Alfred Gislason: „Empor Rostock soll THW Kiel-Spiel nicht als Gradmesser nehmen“

Alfred Gislason im Gespräch mit den Schiedsrichtern - Alfred Gislason im SPORT4Final-Interview: „Empor Rostock soll THW-Spiel nicht als Gradmesser nehmen“ - Foto: SPORT4Final
Alfred Gislason im Gespräch mit den Schiedsrichtern – Alfred Gislason im SPORT4Final-Interview: „Empor Rostock soll THW-Spiel nicht als Gradmesser nehmen“ – Foto: SPORT4Final

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp sprach mit dem Erfolgstrainer des THW Kiel, Alfred Gislason, nach dem Vorbereitungsspiel seines Vereins beim HC Empor Rostock.

Alfred Gislason erzählte über seine gemeinsame Zeit in Hameln mit dem heutigen Empor-Trainer Aaron Ziercke, über den HC Empor Rostock und den SC DHfK Leipzig sowie Filip Jicha und die Saisonziele des deutschen Meisters. 

02.08.2015 – SPORT4Final / Frank Zepp:  

Mit Aaron Ziercke habe ich in der Spielvorbereitung über Ihre gemeinsame Hamelner Zeit gesprochen. Er sagte zu mir, Sie haben ihn zum Nationalspieler gemacht. Welche Erinnerungen haben Sie noch an diese Zeit?

Alfred Gislason: „Das stimmt. Wir hatten damals einen sehr kleinen Kader und eine sehr schwierige Situation. Aaron hat halblinks und halbrechts sowie eine sehr gute Saison gespielt. Er war ein sehr wichtiger Spieler. Es hat mich gefreut, dass er anschließend in den Nationalmannschaftskader kam.“ 

Waren Sie heute mit dem Spiel Ihrer Mannschaft zufrieden?

Alfred Gislason: „Nein, nicht so richtig. Wir haben zu viele technische Fehler gemacht. Aber ein besonders gutes Spiel habe ich von uns auch nicht erwartet, weil wir in den letzten Wochen sehr viel trainiert haben. Ich hatte heute auch nur acht Leute, die spielen konnten und die waren schon sehr kaputt.“ 

Aber die athletische Trainingsphase ist wohl schon vorbei und sie trainieren viel mit dem Ball?

Alfred Gislason: „Vorbei noch nicht. Aber es wird langsam weniger. Wir haben schon viel mit dem Ball gemacht. Aber es fehlt noch die Frische und es dauert noch ein Weilchen.“ 

Die Vorbereitungsspiele mit Rostock haben schon Tradition. Es war das sechste Spiel hinter einander. Verfolgen Sie die Entwicklung von Empor Rostock?

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Alfred Gislason: „Ja, doch schon, ich freue mich jedes Jahr, hier zu sein. Rostock ist auch ein Traditionsverein. Ich hoffe, dass Rostock es schafft, den jungen Kader zusammen zu halten. Auch wenn ich denke, diese Saison wird ein gefährliches Jahr für Rostock. Sie werden in der Liga sehr kämpfen müssen. Sie haben sechs, sieben erfahrene Leute und dann sehr junge Talente. Sollten noch Verletzungen dazu kommen, wird es schon schwierig. Deswegen hoffe ich, dass alles gut läuft. Gerade auch für Aaron, dass er die Unterstützung bekommt. Aber ich denke, sie sollten heute dieses Spiel nicht als Gradmesser nehmen, wo sie stehen.“ 

Konnten Sie sich im Urlaub erholen und auch historische Bücher lesen?

Alfred Gislason: „Erholen ja, aber ich habe nicht viel gelesen, sondern viel gearbeitet.“ 

Was sind die Ziele des THW Kiel in diesem Jahr?

Alfred Gislason: „Die deutsche Meisterschaft ist immer unser Hauptziel der Saison und wird es auch in diesem Jahr bleiben. Das wir alles dafür geben, um Meister zu werden, ist immer Nummer eins, zwei und drei bei uns. Das andere Ziel ist, die Final Four-Turniere zu erreichen.“ 

Könnte es nach Aron Palmarsson auch sein, dass Sie Filip Jicha verlieren?

Alfred Gislason: „Möglich. Aber das ist noch nicht geklärt.“ 

Beide waren für Sie die „Denker und Lenker“ im Rückraum?

Alfred Gislason: „Beide waren sehr lange dabei und sehr wichtige Spieler bei uns. Aber auch Canellas, Duvnjak und weitere andere Spieler sind ja nach und nach in diese Rolle geschlüpft.“ 

Meine letzte Frage bitte noch zum „Norden-Cup“ mit dem FC Barcelona und dem SC DHfK Leipzig. Leipzig wurde als ambitionierter Erstliga-Aufsteiger angekündigt. Wie schätzen Sie die Möglichkeiten des SC DHfK Leipzig ein?

Alfred Gislason: „Eigentlich schwer zu sagen. Ich habe sie dieses Jahr noch nicht gesehen und letztes Jahr ein bisschen verfolgt. Ich hoffe, dass sich Erstliga-Männer-Handball in Leipzig etabliert. Leipzig ist eine sportliche Traditionsstadt mit viel Handball und Fachwissen. Das würde ich nicht nur Kretzsche sondern auch vielen anderen gönnen. Auch gerade als Ostfan würde ich mich freuen, wenn sich Leipzig in der ersten Liga festsetzt.“ 

Zumal Leipzig 1966 den Europapokal der Landesmeister holte und 50 Jahre danach wäre der Abstieg schade.

Alfred Gislason: „Da drücken wir ihnen die Daumen.“ 

Ich drücke Ihnen und dem THW Kiel auch die Daumen und bedanke mich für das Interview.

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