Handball EM 2022 EHF EURO Test: Deutschland schlug die Schweiz

Handball EM 2022 EHF EURO - Team Deutschland DHB - Copyright: Sascha Klahn / DHB
Handball EM 2022 EHF EURO – Team Deutschland DHB – Copyright: Sascha Klahn / DHB

Handball EM 2022 EHF EURO Ungarn Slowakei – 15. Handball Europameisterschaft: Testspiel Deutschland vs. Schweiz.

Handball EM 2022 EHF EUROIm ersten Vorbereitungsspiel auf die Handball Europameisterschaft bezwang die neuformierte deutsche Nationalmannschaft unter Bundestrainer Alfred Gislason die Schweiz mit 30:26 (15:14) Toren. Für das DHB-Team gibt es im Vorfeld der EHF EURO aber noch viel in Abwehr und Angriff zu verbessern.

Alfred Gislason: „Zu einer Mannschaft, die alles blind spielen kann, ist noch ein weiter Weg.“

Timo Kastening: „Du bist heiß auf das Turnier und willst dich Handball Europa zeigen. Es ist alles möglich. Wir können auch in der Vorrunde raus fliegen. Auch so wäre alles möglich.“

Deutschland – Startaufstellung – Durchschnitts-Alter 26 Jahre: Wolff – Heymann, Witzke, M’Bengue, Golla, Schiller, Kastening

Deutschland – 2. Halbzeit: Klimpke – Zerbe, Ernst / Weber, Steinert / Häfner, Golla, Kühn, Mertens

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07.01.2022SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball EM 2022 EHF EURO Ungarn SlowakeiEine qualitativ sehr durchwachsene erste Halbzeit zwischen Deutschland und der Schweiz. Das DHB-Team von Bundestrainer Gislason startete gut in das Match und führte schnell mit 6:3, dann folgten 10:7- und 13:10-Führungen. Danach riss sowohl in Abwehr und Angriff der Spielfaden. Die Schweiz nutzte mit 7:6-Überzahl-Angriffen die Schwächen in der deutschen Dekung aus. Gut kam Torhüter Wolff in die Partie, der noch in der Crunchtime zwei Strafwürfe hielt. In der Team-Abstimmung muss beim deutschen Team noch viel gearbeitet werden.

Die zweite Halbzeit war ein Wellental der Gefühle und Führungen aus deutscher Sicht. Erst legte Deutschland fünf Tore vor und musste dann wieder die Schweiz auf 25:24 (50.) heran kommen lassen. In der Crunchtime konnte das DHB-Team dank größerer Kraftreserven und mittels 3:2:1-Abwehr den Vorsprung nochmals ausbauen. Insgesamt blieb der Eindruck Hoffnung, aber es ist bei Benchmark Weltspitze in den zwei Jahren bis zur Heim-EURO noch sehr viel zu tun und eine Menge Luft nach oben.

Stimmen (Quelle: ARD):

Alfred Gislason: „Ja und nein zufrieden. Durchgehend fließend im Angriff war das nicht. In der Abwehr hatten wir große Probleme mit dem 7/6 der Schweiz. Mit zunehmender Spielzeit wurde die Abwehr aber besser in der letzten Viertelstunde. Insgesamt hatten wir kleine Phasen mit Problemen, was auch zu erwarten war. Wir haben je nach Spieler die Taktik ausgerichtet. Zu einer Mannschaft, die alles blind spielen kann, ist noch ein weiter Weg. Unter diesen Umständen war es ein gutes Spiel. Andi hat sehr gut gehalten und einen Tick besser als Klimpke. Wir werden wahrscheinlich so in das Spiel gegen Frankreich gehen. Mit der Stamm-Sieben tue ich mich auch noch schwer. Wir müssen uns da ein bisschen mehr rein finden. Schweiz ist eine sehr gute Mannschaft. Die eingespielten im Rückraum sind Weber, Häfner und Kühn. Aber dann müssten wir zwei in der Abwehr wechseln. Für die jungen Leute sind beide Spiele extrem wertvoll. Vom Olympiasieger werden sie wahrscheinlich ihre Grenzen gezeigt bekommen. Wir haben eine Mannschaft, die sehr gut spielen kann. Die Vorfreude auf die EURO ist groß. Wir sind die größten Skeptiker selbst.“

Till Klimpke: „Wir spielen in dieser Konstellation ein gutes Spiel. Es ist alles möglich bei der EURO. Wir wollen so weit wie möglich kommen.“

Patrick Wiencek: „Wir haben ein junges, hungriges Team und werden beim Turnier die Spiele nicht weg schenken. Wir werden noch viel lernen. Wir haben eine Menge Taktik gemacht und waren heute nicht die frischesten. Dann werden die Beine noch lockerer. Wir fahren mit dem tief stapeln ganz gut und können mit den besten Mannschaften in der Welt mithalten.“

Johannes Golla: „Gute Ansätze waren dabei. Ein gutes Gefühl zum Start. Da müssen wir noch viel besser machen. Wir sind eine gute Gemeindachaft. Die 3:2:1-Abwehr braucht sehr viel Gefühl auf Wettkampf-Ebene. Simon steuert und Julian hat viel Gefühl vorne. Es ist wichtig für uns, ein zweites System zu haben, das funktioniert. Alle sind sehr bemüht und kommunizieren viel. Die Intensität wird aber noch stärker werden müssen.“

Timo Kastening: „Beim Sieg gegen die Schweiz haben wir eine Mannschaftsleistung mit relativ konstantem Niveau gezeigt. Wir sind ganz zufrieden heute. Du bist heiß auf das Turnier und willst dich Handball Europa zeigen. Es ist alles möglich. Wir können auch in der Vorrunde raus fliegen. Auch so wäre alles möglich.“

Statistik:

Handball EM 2022 EHF EURO Männer, Testspiel, Mannheim, 07.01.2022, 16:00 Uhr

Deutschland vs. Schweiz 30:26 (15:14)

Spielfilm: 0:1 (1.), 1:1 Heymann (2:35), 2:1 Kastening (4. – TGS), 3:1 Schiller (6. – 7m), 3:2 (7. – 7/6), 4:3 (9.), 5:3 Kastening (9.), 6:3 (10.), Auszeit Schweiz (10.), 6:4 (11. – 7/6), 7:4 (12.), 8:6 Schmid (14.), 8:7 Meister (15. – 7/6), 9:7 Kastening (15. – ÜBZ), 10:7 Schiller (16. – ÜBZ), 11:8 (18.), 11:9 (19.), 12:9 Golla (19.), 12:10 Küttel (20.), 13:10 Schiller (21. – leeres Tor), Auszeit Deutschland (22.), 13:11 (23. – 7/6), 13:12 Meister (24.), 13:13 (25.), 14:13 Wiencek (27.), 14:14 Schmid (28. – 7m-Nachwurf), 15:14 Steinert (29.), Wolff parierte 7m (30.), 15:14 (HZ) – 16:14 Schiller (32. – 7m), 16:15 Rubin (32.), 17:15 Weber (33.), 17:16 Schmid (34.), 18:16 Schiller (34. – 7m), 20:17 Schiller (37. – 7m), 21:17 Mertens (38. – UNZ), Auszeit Schweiz (38.), 22:17 Kühn (40.), 22:18 (40.), 23:18 Golla (40.), 23:19 (41. – TGS), 24:19 Mertens (42.), 24:20 Schmid (43.), 24:21 (45.), 25:22 Schmid (47. – 7m – ÜBZ), 25:23 Röthlisberger (49.), 25:24 (50. – TGS – UNZ), 26:24 Weber (50. – ÜBZ), 26:25 (51.), 27:25 Steinert (52. – ÜBZ), Auszeit Deutschland (55.), 28:25 Köster (55.), 29:25 Wiencek (57.), Auszeit Schweiz (57.), 29:26 Rubin (59. – 7/6), 30:26 Steinert (60.), 30:26 (EST)

Das DHB-Aufgebot der deutschen Handball-Nationalmannschaft:

Tor: Joel Birlehm (SC DHfK Leipzig), Till Klimpke (HSG Wetzlar), Andreas Wolff (KS Vive Kielce/POL)

Linksaußen: Lukas Mertens (SC Magdeburg), Marcel Schiller (Frisch Auf Göppingen)

Rückraum links: Sebastian Heymann (Frisch Auf Göppingen), Julius Kühn (MT Melsungen)

Rückraum mitte: Simon Ernst (SC DHfK Leipzig), Julian Köster (VfL Gummersbach), Philipp Weber (SC Magdeburg), Luca Witzke (SC DHfK Leipzig)

Rückraum rechts: Kai Häfner (MT Melsungen), Djibril M’Bengue (FC Porto/POR)

Rückraum rechts/Rechtsaußen: Christoph Steinert (HC Erlangen)

Rechtsaußen: Timo Kastening (MT Melsungen), Lukas Zerbe (TBV Lemgo Lippe)

Kreis: Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar Löwen), Patrick Wiencek (THW Kiel)

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