Handball WM TV-Rechte: Gute Chancen für Deutschlands Free-TV

Handball WM TV-Rechte: Gute Chancen für Deutschlands Free-TV - Foto: Fotolia
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Handball WM TV-Rechte: Die Chancen stehen gut, dass die nächsten beiden Handball Weltmeisterschaften 2019 und 2021 wieder im deutschen Free-TV zu sehen sein werden.

Die vergangenen beiden Handball WM-Turniere liefen im Pay-TV bei Sky (2015) bzw. als Online-Stream auf der Webseite eines Sponsors (2017).

Das berichtet die „SPORT BILD“ in ihrer aktuellen Ausgabe am 10. November 2017.

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10.11.2017 – PM SPORT BILD / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Damals hatte sich der katarische Rechte-Inhaber beIN Sports geweigert, die Rechte an ARD und ZDF oder einen anderen Free-TV-Kanal zu verkaufen. Grund: Per Satellit sind diese Sender in Ländern wie Frankreich frei empfangbar, wo beIN Sports Pay-Rechte an den Handball-Weltmeisterschaften hielt.

Nach SPORT BILD-Informationen kommen die Kataris diesmal bei der Ausschreibung der Rechte für die Weltmeisterschaften 2019 und 2021 nicht zum Zuge. Über die endgültige Vergabe will der Weltverband IHF am Montag (13. November) bei seinem Kongress in der Türkei abstimmen. In Branchenkreisen gehen Experten bereits fest davon aus, dass der französische Vermarkter Lagardere dort den Zuschlag bekommt.

Die Turniere finden 2019 in Deutschland und Dänemark bzw. 2021 in Ägypten statt. Kein Gebot gab die europäische Rundfunk-Union EBU ab, zu der auch ARD und ZDF gehören. Allerdings können die deutschen Sender nun einzeln mit dem wahrscheinlichen Rechte-Inhaber Lagardere verhandeln: Dabei soll die Satelliten-Problematik vom Tisch sein, denn beIN Sports wird voraussichtlich nicht mehr die Rechte in Frankreich haben.

Also: Freie Bahn für Free-TV. Die Kataris von beIN Sports sollen die Lust auf Handball verloren haben: Für die WM-Rechte 2015/2017 zahlten sie noch weit über Marktniveau 100 Millionen Schweizer Franken. Dies war fast eine Verdoppelung zum vorausgegangenen TV-Vertrag, als Ufa Sports insgesamt 60 Millionen Franken für die Rechte von 2011 bis 2013 gezahlt hatte. Für den Vertrag von 2019 bis 2021 wird bei der IHF wieder mit 60 Millionen Franken gerechnet.

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