Fokus verlieren, werden den Preis zahlen, das haben wir schon oft gesehen.“

Ambros Martin: „Es war ein fantastischer Job von Seiten meiner Mädchen. Es war ein sehr gutes Spiel, es war großartig, dass beide Teams nach dem gestrigen Spiel ein so sehr gutes Spiel zeigten. Das Unentschieden könnte fair sein, aber ich denke, in den Punkten hätte ich dieses Spiel gewinnen sollen, weil wir das ganze Spiel über geführt haben. Wir haben alles gegeben, was wir in uns hatten. Wir hatten nicht die Zeit, das Spiel sehr gut vorzubereiten, weil wir dieses Spiel um einen Platz im Halbfinale gespielt haben. Es war ein fantastisches Handballspiel gegen den Titelverteidiger Frankreich. Wir haben zu Beginn der ersten Halbzeit geführt und wir wussten, dass wir in der zweiten Halbzeit unser Niveau erhöhen mussten, weil wir 16 Gegentore kassiert haben und sie versuchen werden, ein Comeback zu versuchen. In der ersten Halbzeit haben wir nicht viel verändert, weil die Spielerinnen mich gebeten haben, auf dem Platz zu bleiben, weil sie sich gut fühlten.“

Statistik:

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO Dänemark, Hauptrunde, Gruppe I, 2. Spieltag, Herning, 18:15 Uhr

Frankreich vs. Russland 28:28 (16:19)

Spielfim:

0:1 (2. – Samokhina 7m), 0:2 (3. – Bobrovnikova), 1:2 (4. – Nze Minko), 1:3 (4. – Makeeva), 2:3 (4. – Ugolin), 2:4 (5. – Dmitrieva), 3:4 (6. – Ugolin), 4:4 (7. – Nze Minko UnZ), 4:5 (8. – Managorova TGS ÜbZ), 4:6 (10. – Makeeva ÜbZ), 5:6 (11. – Zaadi UnZ), 5:7 (11. – Managarova ÜbZ), 6:7 (12. – Ugolin), 6:8 (13.), 7:8 (1. – Dembele), 7:9 (14. – Bobrovnikova), 7:10 (15. – Makeeva), 7:11 (17. – Managarova), Auszeit Frankreich (17.), 7:12 (19. – 7m Nachwurf, Leynaud parierte zuerst), 8:13 (19. – Makeeva mit Rücken zum Tor per Rückhand), 9:13 (20. – Lacrabere 7m ÜbZ), 9:14 (21. – Maslova UnZ), 10:14 (22. – Lacrabere ÜbZ), 11:14 (22. – Kanor ÜbZ), 11:15 (23. – Iljina), 11:16 (24. – Bobrovnikova), 12:16 (25. – Valentini TGS), 13:16 (27. – Valentini), Edwige 2. Zeitstrafe (27.), 14:16 (28. – Lacrabere UnZ), 14:17 (29. – Managarova ÜbZ), 15:17 (29. – Foppa UnZ), Auszeit Russland (29.), 15:18 (30.), 16:18 (30. – Foppa UnZ), 16:19 (30. – Kalinina ÜbZ TH), 16:19 (HZ) – 17:19 (31. – Kanor UnZ), Dmitrieva 2. Zeitstrafe (32.), 17:20 (33. – UnZ), 18:20 (34. – Coatanea TGS), 18:21 (35. – Bobrovnikova), 19:21 (36. – Lacrabere 7m ÜbZ), 19:22 (36. – UnZ), 20:22 (36. – Nze Minko ÜbZ), 21:22 (39. – Nze Minko TGS), 21:23 (40.), 22:23 (43. – Nze Minko), 23:23 (44. – Dembele TGS), Auszeit Russland (45.), 24:23 (46. – Flippes TGS + Verletzung Knie), 24:24 (47. Samokhina 7m), 24:25 (49. – Dmitrieva), Sedoykina parierte 7m von Lacrabere (50.), 25:25 (52. – Zaadi Deuna), 25:26 (54. – Fomina ÜbZ), Auszeit Frankreich (54.), 26:26 (57. – Ugolin), 27:26 (59. – Kanor), Auszeit Russland (59.), 27:27 (59. – Bobrovnikova), 28:27 (60. – Ugolin), 28:28 (60. – Fomina), 28:28 (EST)    

Woman of the Match: Antonia Skorobogatchenko (Russland)

Beste Torschützinnen: Ugolin 5/5, Nze Minko 5/6, Kanor 4/4, Lacrabere 4/5 – Skorobogatchenko 5/5, Managarova 5/7, Bobrovnikova 5/9,  

Wurfeffizienz: 78:65 Prozent (1. HZ: 76:83 Prozent)

Torhüterinnen: 10:5 Paraden (26:15 Prozent) (1. HZ: 4:3 Paraden – 17:16 Prozent).

Gegenstoß-Tore: 3:2  (1. HZ: 2:2)

Technische Fehler: 17:11  (1. HZ: 6:6)

Strafminuten: 10:8  (1. HZ: 8:2)

Zuschauer: 0 in Jyske Bank Boxen Herning 

Schiedsrichter: Marta Sa und Vania SA (Portugal)

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