Deutsche Handball-Frauen mit glanzvollem 32:27-Sieg gegen Russland

23.10.2013 – SPORT4Final:

EM-Qualifikation 2014 in Kroatien und Ungarn – Gruppe 7:

Deutschland vs. Russland 32:27 (18:11)

Spielverlauf:

4:3 (5.), 8:3 (10.), 13:6 (20.), 16:8 (25.), 18:11 (Halbzeit)

21:13 (35.), 23:16 (39.), 23:19 (41.), 25:21 (46.), 30:23 (54.), 32:27 (Endstand) 

Im ersten Qualifikationsspiel für die Handball-Europameisterschaft 2014 zeigte die deutsche Frauen-Nationalmannschaft eine glänzende Vorstellung beim souveränen 32:27-Erfolg gegen Rekordweltmeister Russland. Trotz größerer Verletzungsausfälle überzeugte das deutsche Team mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer konstant guten Leistung in Abwehr und Angriff vor 1.500 Zuschauern in Trier. Beste Torschützinnen waren Marlene Zapf und Susann Müller mit jeweils 9 Toren.

Handball-Nationalmannschaft der Frauen Foto: DHB/picture-alliance
Handball-Nationalmannschaft der Frauen
Foto: DHB/picture-alliance

Herausragend die Abwehrleistung im Innenblock mit Anja Althaus und Christine Beier sowie die ausgezeichnete Torhüterin Clara Woltering. Klug in der Regieführung und im gut durchdachten Positionsangriff bot Kerstin Wohlbold eine überzeugende Leistung in einer wie aus einem Guss spielenden deutschen Mannschaft.         [private]

Vor dem Rückspiel am Sonntag in Russland und den beiden letzten Qualifikationsspielen gegen Mazedonien im Juni 2014 hat sich das deutsche Frauenteam eine gute Ausgangsposition für die Teilnahme an der Europameisterschaft in Kroatien und Ungarn erkämpft .     

Dieses Spiel und der weitere Weg der deutschen Frauen-Nationalmannschaft hätten mehr öffentlich-rechtliches Medien- und Fernsehinteresse verdient. Zumal in gut 6 Wochen die Handball-Weltmeisterschaft in Serbien beginnt und dort eine gut aufspielende deutsche Mannschaft nach dem siebenten Platz bei der Europameisterschaft im vergangenen Jahr in Serbien zu erwarten ist.

Gegen Rekordweltmeister Russland zeigte der erste Siebenerblock mit Steinbach, Wohlbold, Müller im Rückraum sowie Augsburg, Althaus und Zapf am Kreis und Woltering im Tor, wer Herr im Hause ist. Konzentriert und mit sehr guter Chancenauswertung war nach 10 Minuten beim 8:3 durch Müller den russischen Spielerinnen der Schneid abgekauft. Russlands zwar gut verschiebende aber letztendlich zu passive 6:0-Abwehr konnte durch den deutschen Rückraum mit Müller und Steinbach gut dominiert werden. Auch der Abwehr-Angriffswechsel von Beier mit Steinbach verlief ohne Probleme. Eine kurzzeitige Verletzung bei Althaus wenige Minuten vor der Pause wurde durch Kethorn gut „überspielt“.

Als die russischen Frauen in der zweiten Hälfte zu einer offensiven 5:1- und sogar 3:3-Abwehr übergingen, hatten die deutschen Frauen ein wenig Einstellungsbedarf. Aber näher als 4 Tore beim 23:19 kamen die Gäste nicht mehr heran. Zumal auch mit Woltering im Tor eine große Stütze des Teams die nötige Sicherheit im Abwehrverbund gab. Erwähnenswert und das soll die Leistung der deutschen Mannschaft nicht schmälern: Russland hatte an diesem Tag nicht die übermächtige Spielstärke der letzten Jahre. Der wieder am Regiepult agierende Startrainer Trefilow hat noch ein ganzes Stück Arbeit mit seinen Frauen vor sich. Zumal sich Russland nach gescheiterter Qualifikation für die kommende Weltmeisterschaft unbedingt bei der EURO 2014 dabei sein will. Dies könnte schon zusammen mit Deutschland gelingen …    

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