DHB-Frauen: Heim-WM 2017 – Vestergaard „Hauptziel ist Medaille“

Jakob Vestergaard (Dänemark) neuer Handball-Bundestrainer der Frauen - Foto: DHB/Sascha Klahn
Jakob Vestergaard (Dänemark) Handball-Bundestrainer der Frauen – Foto: DHB/Sascha Klahn

Mit zahlreichen neuen Spielerinnen nimmt Bundestrainer Jakob Vestergaard die Zukunft der Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes in Angriff.

„Wir brauchen den neuen Start, neue Impulse, neue Energie und eine hungrige Mannschaft“, sagte der 40-jährige Däne. „Ab sofort schauen wir auf die Weltmeisterschaft 2017 in Deutschland – unser Hauptziel ist dann eine Medaille. Dafür müssen wir jetzt die Voraussetzungen schaffen.“

13.09.2015 – DHB / SPORT4Final / Frank Zepp:

Erste Etappe wird vom 20. bis zum 24. September ein Lehrgang in Hamm sein. Für diese Maßnahme hat Vestergaard 24 Spielerinnen nominiert. Bereits Anfang Oktober folgen die ersten beiden Spiele in der Qualifikation zur EHF EURO 2016 gegen die Schweiz in Coburg (Mittwoch, 7. Oktober, 19.30 Uhr, Tickets) und Island (Sonntag, 11. Oktober, 18 Uhr deutscher Zeit).

Nach den beiden im Juni gegen Russland verlorenen WM-Play-offs erhielt die Frauen-Nationalmannschaft aufgrund einer Wildcard die Chance, an der Weltmeisterschaft im Dezember dieses Jahres in Dänemark teilzunehmen und so noch in der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 zu verbleiben. „Diese Wildcard ist für uns Chance und Auftrag zugleich. Wir können nach der Männer- auch die Frauen-Nationalmannschaft auf ein neues Fundament stellen“, sagt Bob Hanning, DHB-Vizepräsident Leistungssport.

Vestergaard hat eine Vielzahl junger Spielerinnen nominiert, die wie Dinah Eckerle und Jennifer Rode noch 2014 zur Juniorinnen-Nationalmannschaft zählten. Noch nicht teilnehmen kann Xenia Smits (21), die für den in Abstimmung mit der Handball Bundesliga Frauen zusätzlich ins Programm genommen Lehrgang keine Freigabe ihres neuen Vereins Metz HB erhält.

„Wir müssen jetzt schauen, welche Talente 2017 Top-Niveau erreichen könnten“, sagt der Bundestrainer. „Für langfristigen Erfolg brauchen wir neue Konkurrenzsituationen und einen besseren Mix aus jungen und alten Spielerinnen.“ Für die kommenden Aufgabe zeichnet sich ein relativ junges Team ab, aber Vestergaard betont den altersunabhängigen Konkurrenzkampf: „Wir schlagen keine Tür zu – der Wettbewerb um die Plätze in der Nationalmannschaft ist in beide Richtungen offen.“

Aufgabe des DHB sei es zudem, die nachrückenden Generationen für den internationalen Vergleich zu stärken, erklärt DHB-Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld: „Wir haben gemeinsam mit Jakob Vestergaard einen langfristigen Prozess begonnen, der weit über 2017 hinausreicht. Diese große Aufgabe können wir nur als Team – also im Zusammenspiel von Vereinen, Bundesliga, Landesverbänden und DHB – erfolgreich bewältigen.“

Dreh- und Angelpunkt in der Planung der A-Nationalmannschaft ist zunächst die Weltmeisterschaft 2017 im eigenen Land. An grundsätzlichen Zielen ändere das jedoch nichts, wie Vestergaard betont: „Wir wollen nach wie vor jedes Spiel gewinnen.“ Stationen bis zur Heim-WM sollen die WM 2015, die Olympischen Spiele in Rio und die EHF EURO 2016 sein. Und in Hamm begibt sich die Frauen-Nationalmannschaft ab dem 20. September mit neuer Energie auf den langen Weg.

Das Aufgebot der Frauen-Nationalmannschaft des Deutschen Handballbundes:

Tor: Katja Kramarczyk (HC Leipzig), Dinah Eckerle (Thüringer HC), Antje Lenz (Buxtehuder SV), Anna Monz (HSG Blomberg-Lippe)

Linksaußen: Lone Fischer (Buxtehuder SV), Franziska Müller (HSG Blomberg-Lippe), Kim Birke (VfL Oldenburg)

Rückraum links: Shenia Minevskaja (HC Leipzig), Saskia Lang (HC Leipzig), Julia Wenzl (VfL Oldenburg)

Rückraum Mitte: Kim Naidzinavicius (TSV Bayer 04 Leverkusen), Caroline Müller (VfL Oldenburg), Angie Geschke (VfL Oldenburg), Anna Loerper (TuS Metzingen)

Rückraum rechts: Susann Müller (SG BBM Bietigheim), Anne Hubinger (HC Leipzig), Isabell Klein (Buxtehuder SV), Jennifer Rode (TSV Bayer 04 Leverkusen)

Rechtsaußen: Marlene Zapf (TuS Metzingen), Svenja Huber (Thüringer HC), Alexandra Mazzucco (HC Leipzig)

Kreis: Luisa Schulze (HC Leipzig), Julia Behnke (TuS Metzingen), Meike Schmelzer (Thüringer HC)

Reserve: Ina Großmann (TuS Metzingen), Antje Lauenroth (SG BBM Bietigheim), Jessica Oldenburg (Buxtehuder SV)

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