Handball-EM 2012: Spieltaktisch und individuell zu fehlerhaft

Die zweite Handball-EM-Niederlage mit 21:24 gegen Ungarn – vermeidbar und unnötig zugleich! Eine Weltklasse-Torfrau mit Schülke (Quote 44 %) und eine gute 1. Halbzeit mit einer 3-Tore-Führung reichten nicht zum Sieg oder wenigstens Punktgewinn. Das EM-Ausscheiden droht, wenn am Freitag gegen Kroatien nicht deutlich gewonnen wird.     [private]

Und wieder wurden in der 2. Spielhälfte, die allein mit 6 Toren verloren ging, die Schwächen der deutschen Damen deutlich sichtbar. Vergebene glasklare Chancen standen Fehlwürfen weit über’s Tor gegenüber. Technische und Abspielfehler in Bedrängnis kamen hinzu. Auch die Spielstruktur wackelte bedenklich. Gekämpft wurde vorbildlich und leidenschaftlich – diesbezüglich sind Fehler auch mal verzeihlich. Aber das junge, noch nicht sehr erfahrene deutsche Team verlor auch wegen spieltaktischer Fehler. Entscheidend hierbei, dass die ungarische Spielachse Görbicz-Szamoransky (zusammen 14 Tore) durch den Mittelblock nicht entscheidend gestört bzw. die Spielmacherin enger gedeckt wurde. Bei der herausragenden Torhüterleistung kamen die Deutschen in der 2. Hälfte auch nicht mehr in den Tempogegenstoß. Warum nur wieder in den zweiten 30 Minuten die Konzentrations- und vielleicht auch konditionellen Schwierigkeiten unserer Mannschaft?

Mein Fazit fällt heute deutlich kritischer als gestern aus – die Enttäuschung ist einfach viel größer, weil die Chance auf den Sieg gegen Ungarn realistisch war. Aber noch kann die EM-Hauptrunde mit einer Leistungssteigerung und mehr Spielstabilität erreicht werden. Hoffnung und Daumen drücken sind am Freitag angesagt.

Dann können wahrscheinlich alle Handball-Fans bei Sport1 nicht nur 40 sondern die kompletten 60 Minuten verfolgen. Mehr als nur eine taktische Fehlleistung des Handball-Senders …

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