Handball EM 2022 Qualifikation: Niederlande bezwang Deutschland

Handball EM 2022 - Deutschland - DHB - Frauen Team - Foto: Marco Wolf / DHB
Handball EM 2022 – Deutschland – DHB – Frauen Team – Foto: Marco Wolf / DHB

Handball EM 2022 EHF EURO Qualifikation: Niederlande vs. Deutschland in Rotterdam. 

Handball EM 2022 Qualifikation: Deutschland verlor in der Crunchtime gegen die Niederlande mit 29:30 (17:15) Toren, nachdem das DHB-Team in der 56. Minute noch mit 29:26 Treffern führte. Die DHB-Auswahl steigerte ihre Performance gegenüber dem ersten Match und war über weite Strecken das bessere Team. In der Schlussphase agierte Deutschland kopflos.

Die Niederlande war bereits vor dem Spiel für die Handball Europameisterschaft qualifiziert. Deutschland benötigt zur sicheren Teilnahme an der EHF EURO einen Erfolg in Griechenland.

Deutschland verlor das erste EM-Qualifikations-Match gegen die Niederlande mit 25:31 (12:10) Toren in Krefeld. 

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Zoe Sprengers - Handball EM 2022 - Niederlande vs. Deutschland - Copyright: Edwin Verheul / NHV
Zoe Sprengers – Handball EM 2022 – Niederlande vs. Deutschland – Copyright: Edwin Verheul / NHV

05.03.2022SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball EM 2022 EHF EURO Qualifikation: Deutschland dominierte die temporeiche angriffsorientierte erste Halbzeit gegen Gastgeber Niederlande. Ab dem 2:3 in der 6. Minute wurde die Führung nicht mehr abgegeben. In der Angriffsgestaltung setzten beide Teams die Akzente. Die Deckungsreihen agierten nicht immer kompakt und die Torhüterleistungen (4:5 Paraden) entsprachen nur normaler Hausmannskost. DHB-Bundestrainer wechselte im Rückraum gut durch und schaffte für die niederländische Abwehr Überraschungsmomente.

Deutschland fehlte aber wiederum der „Kopf“ im Positionsangriff. Viele 1-gegen-1-Aktionen waren gegen die teils löchrige gegnerische Abwehr zwar oft erfolgreich, aber das gebundene Spiel besitzt weiterhin viel Luft nach oben. Das Groener-Team ging verdient mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause.

Deutschland war auch in der zweiten Halbzeit über weite Strecken das leicht bessere Team. Die Niederlande erhöhten im Angriff die Passgeschwindigkeit und somit das Tempo. Aber das DHB-Team konnte vom 22:23 (46.) auf 26:29 in der 56. Minute davon ziehen.

Die Crunchtime gehörte dem Gastgeber und die deutsche Mannschaft verlor wieder die Nerven – van Holte parierte, zwei Zeitstrafen für Schulze und Grijseels sowie ein technischer Fehler zwischen der 57. und 60. Minute – im Ergebnis entglitt Deutschland der schon sicher geglaubte (verdiente) Erfolg wieder aus der Hand. Die DHB-Auswahl muss nun im letzten Spiel in Griechenland gewinnen, um an der Handball Europameisterschaft teilnehmen zu können.

Stimmen (Quelle: DHB):

Alina Grijseels: „Wir haben uns vorgenommen über 60 Minuten das zu zeigen, was wir am Donnerstag nur in der ersten Halbzeit zeigen konnten. Ich glaube, das ist uns sehr gut gelungen. Wir haben die Niederländerinnen vor Probleme gestellt. Am Ende ist es natürlich trotzdem bitter, dann mit einem Tor zu verlieren. Aber ich glaube, wir können aus dem Spiel sehr viel positives mitnehmen.“

Antje Lauenroth: „Es fühlt sich nicht wie eine Niederlage an. Wir wollten uns nicht an dem Ergebnis orientieren, sondern das, was wir uns vorgenommen haben, bestmöglich umsetzen. Das haben wir in vielen Bereichen geschafft und auch in einigen Phasen richtig gut gespielt. Wir haben stark gegen den Druck der Niederländerinnen gegen gehalten.“

Julia Maidhof: „Natürlich ist es schade, dass wir verloren haben. Aber wir richten den Blick auf die positiven Sachen. Wir haben gegen die Niederlande 59 Minuten meistens geführt und ihnen wirklich große Probleme bereitet. Wir haben uns selbst Ziele gesetzt und konnten diese wirklich guten Gewissens erfüllen. Es wäre natürlich schöner gewesen, es mit einem Sieg abzuschließen, aber trotzdem gehen wir jetzt nicht negativ aus dem Spiel.“

Emily Bölk: „Stolz über die Leistungssteigerung und Frust, dass es nicht zu einem Punkt gereicht hat – es ist ein bisschen von beidem. Auf jeden Fall überwiegt aber der Stolz, dass wir es schaffen, innerhalb von zwei Tagen eine konstantere, gute Leistung abzurufen. Die Abwehr ist wieder ähnlich gut gestartet, auch im Angriff waren wir variabler, haben andere Lösungen gefunden und uns insgesamt gesteigert.“

Henk Groener: „Wir konnten die Leistung deutlich steigern. Wir haben die Lehren aus dem ersten Spiel gezogen und analysiert. Heute hat mein Team eine gute Leistung gezeigt und hätte auch Punkte verdient gehabt. Ein großes Lob an die Mannschaft, dass sie, nach der Niederlage vor zwei Tagen, das Spiel von Anfang an bestimmt hat. Es ist sehr schade, dass es am Ende so gelaufen ist.“

Statistik: Handball EM 2022 Qualifikation, Gruppe 3, Rotterdam, 05.03.2022, 16:00 Uhr

Niederlande vs. Deutschland 30:29 (15:17)

Woman / Player of the Match: Lois Abbingh (Niederlande – entscheidende 2 Tore zum Sieg)

Spielfilm: 0:1 Lauenroth (2.), 1:1 Snelder (3.), 1:2 Behrend (4.), 2:2 Malestein (5.), 2:3 Grijseels (6. – 7m), 2:4 Grijseels (7.), 3:4 Abbingh (7.), 3:5 Bölk (8.), 3:6 Schulze (9. – TGS), 4:6 Freriks (10.), 5:6 Snelder (11.), 5:7 Maidhof (13.), 6:7 (14.), 6:8 Grijseels (14.), 6:9 Schulze (15. – TGS), Auszeit Niederlande (15.), 7:9 (16.), 8:9 Malestein (17. – 7m – UNZ), 8:10 Maidhof (17. – ÜBZ), 9:10 I. Smits (18.), 9:11 Bölk (19.), 9:12 Schulze (20. – Zsp), 10:12 (21.), 10:13 Zschocke (21.), 11:13 van der Heijden (22.), 11:14 Grijseels (23. – 7m), 12:14 Malestein (24. – 7m), 12:15 Zschocke (25.), 13:15 I. Smits (25.), Wester im Tor (26.), 13:16 Maidhof (27.), 14:16 Dulfer (28.), Auszeit Deutschland (28.), 15:16 van der Heijden (29.), Roch parierte Gegenstoß (30.), 15:17 X. Smits (30. – leeres Tor), 15:17 (HZ) – 16:17 Malestein (32. – 7m), 16:18 Grijseels (32. – 7m), 17:18 Nüsser (33.), 18:18 Snelder (33.), 18:19 Schirmer (39.), 19:19 van der Heyden (39.), Technische Störung / Ausfall Sportdeutschland,  21:21 (42.), 21:22 Grijseels (44. – 7m – ÜBZ), 21:23 Schirmer (46.), 22:23 Nüsser (46.), 22:24 Schulze (47.), 22:25 Bölk (48. – ÜBZ), Auszeit Niederlande (48.), 22:26 Stockschläder (49. – TGS – ÜBZ), 23:26 Snelder (49.), 23:27 Schirmer (50.), 24:27 Abbingh (50.), 25:27 Sprengers (52. – TGS), 25:28 Grijseels (53. – 7m), 26:28 Sprengers (54.), Auszeit Deutschland (55.), 26:29 Stockschläder (56. – Zsp), 27:29 Malestein (57. – 7m – ÜBZ), 28:29 Dulfer (58. – ÜBZ), 29:29 Abbingh (59.), Technischer Fehler Deutschland + 2 Min Grijseels (59:17), Auszeit Niederlande (59:23), 30:29 Abbingh (59:44 – ÜBZ), 30:29 (EST) 

Niederlande: Laura van der Heijden (3), Debbie Bont, Lois Abbingh (4), Larissa Nüsser (2), Danick Snelder (4), Bo van Wetering, Kelly Dulfer (3), Merel Freriks (1), Inger Smits ( 2), Zoë Sprengers (5), Angela Malestein (6), Kelly Vollebregt, Tess Wester, Yara ten Holte, Dione Housheer, Estavana Polman.
Deutschland: Alina Grijseels (7), Lisa Antl, Mareike Thomaier, Xenia Smits (1), Isabell Roch, Alicia Stolle, Mia Zschocke (2), Maike Schirmer (4), Emily Bölk (2), Lena Degenhardt, Julia Maidhof ( 3), Antje Lauenroth (2), Jenny Behrend (1), Luisa Schulze (5), Katharina Filter, Johanna Stockschläder (2).

Schiedsrichter: Georgios Panayides (CYP) / Marios Andreou (CYP)
Strafminuten: 8′-8′ (Housheer 2′, Snelder 2′, Dulfer 2′, Malestein 2′ – Stöckchlader 2′, Bölk 2′, Schulze 2′, Grijseels 2′)
Strafwürfe: 4/5 – 5/5

Das aktuelle Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft:

Tor: Isabell Roch (SCM Ramnicu Valcea/ROU), Katharina Filter (Buxtehuder SV), Sarah Wachter (Sport-Union Neckarsulm) 

Feld: Jenny Behrend (SG BBM Bietigheim), Maike Schirmer (Buxtehuder SV), Antje Lauenroth (SG BBM Bietigheim), Johanna Stockschläder (Sport-Union Neckarsulm), Isabell Hurst (HSG Bensheim/Auerbach), Lisa Antl (Buxtehuder SV), Luisa Schulze (SG BBM Bietigheim), Emily Bölk (Ferencvaros Budapest/HUN), Mia Zschocke (Borussia Dortmund), Xenia Smits (SG BBM Bietigheim), Lena Degenhardt (TuS Metzingen), Alina Grijseels (Borussia Dortmund), Mareike Thomaier (TSV Bayer 04 Leverkusen), Julia Maidhof (SG BBM Bietigheim), Alicia Stolle (Ferencvaros Budapest/HUN), Laetitia Quist (HSG Blomberg-Lippe)  

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