SPORT4FINAL

DHB: Bernhard Bauer und Bob Hanning vor Presse: Heuberger-Entscheidung am Mittwoch – Katastrophen-Szenarien sind nicht das Richtige

15.06.2014 – SPORT4Final:

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp verfolgte die Pressekonferenz nach der 28:29-Niederlage gegen Polen mit DHB-Präsident Bernhard Bauer und DHB-Vize Bob Hanning.

DHB: Bernhard Bauer und Bob Hanning vor Presse: Heuberger-Entscheidung am Mittwoch – Katastrophen-Szenarien sind nicht das Richtige – Bernhard Bauer, DHB-Pressechef Tim Oliver Kalle, Bob Hanning (v.l.) – Foto: SPORT4Final

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Spiel:

Bernhard Bauer:

„Unseren Gesichtern sieht man an, dass wir enttäuscht sind … Wir haben einen klaren Plan, den wollen wir erfüllen, aber es wird jetzt etwas länger dauern. Wir werden jetzt eine Durststrecke haben, da muss man kein Prophet sein.“

Bob Hanning:

„Wir waren felsenfest davon überzeugt, dass wir aus dem Hinspiel die richtigen Lehren ziehen und uns für Katar qualifizieren. Das ist uns nicht gelungen. Wir haben viele Dinge nicht so gut gemacht, wie wir sie hätten machen müssen. Wenn wir an das Überzahlspiel denken, hat uns das ein Stück weit das Genick gebrochen. Hinzu kam die Verletzung von Patrick Wiencek. Die Polen haben das mit Bielecki hervorragend gelöst.“

Martin Heuberger:

Bob Hanning:

„Für mich ist nicht das Resultat allein ausschlaggebend sondern die Idee, die dahinter steht. Wir haben uns für Mittwoch verabredet. Wir werden die Situation analysieren und am Mittwoch in die Situation kommen, dass wir uns auch äußern können. Zwischen Bernhard Bauer und mir wird es am Dienstag noch einen Termin geben. Wir werden uns noch einmal abstimmen, wie wir weiter machen.“

Team:

Bob Hanning:

„Wir sind auf den Außenpositionen und auf Rückraum rechts gut aufgestellt. Es kommen noch ein paar Junge im Rückraum dazu, wo wir die Hoffnung haben, nicht nur die Fantasie, das wir das künftig umsetzen können.“

Entwicklung:

Bob Hanning:

„Ich glaube, dass wir natürlich einen Schaden haben. Wir haben im Vorfeld mit den Partnern die Situation beschrieben. Sie kam ja nicht überraschend insofern, weil wir wussten, was wir übernommen haben und neu aufbauen müssen. Wir wollen das Ganze mittelfristig entwickeln. Wirtschaftlich haben wir mit der AOK und der DKB gute Partner. Sportfachlich müssen wir mit der Bundesliga reden, wie wir noch die fünf, sechs Spieler bekommen, die für uns in der Entwicklung wichtig sind und optimal gefördert werden können. Jetzt werden wir ein bisschen Demut lernen und einen neuen Anlauf nehmen.“

Bernhard Bauer:

„Wir sehen ja auch, dass die Mannschaft in den letzten 8 Monaten eine Entwicklung genommen hat. Wir haben an die Mannschaft geglaubt und an das, was das Trainerteam macht. Unser großes Problem ist, wir haben eben auf den entscheidenden Positionen niemanden, wo die Polen sehr leichte Tore gemacht haben. Und daran müssen wir arbeiten. Die Katastrophen-Szenarien, die hier oder da aufgebaut werden, sind bei aller Schwierigkeit nicht das Richtige. Wenn wir jetzt bei uns die richtigen Entscheidungen treffen, werden wir wieder vorankommen. Wir hätten es nur schneller geschafft. Einen Aspekt noch, wir reden ja über den Handball, unsere Frauen haben heute gewonnen und sind bei der Europameisterschaft dabei. Das sollten wir nicht ganz vergessen.“

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