Handball-EM 2014: Thriller-Remis zwischen Ungarn und Russland

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07.12.2014 – SPORT4Final:

 

 

Handball-EM 2014: Gruppe A

Gastgeber Ungarn und Russland trennen sich leistungsgerecht Unentschieden in einem emotionalen und spielerisch gutklassigen Match

 

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet live vom Final-Wochenende der Handball-EM aus Budapest.

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Handball-EM 2014: Gruppe A mit Gastgeber Ungarn

Ungarn vs. Russland  29:29 (14:15) in der Audi Arena Győr

Ein begeisterungsfähiges und gutklassiges Match großer Handball-Nationen elektrisierte die Fans in der neuen Arena in Győr. Russland dominierte die erste Hälfte, weil Ungarn nicht ins Spiel fand und auf der Suche nach einer konkurrenzfähigen Stammformation war.

Handball-EM 2014: Aniko Kovacsics (14) in der Champions League aus Győri Audi ETO KC vs. Viborg HK - Foto: Anikó Kovács und Tamás Csonka (Győri Audi ETO KC)
Handball-EM 2014: Aniko Kovacsics (14) in der Champions League aus Győri Audi ETO KC vs. Viborg HK – Foto: Anikó Kovács und Tamás Csonka (Győri Audi ETO KC)

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Russland führte 10:5 (19.) und 13:8 (24.), ehe ein Torhüterwechsel bei Ungarn die spielerische Wende einleitete. Ungarns Coach Andras Nemeth setzte alle drei Torhüterinnen ein. Auch auf der Spielmacherposition kamen Zsuzsanna Tomori, Zita Szucsanszki und Linksaußen Aniko Kovacsics zum Einsatz. Über weite Strecken der zweiten Halbzeit führte der Gastgeber, der aber immer wieder gegen das schnelle Angriffsspiel sowie die Tempogegenstöße (10 Tore bei 12 Versuchen!!) des russischen Teams zu wenig in der Abwehr entgegen zu setzen hatte. Russland ging in der 52. Minute mit 27:25 in Führung und warf dann sieben Minuten kein Tor. Der Gastgeber sah beim 29:27 (57.) wie der sichere Gewinner aus, aber Tomori bekam eine Zeitstrafe und Russland „bestrafte“ diese mit dem 29:29-Ausgleich elf Sekunden vor Schluss. Der letzte ungarische Angriff brachte nichts mehr ein. Russland vergab den möglichen Sieg angesichts einer zu hohen technischen Fehlerquote (17:10).

Als „Matchplayerin“ wurden Krisztina Triscsuk (6 Tore bei 8 Versuchen) und die auf russischer Seite überragende 19-jährige Daria Dmitrijeva (7 von 9) geehrt.   

Krisztina Triscsuk (HUN):

„Wir waren alle bereit, dieses Spiel zu gewinnen, aber ich denke, am Ende ist ein Unentschieden auch nicht zu verachten. Wir haben noch viele wichtige Spiele vor uns. Wir haben Zeit, um unsere Probleme zu lösen und zu zeigen, was wir wirklich in der Lage sind zu spielen.“

Zita Szucsanszki (HUN):

„Ich sagte dem Team, wir müssen uns beruhigen. Um so viel wie möglich von der Zeit herunter zu schlagen. Aber 2 Minuten sind eine Menge mit einem Spieler weniger. Am Ende haben wir es geschafft, noch das Remis zu ziehen. Wir haben das Spiel wirklich schlecht begonnen. Russland hat uns zu vielen Fehlern gezwungen, und es war leicht für sie, zu treffen. Aber wir haben es geschafft, unsere Verteidigung zu schärfen und sie damit zu überraschen. Danach waren wir besser.“

Jevgenij Trefilov (RUS-Trainer):

„Es ist immer sehr schwer, gegen die Heim-Teams und Heim-Fans zu spielen, weil sie wirklich ihre Mannschaft unterstützen. Es gibt einige Dinge, die wir besser machen können. Es gibt so viele junge Spielerinnen in der russischen Mannschaft, die unerfahren bei diesem großen Turnier spielen. In der spanischen Mannschaft gibt es einige erfahrene Spieler mit einer Menge von Jahren in der Mannschaft, und aus diesem Grund wird ein sehr harter Kampf.“

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