Handball-EM: Katarina Bulatovic rettete für Montenegro die Semifinalchance

EhfEuro2014W_Hun-Cro_logo_bw_EN_EPS8

 

 

16.12.2014 – EHF / SPORT4Final:

Handball-EM 2014: Hauptrunde Gruppe 2 – Zagreb – 2. Spieltag

Mental und individuell starker Titelverteidiger Montenegro engte das bessere Teamplay der Niederlande durch eine grenzwertige Abwehrarbeit sehr stark ein und siegte im „K.O-Spiel“ der Halbfinalhoffnungen

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet live vom Final-Wochenende der Handball-EM aus Budapest.

Schweden stürmt nach begeisternder Aufholjagd gegen Frankreich Richtung Semifinale

Deutschlands Frauen ohne EM-Form bei Niederlage gegen Montenegro

Handball-EM 2014: Heine Jensen „Die Tabelle lügt nie.“

Deutschland chancenlos gegen Schweden – vor personellem Umbruch auf Problempositionen?

Susann Müller muss EURO 2014 beenden

Susann Müller „Mit Herz, Leidenschaft, Charakter gespielt.“

Deutschland besiegt Kroatien mit Nervenstärke, Spielübersicht und erreicht Hauptrunde

Heine Jensen: „Mit Susann Müller gegen Kroatien. Es geht um alles bei der EURO.“

Handball-EM 2014: „Sonja Barjaktarovic war eine Zauberin zwischen den Pfosten.“

Deutschland verliert nach schwächerer Vorstellung gegen gutes Oranje-Team

Clara Woltering „Mit Mut in das Spiel gehen und alle an einem Strang ziehen“

Handball-EM 2014: Gruppe C mit Deutschland

Handball-EM 2014: Gruppe D mit Titelverteidiger Montenegro

 

Handball-EM 2014: In der Champions League mit Buducnost Podgorica unterwegs beim Thüringer HC: Dragan Adzic (Vordergrund) und Katarina Bulatovic sowie Suzana Lazovic - Foto: SPORT4Final
Handball-EM 2014: In der Champions League mit Buducnost Podgorica unterwegs beim Thüringer HC: Dragan Adzic (Vordergrund) und Katarina Bulatovic sowie Suzana Lazovic – Foto: SPORT4Final

[private]

Niederlande vs. Montenegro  27:31 (13:15)

Auffällig waren drei Dinge: Die Niederlande spielten den temposchärferen Angriffshandball und Montenegro den grenzwertigen, körperbetonten Deckungshandball. Holland lag bis auf vier „Ein-Tore-Führungen“ in der zweiten Spielhälfte stets in Rückstand. Ab dem 23:23 (44.) übernahm wieder Montenegro die „Matchregie“. Katarina Bulatovic erzielte 5 der letzten 8 Tore für den EM-Titelverteidiger und sorgte damit für den Sieg gegen die Niederlande. Böses „Kopffoul“ beim Sprungwurf in der Luft durch Suzana Lazovic gegen Estavana Polman, das nur mit zwei Minuten und nicht durch die rote Karte geahndet wurde.

„Matchplayerinnen“: 

Cornelia Groot (Niederlande – 4 Tore bei 11 Versuchen)

Katarina Bulatovic (Montenegro – 10 Tore bei 15 Versuchen) 

Herausragend: 

Laura van der Heijden (Niederlande – 5 Tore bei 6 Versuchen)

Martine Smeets (Niederlande – 3 Tore bei 4 Versuchen)

Estavana Polman (Niederlande – 8 Tore bei 12 Versuchen)

Radmila Petrovic (Montenegro – 6 von 7 Bällen in 27 Minuten)

Jovanka Radicevic (Montenegro – 4 Tore bei 5 Versuchen)

Suzana Lazovic (Montenegro – 3 Tore bei 3 Versuchen) 

Statistik: 

Wurfeffizienz: 63:60 %

Turnovers:    11:8

Strafminuten: 4:10 

Stimmen zum Spiel: 

Henk Groener (NED-Trainer):

„Montenegro hat gewonnen, weil sie besser in einigen Aspekten des Spiels waren. Die montenegrinische starke Verteidigung und die Tore von Bulatovic entschieden dieses Spiel. Am Ende waren es vier Tore, die wahrscheinlich für ein so enges Spiel zu viel waren. Wir haben ein Spiel voller Leidenschaft von beiden Teams gesehen, ein fantastisches Spiel mit zwei Teams, die gewinnen wollten. Das ist es, warum Handball so schön ist … Ich hoffe, dass ihre Verletzung (Polman) nicht so schlimm ist, wie es jetzt aussieht. Es besteht der Verdacht, dass sie ihre Rippe gebrochen hat, aber wir müssen abwarten und sehen, ob sie in der Lage ist, morgen zu spielen.“ 

Katarina Bulatovic (MNE):

„Ich will nicht meine Leistung kommentieren. Es habe nicht für mich in den letzten Minuten Tore geworfen, das Team gewann das Spiel. Ich hoffe, dass ich noch besser in den kommenden Spielen agieren kann. Es war das erste Finale, morgen spielen wir ein anderes gegen Schweden Es gibt keine Zeit zum Feiern. Die Vorbereitungen gewinnen mehr und mehr an Bedeutung.“ 

Dragan Adzic (MNE-Cheftrainer):

„Ich erinnere mich nicht, wann wir so schlecht eine Verteidigung spielten. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben, aber wir haben einige große Schwächen gezeigt. Unser Umschalten von Angriff auf Verteidigung war sehr schlecht, und es sollte eine Warnung für uns alle sein. Morgen müssen wir viel besser spielen, denn wir spielen gegen erfahrene Schweden. Sie können es sogar noch besser als die Niederlande bestrafen.“ 

Cornelia Nycke Groot (NED):

„Es ist so sehr schlecht jetzt. Wir sind sehr enttäuscht, aber sie waren körperlich sehr stark und wir konnten nicht damit fertig werden. Es gab Zeiten, in denen wir wirklich gut spielten und wir haben gezeigt, wir könnten sie schlagen, aber als wir wieder müde wurden, verloren wir das Spiel … Bulatovic spielte ein sehr gutes Spiel und wir hatten Probleme mit ihr in unserer Verteidigung und hatten Probleme mit ihrer Verteidigung … Vielleicht ist es gut, dass wir nicht zu viel Zeit haben, um über die Niederlage nachzudenken. Das wir ein neues Spiel gegen Frankreich morgen. Wir müssen nur unsere Köpfe hoch halten und stärker sein. Ihre Verteidigung ist auch sehr stark und es wird ein harter Kampf. Wir haben uns ein Video angesehen und werden wieder einsatzbereit sein.“

[/private]  

Kommentar verfassen