THC-Trainer Herbert Müller: „Beton anrühren und über Teamgeist Spiel bestimmen“

Handball-Meister Thüringer HC - Logo THC
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Die Saison ist gerade mal drei Spiele alt und sie ist wieder da. Die englische Woche, in der die Zeit zum Einstellen auf den nächsten Gegner denkbar knapp wird.

Nach der schwierigen, aber doch gut gelösten Aufgabe gegen den BVB steht nun am Mittwoch um 19.30 Uhr die vierte Hammerpartie für den THC in Folge auf dem Plan. In Bietigheim-Bissingen wartet ein ambitioniertes Team, das nach Einschätzung Herbert Müllers zusammen mit dem HC Leipzig die besten personellen Voraussetzungen für die Meisterschaft aufweisen kann.

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Die Thüringerinnen erwartet ein Gegner, der ihnen sicher noch mehr abverlangen wird, als es am Samstag der BVB vermochte. In der Vorbereitung und zum Saisonstart lief bei den Südwestdeutschen vieles noch nicht rund, aber nach einer Niederlage gegen Blomberg/Lippe stehen jetzt 4:2 Punkte auf dem Konto. Die Experten sind sich einig – bisher hat das Team von Trainer Martin Albertsen sein Potenzial noch nicht ausschöpfen können. Und hier lauert sicher auch die Gefahr für die THC-Damen.

Die Fernwurfgefahr auf der rechten Rückraumposition durch Susann Müller zu bekämpfen, heißt unweigerlich den Nachbarpositionen, u.a. mit Nina Wörz, Maura Visser prominent besetzt, mehr Spielraum zu geben. Und dass Martine Smeets mit Platz auf der Linksaußenposition etwas anzufangen weiß, ist den THC-Fans ja hinlänglich bekannt. Die Niederländerin wird es ihren ehemaligen Teamkolleginnen beweisen wollen.

Spätestens nach den mageren 22 Treffern gegen den BVB ist klar – ohne eine super Abwehr mit höchstem läuferischen und kämpferischen Aufwand, wird man die Punkte kaum nach Thüringen holen. Doch genau das ist das erklärte Ziel des Trainers. Mit einem vermeintlichen 7:1 – Punktekonto ließe es sich sehr gut in die kurze Nationalmannschaftspause gehen, nach der ja schon das erste Champions-League-Spiel auf dem Plan steht. (18. Oktober vs. Fleury Loiret Handball, Wiedigburghalle).

Herbert Müller arbeitete nach dem obligaten Videostudium auch schon im Montagtraining an den konkreten Abwehraufgaben. „Wir müssen, wie in der zweiten Hälfte gegen Dortmund, Beton anrühren und über den Teamgeist das Spiel bestimmen“, so der Trainer. Ihm sei klar, dass natürlich auch an der Verbesserung der Angriffseffektivität zu arbeiten ist – eine ganz wichtige Baustelle, aber wohl doch mittelfristig. Die Fans warten da vor allem auf eine Steigerung von Anouk van de Wiel, die bisher in ihren kurzen Einsatzzeiten noch nicht überzeugen konnte.

Was die „einsetzbare Bank“ betrifft, atmet Müller auf. Bis auf Natalia Reshetnikova und Beate Scheffknecht können sich alle Spielerinnen einbringen. Wobei für Sonja Frey, nach einer unendlich langen Pause, alle Fans die Daumen drücken. Vielleicht ist ja schon ein Kurzeinsatz möglich? Ein besonderes Lob spendete Herbert Müller Lucia Hrustcakova für ihren ersten Einsatz im THC-Trikot. „Sie hat zusammen mit Danick Snelder sehr zur Stabilisierung des  Innenblocks beigetragen.“

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