HC Leipzig in der sportlichen Krise – Etat für neue Saison gesichert

22.02.2014 – SPORT4Final:

Pressegespräch – Notizen:

Die erfreulichste Nachricht verkündete HC Leipzig-Manager Kay-Sven Hähner: „Der Etat für die neue Saison ist finanziell gedeckelt.“ In sportlichen Krisenzeiten, wenn die Sponsoren auch ohne Titel bei der „HCL-Stange“ bleiben, ist dies ein positives, bemerkenswertes Signal. Auf Nachfrage bestätigte Manager Hähner, dass sich der HC Leipzig weiter auf dem Spielermarkt umsehe und eine weitere Verstärkung für den linken Rückraum sucht. Sie solle laut Wunsch des neuen Trainers Rentsch aus Skandinavien kommen. Wer hinter Katja Schülke die zweite Torhüterin (Herrmann oder Plöger) für die neue Saison werden wird, ist noch nicht entschieden.

Derbyeinsatz in Thüringen - HC Leipzig-Kapitän Karolina Kudlacz - Foto: Sebastian Brauner
Derbyeinsatz in Thüringen – HC Leipzig-Kapitän Karolina Kudlacz – Foto: Sebastian Brauner

Die sportliche Krise beim HC Leipzig ist an Fakten festzumachen: kein Europapokal im Frühjahr, zwei Auswärtsniederlagen in Folge mit einer Gesamttordifferenz von minus 27, das „Team ist am Boden“ (Trainer Max Berthold), die „Selbstaufgabe des Teams“ beim Thüringer HC (Manager Hähner) und die Leistungsträgerinnen ohne Spitzenleistung, geschweige denn Führungsstärke.

Was sind dann die Ursachen der sportlichen Talfahrt? Bei der Aussprache am Donnerstag habe man nicht über „taktische Dinge“ gesprochen, wenn die „Einstellung der Mannschaft nicht stimmt“ (Berthold). Die Ursachen seien nicht im sportlichen Bereich zu finden. Beide Verantwortlichen gingen von psychologischen und zwischenmenschlichen Dingen aus (wie schon bei der Trainerentlassung Ørneborg – d.R.). Zu den Fakten, die den HC Leipzig derzeit hindern, „ordentlich Handball zu spielen“ (Berthold), gehören die Punkte, dass die Leistungsträgerinnen nicht die notwendige Form aufweisen und keine Führungspersönlichkeit in der Mannschaft sei, analysierte Max Berthold.

Trainer Berthold und Manager Hähner sehen die deutsche Meisterschaft als noch nicht entschieden an und ein „Abschenken der Saison im Februar wird es bei uns nicht geben“ (Hähner). Am Samstag in Metzingen bei der „Überraschungsmannschaft der Saison zu spielen“, wird nicht einfach werden, aber die Mannschaft „müsse eine Trotzreaktion zeigen“ (Berthold).

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