HC Leipzig mit variablem Angriffsspiel und dominantem Rückraum überlegen gegen Oldenburg

12.03.2014 – SPORT4Final:

VfL Oldenburg vs. HC Leipzig 31:34 (15:16)

Am zweiten Spieltag der Meisterrunde in der Handball-Bundesliga der Frauen setzte der HC Leipzig mit einem souveränen 34:31-Erfolg beim VfL Oldenburg das erste richtige Achtungszeichen auf dem Weg zu alter Spielstärke. Nach dem 23:33-Desaster Anfang Februar waren beide Kontrahenten im Meisterrunden-Hinspiel nicht wieder zu erkennen. Der Gastgeber mit vielen technischen Fehlern im Angriffsspiel und einigen „Auf-und-Ab“-Phasen im Spiel konnte keine Heim-Dominanz aufbauen. Dies gelang aber den Gästen aus Leipzig über weite Strecken des Spiels mit einer ordentlichen Abwehrarbeit sowie einer dominanten Spielführung über einen torgefährlichen Rückraum mit insgesamt 20 Toren (ohne Siebenmeter). Auffallend beim HC Leipzig diesmal auch die mentale Stärke. Nach kurzen Schwächephasen mit Oldenburger Ergebnisverkürzungen in beiden Halbzeiten wurde der Spielfaden recht schnell wieder gefunden. Torgefährlichste Werferinnen aus dem Spiel waren die Oldenburgerin Kim Birke mit 8 Toren und die auffälligste Spielerin des Matches Saskia Lang aus Leipzig mit 9 Feldtoren.

HC Leipzig: Saskia Lang spielte eine starke Partie zum Auftakt der Meisterrunde gegen Metzingen - Foto: Sebastian Brauner, Sportsnine
HC Leipzig: Saskia Lang spielte eine starke Partie zum Auftakt der Meisterrunde gegen Metzingen und auch in Oldenburg
Foto: Sebastian Brauner, Sportsnine

Der HC Leipzig zog in der ersten Hälfte vom 7:7 (11.) bis auf 11:16 (25.) davon. Das Oldenburger Aufbegehren kurz vor der Pause, Leipzig musste in den letzten 5 Minuten zwei Strafzeiten für Maura Visser und Saskia Lang verkraften, brachte den Gastgeber zur Halbzeit auf eine 15:16-Tuchfühlung und aufkommende Sieg-Hoffnungen heran. Mitnichten. Nur bis zum 18:18 (34.) konnten die Oldenburger Spielerinnen das Spiel offen gestalten. Leipzigs Cleverness und Spielstärke, zudem auch technische Fehler der Gastgeber schnell bestrafend, sorgten für die Vorentscheidung über die Stationen 20:26 (43.) sowie 22:29 (48.). Die nachlassende Spielkonsequenz der Gäste und die kämpferische Steigerung der Hausherrinnen brachten beim 27:29 (53.) durch einen Gegenstoß-Hattrick von Kim Birke kaum noch für möglich gehaltene Spannung ins Match. Aber Leipzigs Rückraum eroberte schnell wieder bis zum 28:33 (56.) die Vormachtstellung und machte den Sieg klar.

Möglicher Meisterschafts-Showdown ist möglicherweise nun am 23. März in Bad Langensalza das Aufeinandertreffen der „Bundesliga-Giganten“ Thüringer HC und Verfolger HC Leipzig. Bei sechs Punkten Rückstand für Leipzig und noch 16 zu vergebenen Punkten in der Meisterrunde könnte dieses Spiel die deutsche Meisterschaft entweder entscheiden oder wieder mit Spannung würzen. Wenn der sich auf dem „richtigen Weg“ (Trainer Max Berthold) befindende deutsche Rekordmeister dann hoffentlich auf den Semifinalisten in der Champions League Thüringer HC trifft …      

HC Leipzig „überrollt“ Metzingen mit spielerischem Klassenunterschied

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