Handball WM 2021 Play-offs: Österreich Remis gegen Polen

Sonja Frey - Handball ÖHB Österreich - Copyright: ÖHB-Pucher
Sonja Frey – Handball ÖHB Österreich – Copyright: ÖHB-Pucher

Handball WM 2021 Play-offs Österreich vs. Polen:

Österreichs Handball Frauen Nationalteam rang im Hinspiel Polen in der Südstadt ein 29:29 Unentschieden, nach 13:13-Halbzeitstand, ab. Damit wahrte man für das Rückspiel am kommenden Dienstag, 17:50 Uhr, alle Chancen auf die erste WM-Teilnahme seit zwölf Jahren.

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17.04.2021 – PM ÖHB / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball WM 2021 Play-offsWir haben uns alle Chancen offen gehalten. Ich muss der Mannschaft ein riesen Kompliment machen“, zeigte sich Teamchef Herbert Müller direkt nach Spielende mit der Leistung seines Teams zufrieden.

Österreich agierte aus einer überragenden Deckung heraus, mit einer starken Petra Blazek im Tor, und zwang den WM-Vierten von 2013 und 2015 häufig ins Zeitspiel und zu Fehlern. Im Angriff strahlte man vom Rückraum mit Sonja Frey, Patricia Kovacs, Katarina Pandza und Johanna Reichert, stets Gefahr aus, schaffte so auch Räume für die Flügel Nina Neidhart und Claudia Wess. Bis Mitte der ersten Halbzeit legten Sonja Frey & Co. vor, was Polen bei 6:6 zum ersten Timeout veranlasste.

Selbst die Weltklasse-Spielerin Karolina Kudlacz-Gloc fand kaum Lücken und verhakte sich häufig in der rot-weiß-roten Deckung. In der 18. Minute drehte Polen dann doch erstmals die Partie, ging kurz darauf mit zwei Toren in Führung. Diese sollte vor der Pause noch zweimal wechseln, Katarina Pandza sorgte mit einem Treffer ins leere Tor für den 13:13-Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel geriet Österreich nach Eigenfehlern und Fehlwürfen rasch mit 17:20 ins Hintertreffen, legte daraufhin allerdings einen 5:0-Lauf hin und führte in der 44. Minute 22:20. Katarina Pandza sorgte wenig später sogar für die erstmalige Drei-Tore-Führung, stellte auf 24:21. Bis zur 50. Minute verspielte man diesen Vorsprung nochmals, legte aber weiter vor, ehe Polen nach 58:24 Minuten auf 28:27 stellte. In dieser Schlussphase präsentierte sich Claudia Wess als Tor-Garantin, sorgte für den 28:28-Ausgleich und sieben Sekunden vor Spielende für den 29:29-Endstand.

Mit diesem Resultat wahrte man alle Chancen auf die erste WM-Teilnahme seit 2009. Das Rückspiel steigt kommenden Dienstag, 17:50 Uhr, in Maki, Polen.

Teamchef Herbert Müller: „Handballherz, was willst du mehr? Du musstest auf alles vorbereitet sein, konntest nie sicher sein, in welche Richtung das Spiel geht. Schlussendlich ist dieses Unentschieden wahrscheinlich gerecht, das wir dann mutig mit einem Sieben gegen Sechs nochmals heraus geholt haben. Es war so wichtig, dass wir nach der Halbzeit-Pause, als wir mit drei Toren in Rückstand gelegen sind, nochmals das Spiel gedreht haben, selber nochmals vorgelegt haben und mit drei Toren in Führung gegangen sind. Ich denke, endgültig hätten wir es bei 25:24 für uns entscheiden können, als wir einen Siebenmeter und einen freien Wurf ausgelassen haben.“

Sonja Frey: „Unsere Leistung in der Abwehr war sehr gut. Unser Einsatz und unser Wille haben gepasst. Das Spiel fängt jetzt wieder bei 0:0 an. Wir müssen noch einmal da sein und brennen. Ich selbst muss im Rückspiel besser werfen, das hat heute bei mir nicht gepasst. Wir haben eine richtig gute Truppe beisammen, verstehen uns gut und haben uns vor dem Spiel vorgenommen, nicht verbissen ins Spiel zu gehen, sondern mit Freude am Spiel. Das ist uns gelungen.“

Österreich vs. Polen 29:29 (13:13)

16. April 2021, 18:00 Uhr, Südstadt

Österreich: Nina Neidhart (8), Katarina Pandza (5), Sonja Frey (5), Claudia Wess (4), Johanna Reichert (3), Josefine Huber (2), Patricia Kovacs (1), Klara Schlegel (1)

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