Handball-EM 2014: Ungarn bleibt nach „Krimi-Finish“ auf Semifinalkurs

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13.12.2014 – EHF / SPORT4Final:

Handball-EM 2014: Hauptrunde Gruppe 1 – Debrecen

Ungarn dreht kampfbetontes Match gegen Rumänien in den letzten fünf Minuten und erhält sich die Semifinalchance für Budapest

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet live vom Final-Wochenende der Handball-EM aus Budapest.

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Handball-EM 2014: Match zwischen Ungarn und Russland - Zsuzsanna Tomori (HUN) - Foto: Uros Hocevar / EHF Media
Handball-EM 2014: Match zwischen Ungarn und Russland – Zsuzsanna Tomori (HUN) – Foto: Uros Hocevar / EHF Media

 

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Ungarn vs. Rumänien  20:19 (10:8)

Gastgeber Ungarn dominierte bis zum 13:11 (36.) das erste Hauptrundenmatch gegen Rumänien. Dann nahm Ungarns Fehlwurfquote zu und Rumänien mit der überragenden Cristina Neagu ging mit 19:17 (55.) in Führung. Nun begann der Endspurt-Thriller: Gabriella Toth, Aniko Kovacsics und Bernadett Bognar-Bodi (58.) brachten Ungarn mit 20:19 in Führung. In den verbleibenden knapp 3 Minuten erhielt Toth noch eine Zweiminutenstrafe, Rumänien mit Fehlwurf und technischem Fehler und Zsuzsanna Tomori 14 Sekunden vor Schluss ebenfalls mit dem Fehlwurf. Sollte sich diese wiederholte Eigensinnigkeit wie im Spanien-Spiel wieder rächen? Neagus letzten Wurf hielt Eva Kiss und Ungarn bleibt weiterhin im Rennen um das Halbfinale in Budapest. Die Matches gegen Dänemark (Montag) und Norwegen (Mittwoch) werden den zweiten Semifinalteilnehmer nach Norwegen (mit 6 Punkten fast durch) ermitteln.

„Matchplayerinnen“:

Paula Ungureanu (Rumänien – 18/38 = 47 % gehaltene Bälle)

Zita Szucsanszki (Ungarn – 4 Tore bei 6 Versuchen)

Herausragend:

Krisztina Triscsuk (Ungarn – 4 Tore bei 6 Versuchen)

Bernadett Bognar-Bodi (Ungarn – 1 Tor = Siegtor)

Eva Kiss (Torhüterin Ungarn – 13/29 = 45 % gehaltene Bälle)

Cristina Neagu (Rumänien – 8 Tore bei 18 Versuchen)

Statistik:

Wurfeffizienz: 43:48 %

Turnovers:    10:15

Strafminuten: 6:12

Stimmen zum Handball-EM-Spiel:

Cristina Neagu (ROU):

„Es ist leider ein sehr trauriger Tag für uns. Wir dachten, wir könnten heute gewinnen und wir spielten gut, wir waren lange in Führung, aber wir haben am Ende verloren … Wir verloren unsere Chance, das Halbfinale zu erreichen. Ich weiß nicht, was ich sagen soll, ich kann nicht so viele Worte im Augenblick finden. Es ist einfach sehr traurig. Jetzt müssen wir aus unseren Fehlern lernen … Unser Angriff war nicht sehr gut, wir kämpfen, um Tore zu erzielen, und verpassen einige klare Chancen. Jetzt brauchen wir uns nur auf das nächste Spiel konzentrieren, und tun unser Bestes, dass wir gewinnen … Wir müssen gegen Spanien aufstehen und uns auf dieses Spiel freuen. Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Wir müssen aus unseren Fehlern lernen und nach vorne zu schauen.“

Paula Ungureanu (ROU-Torwart):

„Ich denke, beide Teams kämpften heute und ich bin so traurig, weil wir am Ende verloren haben … Ich weiß es nicht, beide Teams kämpften hart und ich bin einfach sehr traurig, dass es Rumänien war, die am Ende verloren haben … Die Atmosphäre war unglaublich. Als Sportler ist es ein Traum, so zu spielen und es ist so aufregend.“

Krisztina Triscsuk (HUN):

„In der zweiten Hälfte hatten wir verschiedene Spieler. Dann hat etwas nicht geklappt. Aber ich bin wirklich stolz auf das Team, denn die letzten 10 Minuten zeigten wir echte Teamarbeit … Von Spiel zu Spiel ist unsere Verteidigung besser und so ist auch unser Angriff. Die Performance unserer Torhüter, vor allem Eva Kiss, ist erstaunlich. Offensichtlich gibt es immer etwas zu verbessern, aber wir werden immer besser von Tag zu Tag.“

Eva Kiss (HUN-Torwart):

„Es war ein sehr hartes Spiel, ein harter Kampf. Wir sind ein Team und wir haben gewonnen wie ein Team. Ich bin sehr zufrieden … Dänemark ist ein gutes Team. Morgen werden wir uns auf das Spiel gegen Dänemark vorbereiten. Wir wollen gewinnen … Alle drei von uns sind in einer guten Form. Die Spiele sind so eng, aber der schwierigste Teil kommt erst noch. Beide Teams, gegen die wir noch spielen, sind stark [Norwegen und Dänemark], aber ich habe mehr Angst vor Norwegen.“

Gabriella Toth (HUN):

„Das war ein tolles Gefühl für mich, denn es war mein erstes Spiel auf dieser Veranstaltung. So gewann ich eine erstaunliche Erfahrung heute Abend. Ich würde mich wirklich freuen, wenn wir das Halbfinale erreichen. Das würde mich glücklich machen.“

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