Handball WM 2017 Frankreich: Favoriten, Stars, neue Regeln

Handball WM 2017 Frankreich: Favoriten, Stars, neue Regeln - Foto: France Handball
Handball WM 2017 Frankreich: Favoriten, Stars, neue Regeln – Foto: France Handball

Handball WM 2017 Frankreich: Die 25. Handball-Weltmeisterschaft der Männer findet vom 11. bis 29. Januar 2017 in Frankreich statt. SPORT4FINAL gibt einen Überblick in Daten und Fakten (ohne Gewähr für Vollständigkeit) zu den Favoriten-Teams, den Stars der Handball-Szene sowie über die neuen Regeln.

24.12.2016 – France Handball / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp im Scandinavium Göteborg
SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp im Scandinavium Göteborg

Handball WM 2017 Frankreich: Zu den favorisierten Mannschaften gehören die Finalteilnehmer der Olympischen Spiele von Rio 2016, Gastgeber Frankreich und Olympiasieger Dänemark. Auch das deutsche „bad boys“-Team von Bundestrainer Dagur Sigurdsson gehört natürlich als Olympia-Dritter und Europameister 2016 zu den Top-Favoriten. Der Vize-Europameister Spanien, der Olympia-Vierte und WM-Dritte 2015 Polen, Kroatien, Slowenien, Schweden oder Vize-Weltmeister Katar gehören ebenfalls zum Kreis der Titel-Mit-Favoriten.

Top-Stars

Zu den Top-Spielern der Handball-Weltmeisterschaft werden zählen: Welthandballer und Olympia-MVP Mikkel Hansen (Dänemark), die französischen Star-Spieler Nikola Karabatic, Daniel Narcisse und Thierry Omeyer sowie der ehemalige Welthandballer Domagoj Duvnjak (Kroatien). Zu den weiteren Stars, die an der Weltmeisterschaft 2017 teilnehmen werden, zählen der mazedonische Linkshänder Kiril Lazarov, der ungarische „Riese“ Laszlo Nagy, der deutsche Torhüter Andreas Wolff, der linke Kreisspieler Uwe Gensheimer, der spanische linke Kreisspieler Valero Rivera und der tunesische Rückraum-Schütze Wael Jallouz. Mannschaften wie Norwegen und Slowenien bringen neue junge Talente mit Sander Sagosen oder Blaz Janc zum WM-Turnier.

Weltmeister-Rangliste

Seit ihrem Sieg in Katar 2015 hält die französische Nationalmannschaft, die „Equipe Tricolore“, mit fünf Weltmeisterschafts-Titeln den aktuellen Rekord für die meisten WM-Siege. „Les Bleus“ streben vor heimischem Publikum den sechsten Titel an. Es wäre der zweite Erfolg zu Hause nach dem 2001-Sieg von Jackson Richardsons Teamkollegen. Weitere Top-Ranking-Nationen sind Rumänien, die sich nicht für die Weltmeisterschaft 2017 qualifizierten, und Schweden mit jeweils vier Siegen. Es folgen Deutschland und Russland mit drei WM-Erfolgen.

Neue Regeln

Seit dem Sommer 2016 sind mehrere neue Regeln in Kraft getreten. Jedes Team kann nun sieben Spieler auswählen, die sich jederzeit auf dem Spielfeld befinden und dabei ohne Torhüter spielen dürfen, was bislang nur eingeschränkt erlaubt wurde. Diese neue Regel führt oft zu Toren aus der der eigenen Spielhälfte.

Eine weitere neue Regel betrifft das Zeitspiel der angreifenden Mannschaft. Hebt der Schiedsrichter den Arm, hat das offensive Team ein Maximum von sechs Pässen vor dem Torwurf.

Darüber hinaus, wenn die Schiedsrichter es für gerechtfertigt ansehen, können sie im Zusammenhang mit einer roten Karte nun auch eine blaue Karte zeigen, um die Eröffnung des Disziplinarverfahrens nach einem Ausschluss anzuzeigen.

Die Internationale Handball-Föderation (IHF) beschloss, mehr Sanktionen für unsportliches Verhalten zu schaffen. Um den Missbrauch von „toten“ Zeiten während der Pausen für die medizinische Versorgung zu begrenzen, entschied sie, dass der Spieler, der behandelt werden muss, das Feld nach der medizinischen Betreuung verlassen muss. Dieser Spieler muss warten, bis sein Team drei weitere Angriffe gespielt hat, bevor er wieder das Spielfeld betreten darf. Erhält der foulende Spieler aber eine progressive Bestrafung (Gelb, Zeitstrafe), dann muss der behandelte Spieler nicht drei Angriffe abwarten. Diese Regel gilt jedoch nicht für Torhüter, die am Kopf getroffen wurden.

Schließlich werden während der letzten 30 Sekunden des Spiels (und während der Verlängerung) die Spieler systematisch für unsportliche Fouls bestraft, indem es für das gegnerische Team einen Siebenmeter gibt und der Foulspieler die rote Karte erhält, egal wo das Foul begangen wurde.

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