Handball-EM-Qualifikation 2016: Deutschland bezwingt Spanien glücklich

29.04.2015 – SPORT4Final / Frank Zepp:

Handball EURO 2016: Qualifikationsgruppe 7 – 3. Spieltag

Im ersten Topspiel der Gruppe 7, das zweite Match folgt am Sonntag, gewann der WM-Siebente Deutschland in Mannheim gegen den WM-Vierten Spanien in einem kämpferisch geprägten aber nicht immer hochklassigen Spiel mit 29:28 Toren. Damit liegt Deutschland in der Gruppe verlustpunktfrei vor Spanien in Führung und hat für die weiteren drei Spiele eine gute Ausgangsposition, um an der Handball-Europameisterschaft 2016 in Polen teilzunehmen.

Handball: DHB-Männer-Nationalmannschaft: Hinten von links: Teamkoordinator Volker Schurr, Michael Kraus, Tim Kneule, Steffen Weinhold, Bundestrainer Dagur Sigurdsson, Martin Strobel, Patrick Wiencek, Michael Müller, Teammanager Oliver Roggisch. - Mitte: Torwarttrainer Henning Fritz, Co-Trainer Axel Kromer, Paul Drux, Stefan Kneer, Fabian Böhm, Hendrik Pekeler, Jens Schöngarth, Erik Schmidt, Mannschaftsarzt Prof. Dr. Kurt Steuer, Co-Trainer Alexander Haase. - Vorn: Physiotherapeut Peter Gräschus, Johannes Sellin, Patrick Groetzki, Silvio Heinevetter, Carsten Lichtlein, Andreas Wolff, Uwe Gensheimer, Matthias Musche, Physiotherapeut Dennis Finke. - Foto: Thomas Niedermüller/DHB
Handball: DHB-Männer-Nationalmannschaft: Hinten von links: Teamkoordinator Volker Schurr, Michael Kraus, Tim Kneule, Steffen Weinhold, Bundestrainer Dagur Sigurdsson, Martin Strobel, Patrick Wiencek, Michael Müller, Teammanager Oliver Roggisch. – Mitte: Torwarttrainer Henning Fritz, Co-Trainer Axel Kromer, Paul Drux, Stefan Kneer, Fabian Böhm, Hendrik Pekeler, Jens Schöngarth, Erik Schmidt, Mannschaftsarzt Prof. Dr. Kurt Steuer, Co-Trainer Alexander Haase. – Vorn: Physiotherapeut Peter Gräschus, Johannes Sellin, Patrick Groetzki, Silvio Heinevetter, Carsten Lichtlein, Andreas Wolff, Uwe Gensheimer, Matthias Musche, Physiotherapeut Dennis Finke. – Foto: Thomas Niedermüller/DHB

Die erste Hälfte war von tollen Offensivaktionen auf beiden Seiten geprägt. Dabei ließen beide Abwehrreihen die von der letzten Katar-Weltmeisterschaft 2015 erfolgversprechende Aggressivität vermissen. Spanien hatte den besseren Start mit 1:4 (5.) und Deutschland anschließend den stärkeren Lauf zur 8:5-Führung (15.). Dies sollte der letzte 3-Tore-Vorsprung für ein Handball-Team gewesen sein. Die letzte spanische Führung war beim 12:13 (25.) zu registrieren. Im weiteren Spielverlauf wirkte das deutsche Team gut eingespielt, aber die Gäste abgezockter und mit mehr Ruhe in den Aktionen. Beide Torhüter Carsten Lichtlein und Arpad Sterbik zeigten in der zweiten Halbzeit ihre Klasse. Die Fehlerquote in den Angriffsaktionen stieg gegen Spielende.

Deutschland lag nach 50 Minuten mit 26:24 in Führung und 3 Minuten später stand ein 28:28 auf der Anzeigetafel. Sterbik hielt einen Siebenmeter von Uwe Gensheimer und Spanien im psychologischen Aufwind. In deutscher Überzahl erzielte Patrick Wiencek 80 Sekunden vor Schluss den Siegtreffer. Spaniens Joan Canellas konnte beim direkten Freiwurf den deutschen Block nicht mehr überwinden. Das deutsche Team gewann glücklich und zeigte im ganzen Match eine wahnsinnig-gute Moral. Zum deutschen Helden des Spiels avancierte in seinem zweiten Länderspiel der Spielmacher und fünffache Torschütze Niclas Pieczkowski.    

Stimmen nach dem Handball-Spiel:

Steffen Weinhold: „Das war ein riesen Schritt in Richtung EM 2016 in Polen.“

Dagur Sigurdsson: „Das war ein Spiel auf Augenhöhe und Spannung pur. Hungrig und frech sind die Jungs.“

Deutschland vs. Spanien 29:28 (17:15) vor 11.000 Zuschauern in Mannheim

Deutschland: Heinevetter, Lichtlein; Gensheimer (9/5), Musche, Drux (4), Lemke, Kneer, Strobel, Pieczkowski (5), Weinhold (5), Wiede, Groetzki (1), Rahmel, Wiencek (4), Pekeler (1), Schmidt

Spanien: Sterbik, Perez de Vargas; Rocas (2), Maqueda (4), Fernandez, Tomas (2), Entrerrios (1), Andreu (2), Rodriguez, Canellas (2), Morros (1), Ruesga, Garcia, Rivera (10/4), Guardiola (2), Dujshebaev (2)

Kommentar verfassen