Handball-WM: Jakob Vestergaard „Weltmeisterschaft ist große Chance für deutsches Team“

HANDBALL-WM 2015 der FRAUEN in Dänemark: DHB-Bundestrainer Jakob Vestergaard im Interview mit SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp.

Handball-WM: Jakob Vestergaard (Dänemark) neuer Handball-Bundestrainer der Frauen - Foto: DHB/Sascha Klahn
Handball-WM: Jakob Vestergaard (Dänemark) Handball-Bundestrainer der Frauen – Foto: DHB/Sascha Klahn

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen beginnt am 23. November mit der intensiven Vorbereitung auf die Handball-WM in Dänemark. Zwei Tage später findet in Leipzig das Länderspiel der DHB-Auswahl gegen den WM-Vierten von 2013, Polen, statt.

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19.11.2015 – SPORT4Final / Frank Zepp:

Handball der Extraklasse: SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet von den Spielen der deutschen Handball-Nationalmannschaft aus Kolding und dem Final-Wochenende in Herning.

Jakob Vestergaard, warum haben Sie den Kader schon sehr früh von 28 auf 20 Spielerinnen reduziert?

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Jakob Vestergaard: „Weil wir für unsere Vorbereitung nur sehr wenig Zeit haben und deshalb möchte ich nur mit 20 Spielerinnen anfangen. Wir haben auch nicht Zeit, noch ein Testspiel zu absolvieren. Wenn es Verletzungen geben sollte, dann kann ich nur anrufen und es geht los.“

Wieviel wird vom ersten WM-Spiel gegen Frankreich schon von der Konstellation in der Vorrundengruppe abhängen?

Jakob Vestergaard: „Wir möchten gern gegen Frankreich, Brasilien oder Südkorea gewinnen. Das ist wichtig für unsere Mannschaft, auch wenn wir auf das Achtelfinale gucken. Norwegen ist Favorit und wenn wir nicht gegen die drei genannten Teams gewinnen, wird es schwer im Achtelfinale. Wenn wir nur Nummer vier in unserer Gruppe werden, dann spielen wir vielleicht gegen Norwegen, was nicht einfach ist. Einfacher scheint es gegen Russland, Rumänien oder Spanien zu werden.“

En Team von den drei Großen muss geschlagen werden?

Jakob Vestergaard: „Das hoffe ich und das erwarte ich auch.“

Wie kann man sich speziell auf die brasilianische oder südkoreanische Spielweise vorbereiten?

Jakob Vestergaard: „Frankeich spielt europäisch wie auch Deutschland. Südkorea wird nicht einfach. Ich habe zwei Spiele von Südkorea gesehen und sie können sehr schnell, u. a. auch mit Flieger, spielen. Aber wir wollen unsere Wildcard aus dem Lostopf sechs nutzen. Brasilien als Weltmeister wird nicht einfach. Sie spielen, glaube ich, mit viel Gefühl. Weniger mit Struktur wie wir aber dafür mit vielen Emotionen. Das ist auch sehr interessant. Aber im Moment glaube ich, dass wir eine Chance haben. Eduarda Amorim ist aber wieder auf dem Weg zurück zur Weltklasse.“

In Erinnerung der Handball-WM 2013 kann ich sagen, dass Brasilien auch einen sehr guten Trainer hat.

Jakob Vestergaard: „Auch Polen hat einen sehr guten dänischen Trainer. Ich glaube, wir sind vier Trainer aus Dänemark in den verschiedenen Mannschaften bei dieser Weltmeisterschaft. Bei den Männern kommen viele Trainer momentan aus Island. Morten und Kim haben super Jobs gemacht.“

Wird in Dänemark Ihre Arbeit mit der deutschen Nationalmannschaft verfolgt?

Jakob Vestergaard: „Nicht so sehr. Jeder in Dänemark weiß, dass wir noch Zeit brauchen, da unser Hauptziel 2017 ist. Ich denke, wenn wir nächstes Jahr in Schweden spielen sollten, dann erwarten die Dänen viel mehr von Deutschland.“

Sie haben als Ziel das WM-Viertelfinale bekannt gegeben. Von welchen Spielerinnen erwarten Sie bei der Handball-WM den größten Leistungssprung?

Jakob Vestergaard: „Von jeder Spielerin. Wir haben eine neue Mannschaft und dann gibt es diese Möglichkeit für jede Spielerin. Darüber haben wir auch gesprochen. Jede Spielerin soll eine Chance bekommen. Ich erwarte auch von den erfahrenen Spielerinnen, wie Clara, Katja und Susi, dass wir diese Erfahrung ausnutzen. Aber es ist auch eine große Chance für die jungen Spielerinnen und unsere junge Mannschaft. Ich erwarte von unserer Mannschaft und jeder Spielerin, dass wir eine gute Entwicklung vollziehen können.“

Sie würden sich über ein WM-Viertelfinale Deutschland gegen Polen sehr freuen?

Jakob Vestergaard: „Ja.“

Vielen Dank für das Interview, Jakob Vestergaard, und viel Erfolg bei der Handball-WM in Dänemark.

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