Handball Supercup: Thüringer HC mit Krimi-Sieg über HC Leipzig

Handball Supercup: Der Thüringer HC gewann gegen den HC Leipzig das Spiel um den Supercup mit 22:21 (10:9) Toren und sicherte sich damit den ersten Titel der neuen Saison.

Handball Supercup: Thüringer HC mit Krimi-Sieg über HC Leipzig - Foto: Hans-Joachim Steinbach / Thüringer HC
Handball Supercup: Thüringer HC mit Krimi-Sieg über HC Leipzig – Foto: Hans-Joachim Steinbach / Thüringer HC

In einer spannenden Begegnung traf der italienische Neuzugang des Thüringer HC, Anika Niederwieser, acht Mal. Anne Hubinger erzielte für die Gäste sieben Treffer.

Zu Beginn der Partie wurde der verstorbenen verdienstvollen Handballfunktionäre Peter Rauchfuß und Harald Wallbaum mit einer Schweigeminute gedacht.

04.09.2016 – PM THC / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball Supercup: In der mit über 1.400 Zuschauern gefüllten Halle entwickelte sich von Anfang an die erwartet spannende und kämpferische Partie der beiden mitteldeutschen Dauerrivalen. Das erste Tor der Partie markierte Anika Niederwieser für den Thüringer HC, der HC Leipzig antwortete nach super Kreisanspiel. Nun folgte ein Hin und Her im Spiel, ohne dass eine der beiden Mannschaften Verwertbares mitnehmen konnte. Nach sieben Minuten beendete Alexandra Mazzucco mit einem Tempogegenstoß die Torflaute zum Stand von 2:2.

In der zehnten Minute ging dann erstmals der HC Leipzig in Führung, durch ein schönes Tor von außen durch Alexandra Mazzucco – Kerstin Wohlbold antwortete jedoch mit dem 3:3. In der 12. Minute sieht sich der Leipziger Trainer Norman Rentsch zum ersten Mal gezwungen, eine Auszeit beim Stand von 5:3 zu nehmen, nachdem Anouk van de Wiel zweimal aus dem Rückraum Katja Schülke im Tor des HC Leipzig überwand.

In der 14. Minute setzte Karolina Kudlacz-Gloc den ersten Strafwurf der Partie an den Pfosten, eine Minute später machte es Shenja Minevskaja besser und verwandelte ihren Siebenmeterwurf sicher. Durch ein Tor von Saskia Lang war in der 15. Minute wieder der Gleichstand hergestellt, der Thüringer HC vergab in dieser Phase zu viele Chancen im Angriff, was nicht zuletzt einer super haltenden Jana Krause im Tor des THC zu verdanken war. Jedoch erkannte Herbert Müller in der 17. Minute Redebedarf und nahm die Auszeit. Kurz darauf beendete Manon Houette die siebenminütige Torflaute des Thüringer HC mit ihrem Tempogegenstoßtreffer zum 6:6.

Ein Strafwurftreffer von Szimonetta Planeta brachte dem Thüringer HC in der 22. Minute wieder den Ausgleich, den Anika Niederwieser mit ihrem dritten Treffer zur Führung von 7:6 ausbaute. Bis zur Halbzeit konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen, so dass es mit einem 10:9 für den Thüringer HC in die Halbzeit ging.

Den ersten Treffer der zweiten Halbzeit markierte Anne Hubinger für den HC Leipzig. Die erste Zwei-Minuten-Strafe des Spiels bekam auf HCL-Seite Hildigunnur Einarsdottir. Kerstin Wohlbold bekam nach einer Verletzungsbehandlung die neue Regel zu spüren und musste drei Angriffe aussetzen.

Nach einigen Unsicherheiten im Spiel des Thüringer HC konnte der HC Leipzig in der 38. Minute wiederum mit 13:12 in Führung gehen – Herbert Müller reagierte mit einer Auszeit. Jana Krause im Tor des THC zeigte in dieser Phase des Spieles ganz starke Paraden, unter anderem hielt sie einen 7-Meter von Shenja Minevskaja. Kerstin Wohlbold erhöhte in der 43. Minute auf 15:13, was Norman Rentsch zur Auszeit zwang. In der 47. Minute nutzte der HC Leipzig das Risiko, das der Thüringer HC mit der siebten Feldspielerin einging. Der Treffer ins leere THC-Tor brachte die Leipzigerinnen wieder in Führung – der THC vergab in dieser Phase einfach zu viele klare Torchancen.

Herbert Müller bat seine Frauen zur Auszeit an die Seitenlinie. Nach dem nächsten gehaltenen Strafwurf von Jana Krause gegen Karolina Kudlazc-Glog und dem Tor durch Anika Niederwieser in der 49. Minute hatte der THC wiederum den 18:18-Ausgleich geschafft. Beim Stande von 19:18 in der 52. Minute nahm HCL-Trainer Norman Rentsch seine letzte Auszeit. Nun konnte sich auch Katja Schülke im Tor des HCL auszeichnen und hielt einen Strafwurf von Manon Houette. Kurz darauf war sie allerdings gegen Anika Niederwieser von der 7-Meter-Linie machtlos. Auf der Gegenseite konnte Anne Hubinger ihren Strafwurf verwandeln und glich in der 57. Minute zum 20:20 aus. In der Schlussphase folgte nun Tor auf Tor, Lydia Jakubisova machte den wichtigen Führungstreffer zum 22:21 in der 59. Minute. Jana Krause hielt den letzten Wurf von Anne Hubinger – nun waren es nur noch Sekunden, in denen der Thüringer HC den Ballbesitz und die knappe Führung in die Schlusssirene retten konnte.

Stimmen nach dem Handball Supercup:

Herbert Müller (Thüringer HC): „Wir haben heute ein kämpferisches Handball-Spiel auf allerhöchster Ebene gesehen. Beide Mannschaften haben sich nichts geschenkt. Es ist gefightet worden um jeden Ball, es war eine Abwehrschlacht, die wir auf Grund der langen Führung über das ganze Spiel, auch verdient gewonnen haben. Wir hätten es durch die klaren Chancen ein bisschen früher entscheiden müssen. Ich bin stolz und glücklich, dass wir den zehnten Titel geschafft haben. Wir haben den Supercup verteidigt, der erste Titel ist hier. Jetzt bin ich gespannt auf die Saison.“

Norman Rentsch (HC Leipzig): „Es war ein sehenwertes Spiel beider Mannschaften. Es war ein sehr enges Spiel. Beide Mannschaften standen in den Abwehrreihen stabil. Wir haben nur 22 Gegentore zugelassen. Ich bin trotz der Niederlage stolz auf meine Mannschaft. Beide Mannschaften haben sich wenig geschenkt.“

Statistik:

Thüringer HC: Jana Krause, Dinah Eckerle; Anouk van de Wiel (2); Crina Pintea, Meike Schmelzer, Anika Niederwieser (8/1), Macarena Aguilar Diaz (1), Katrin Engel, Manon Houette (3/1), Lydia Jakubisova (2), Maria Kiedrowski (1), Kerstin Wohlbold (4), Szimonetta Planeta (1/1).

HC Leipzig: Katja Kramarzyk, Nele Kurzke, Nicole Roth; Alexandra Mazzucco (3), Franziska Mietzner, Hildigunnur Einarsdottir (1), Luisa Schulze (1), Karolina Kudlacz-Gloc (2), Tamara Bösch, Anne Hubinger (7/1), Saskia Lang (1), Nele Reimer, Shenia Minevskaja (6/2), Joanna Rode.

Strafwürfe: 5/3 – 7/3. Zeitstrafen: 0 – 1. Zuschauer: 1.400. Schiedsrichter: Meike Merz/Tanja Schilha.

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