Henk Groener mit Deutschland in der WM-Vorbereitung

Handball DHB - Deutschland - Henk Groener - Foto: Sascha Klahn / DHB
Handball DHB – Deutschland – Henk Groener – Foto: Sascha Klahn / DHB

Handball DHB Frauen: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen mit Bundestrainer Henk Groener befindet sich in der Crunchtime der Vorbereitung auf die Handball WM im Dezember (1. bis 19.) in Spanien.

05.11.2021SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball DHB Frauen: Bei Tag des Handballs am Sonntag in Düsseldorf trifft das DHB-Team in einem Testspiel auf den Olympia-Zweiten Russland, der sich in einem großen personellen Umbruch nach den Olympischen Spielen befindet.

Für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist dieses Match aber ein wichtiger Eckpfeiler in der unmittelbaren WM-Vorbereitung.

Aber nicht nur dieses Testspiel gegen Russland sondern auch die Situation um den im April 2022 auslaufenden Vertrag mit Bundestrainer Henk Groener stand im Fokus der heutigen DHB-Pressekonferenz.

Axel Kromer, DHB-Sportvorstand, zur WM-Zielstellung und Vertragssituation um Bundestrainer Henk Groener:

Wir wollen den nächsten Schritt in der Entwicklung der Mannschaft gehen. Wir sind stetig in kleinen Schritten seit 2018 mit Henk Groener voran gekommen. Wir wollen den nächsten Schritt in der Leistung und Platzierung gehen.“

Henk ist seit 2018 ein sehr angesehener Bundestrainer. Wichtig ist, wie Henk mit seiner Art und Weise das Team zum nächsten Schritt bringt. Aber das WM-Ergebnis und die Platzierung sind nicht die Grundlage für die Vertragsgespräche.“

Wichtige Gedanken aus der DHB-Pressekonferenz am 05. November 2021:

Testspiel gegen Russland (personell im großen Umbruch nach Olympia):

Axel Kromer: „Wir hatten in diesem Jahr nicht viel Zeit zum Testen und daher haben wir uns auch einen starken Gegner ausgewählt, damit wir den nächsten Schritt in Richtung Handball WM machen können. Ein Event wie der Tag des Handballs ist für den Verband immens wichtig, damit Handballfans und Sportinteressierte ihre Idole live erleben können.“

Kapitänin Alina Grijseels: „Russland ist ein sehr guter Gegner. Das ist wichtig für die WM-Vorbereitung.“

Bundestrainer Henk Groener: „Alle Spielerinnen arbeiten im Training sehr gut. Wir wollen gegen Russland gewinnen. Aber das Ergebnis steht nicht über allem. Wir wollen noch besser als gegen Weißrussland in der Lage sein, unser Spiel zu gestalten. Russland hat trotz des Umbruchs individuell starke Spielerinnen, die mit viel Tempo und in der Klein-Gruppe spielen. Aber der Fokus liegt allein auf uns und unser Spiel.“

WM-Zielstellung:

Alina Grijseels: „Ein gutes Ergebnis ist, wenn wir unsere Leistung bringen. Wie weit es dann geht, wird man sehen. Aber erst mal wollen wir uns auf Russland und die WM-Vorbereitung konzentrieren.“

Axel Kromer: „Ein gutes Abschneiden ist, wenn wir unsere Leistung gebracht haben. Wir wollen die Vorrunde erfolgreich bestreiten. Wir wollen den nächsten Schritt in der Entwicklung der Mannschaft gehen. Wir sind stetig in kleinen Schritten seit 2018 mit Henk Groener voran gekommen. Wir wollen den nächsten Schritt in der Leistung und Platzierung gehen.“

WM-Vorbereitung:

Henk Groener: „Es sind einige neue Spielerinnen dabei. Wir finden uns gerade wieder und arbeiten an unserer Match-Taktik und Intensität im Training. Wir haben bislang gut trainiert und hoffen, dass diese Einheiten uns als Vorbereitung auf die WM weiter voran bringen.“

Alina Grijseels:

Henk Groener: „Alina ist in Dortmund in Topform. Wir wünschen uns, dass sie eine ähnliche Rolle mit viel Torgefahr auch im Nationalteam einnehmen kann.“

Silje Brons Petersen (besitzt nun deutsche Staatsangehörigkeit):

Axel Kromer: „Silje kam auf Henk zu und fragte: ‚Angenommen ich würde deutsche Staatsbürgerschaft erlangen, wäre ich eine Kandidatin fürs Nationalteam?‘ Dem stimmte Henk Groener zu, und die Einbürgerung ging nun viel schneller als gedacht. Man darf Silje aber nicht als Heilsbringerin einordnen.“

Vertragssituation um Henk Groener (Vertrag lief eigentlich bis Ende 2021, verlängert bis April 2022):

Axel Kromer: „Wir werden dies in aller Ruhe voran bringen. Bei der WM in Japan sind wir unglücklich vorm großen Schritt gescheitert. Bei der EM in Dänemark war es wegen der Corona-Situation teilweise chaotisch gewesen (u.a. Erkrankung Groener und Co-Trainer). Die diesjährige Handball WM in Spanien werden wir gemeinsam durchlaufen und danach analysieren. Dann werden wir gemeinsam festlegen, wie lange der Vertrag läuft. Henk ist seit 2018 ein sehr angesehener Bundestrainer. Wichtig ist, wie Henk mit seiner Art und Weise das Team zum nächsten Schritt bringt. Aber das WM-Ergebnis und die Platzierung sind nicht die Grundlage für die Vertragsgespräche … Wir möchten langfristig die Lösung festlegen. Wir möchten nun die Entwicklungsschritte sehen. Diese möchte auch Henk sehen. Natürlich müssen wir auch anerkennen, dass alle Menschen, die im Spitzensport tätig sind, an Ergebnissen gemessen werden. Nach der WM geht es auch ganz schnell wieder um das Ticket für Paris. Wir haben von vornherein gesagt, dass das WM-Ergebnis und die Platzierung nicht die Grundlage für unsere Gespräche sind.“

Aufgebot der Nationalmannschaft:

Tor: Sarah Wachter (Sport-Union Neckarsulm), Katharina Filter (Buxtehuder SV)

Feld: Marlene Kalf (TuS Metzingen), Amelie Berger (Borussia Dortmund), Alina Grijseels (Borussia Dortmund), Selina Kalmbach (Sport-Union Neckarsulm), Mareike Thomaier (TSV Bayer 04 Leverkusen), Xenia Smits (SG BBM Bietigheim), Mia Zschocke (Borussia Dortmund), Maren Weigel (TuS Metzingen), Lena Degenhardt (TuS Metzingen), Julia Maidhof (SG BBM Bietigheim), Antje Lauenroth (SG BBM Bietigheim), Jenny Behrend (SG BBM Bietigheim), Luisa Schulze (SG BBM Bietigheim), Johanna Stockschläder (Sport-Union Neckarsulm), Annika Ingenpaß (HSG Bad Wildungen Vipers), Lisa Antl (Buxtehuder SV), Silje Brons Petersen (TuS Metzingen)

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