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Handball Champions League EHF Final4: Interviews und Stimmen vom Halbfinale

Handball Champions League EHF Final4: Interviews und Stimmen vom Halbfinale – Foto: EHF Media

 

30.05.2015 – EHF Final4 / SPORT4Final / Frank Zepp:

Handball VELUX EHF Champions League Final4: Halbfinale: Interviews und Stimmen 

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet live aus Köln.

Nach den Halbfinalspielen sprach Frank Zepp mit Tobias Reichmann (Kielce), Nikola Karabatic (Barcelona), Patrick Wiencek (Kiel), Filip Jicha (Kiel), Thorsten Storm (Kiel), Dominik Klein (Kiel), Mirko Alilovic (MKB-MVM Veszprém) und Alfred Gislason (Trainer Kiel).

Tobias Reichmann (KS Vive Tauron Kielce):

„Barcelona hat verdient gewonnen. Wir standen uns im Angriff mehrfach selber im Weg und haben viele Bälle leichtfertig abgegeben. Barcelona ist gefühlt 15 Gegenstöße gelaufen. Auf diesem Niveau kann man nicht gewinnen, wenn man dem Gegner zu viele leichte Tore machen lässt. Wir haben es auch nicht hinbekommen, einmal in Führung zu gehen. Saric hat am Schluss das Tor einfach zugenagelt.“

Nikola Karabatic (FC Barcelona):

„Wir haben heute viel Energie in den Angriff reingebracht. Die letzten zehn, fünfzehn Minuten waren die entscheidenden Momente, und die haben wir richtig gut im Griff gehabt. Wer morgen noch Energie für die letzte Viertelstunde hat, wird gewinnen.“

Patrick Wiencek (THW Kiel):

„Wir werden morgen noch alles reinschmeißen und versuchen zu gewinnen.“

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Filip Jicha (THW Kiel):

„Wir hatten heute unsere Abwehr nicht so hingestellt, wie Veszprém es geschafft hat. Mikler war heute nicht so in Form und dann kam Alilovic. Er hat ein sehr überragendes Spiel gemacht. Andreas Palicka hat uns auch lange im Spiel gehalten. Es ist bitter. Im Endspurt hatten wir noch die theoretische Möglichkeit, aber der Kapitän, also ich, habe den Wurf nicht gemacht. Die letzten fünf Minuten war das nur irgendwie die Jagd, im Spiel zu bleiben. Es geht weiter. Die Meisterschaft ist jetzt etwas ganz anderes.“

Thorsten Storm (Manager THW Kiel):

„Veszprém hatte in den wichtigen Momenten auch das ein oder andere bisschen Glück gehabt. Wir haben eine super Abwehr gestellt, wurden aber nicht immer dafür belohnt von den Schiedsrichtern mit unserer Spielweise. Wir hatten uns den Ball erkämpft, aber er kam das zweite Mal eben zu Veszprém zurück. Im Rückraum hat es dem einen oder anderen Spieler gegeben, der sonst mehr Wurfglück hatte. Aber das liegt auch immer an der Abwehr der Anderen. Die haben mächtig zugepackt und so ist das Spiel eben knapp verloren gegangen. Wenn Aron so spielt wie heute, ist er einer der Besten. Er ist ein Endspielspieler und hat seinen Killerinstinkt gezeigt.“  

Dominik Klein (THW Kiel):

„Wir haben uns nach gewissen Ballgewinnen wieder selbst aus dem Spiel gebracht. Es war ein großer Kampf, aber wir wurden nicht belohnt. Es ist schon richtig, dass wir ein wenig in der ersten Halbzeit den Spielfaden verloren haben. Aber man entscheidet die Spiele nicht in den ersten 15 Minuten sondern kommt hinten raus auch wieder. Mit Palicka hatten wir Momente, um wieder ins Spiel zu kommen.“

Mirko Alilovic (MKB-MVM Veszprém):

Sie waren der Matchplayer im Halbfinale?

Mirko Alilovic „Der Matchplayer war das ganze Team. Ich gab mein Bestes für die Mannschaft und wollte helfen. Nach dem letzten Jahr, als wir gegen Kiel im Halbfinale verloren, wollten wir es dieses Jahr unbedingt besser machen. Es war für mich wie für die Mannschaft ein großer Moment, heute Kiel zu bezwingen. Für morgen werden wir uns sehr gut vorbereiten, um im Finale wieder das Beste zu geben.“

Ist Veszprém Favorit oder Underdog im Finale?

Mirko Alilovic „Im Finale gibt es keinen Favoriten oder Außenseiter. Im letzten Jahr war es schon sehr knapp und so haben wir unsere Chance morgen. Das Team, was mehr fightet und besser in der Abwehr steht, wird wohl gewinnen. Wir werden alles für den Sieg geben.“

Alfred Gislason (Trainer THW Kiel):

Haben Sie in der ersten Halbzeit das Spiel im Angriff aus der Hand gegeben und Veszprém ist stärker in der Abwehr geworden?

Alfred Gislason: „Das stimmt schon. Wir haben innerhalb von zwei Minuten drei technische Fehler gemacht und haben den Gegner zu Gegenstößen eingeladen. Da war schon ein kleiner Knackpunkt da. Aber sonst stand unsere Abwehr überragend in der ersten Halbzeit. Mehrere Bälle, die die Abwehr geholt hat, wurden als Freiwurf zurück gepfiffen. Was ich nicht so toll fand. Nach der Pause haben wir eine Weile schlecht gedeckt und zu viele technische Fehler gemacht.“

Sie haben auch mit einigen Schiedsrichterentscheidungen gehadert?

Alfred Gislason: „Da brauchen Sie nicht auf mich zu gucken. Das hätten Sie auch auf dem Feld gesehen, was die gepfiffen haben und was nicht.“

Der Meistertitel ist nun für den THW Kiel das wichtigste Ziel?

Alfred Gislason: „Das war ja schon vorher klar. Ich habe auch so nie gedacht, dass es in dieser Konstellation hier in Köln einfach werden würde.“

Weiterhin viel Erfolg.

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