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Fußball EM 2021 Kommentar: Deutschland – Mittelmaß statt Weltklasse

Fußball EM 2021 – Deutschland DFB Kader – UEFA EURO – Foto: Thomas Böcker/DFB

Fußball EM 2021 UEFA EURO 2020: Deutschland. DFB. SPORT4FINAL Kommentar.

Das Abschneiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft unter Bundestrainer Joachim Löw:

Deutschland ist bei der Fußball Europameisterschaft 2021 nicht in der Vorrunde (wie 1984, 2000, 2004) sondern im Achtelfinale durch eine qualitätsarme Leistung bei der verdienten 0:2-Niederlage gegen England in Wembley ausgeschieden.

Die „Zwei-Phasen-Ära“ von Bundestrainer Joachim Löw ging nach 198 Länderspielen und 124 Siegen zu Ende. Mit dem sportlichen Qualitäts- und Leistungsrückgang nach der UEFA EURO 2016 befindet sich „Die Mannschaft“ seit 5 Jahren nicht mehr auf Weltklasse-Niveau sondern deutlich im sportlichen Mittelmaß in der Benchmark zu den besten europäischen Nationen.

Von Team-Entwicklung und notwendigem personellem Umbruch kann aktuell überhaupt keine Rede sein. Das Gegenteil ist der Fall. Löws Nachfolger, Hansi Flick, ist um die Schwere der neuen Bundestrainer-Aufgabe nicht zu beneiden. Denn die Fußball WM 2022 in Katar und die Heim-EURO 2024 sind als nächste Bewährungsproben der DFB-Elf bereits am Horizont sichtbar.

Das Wichtigste: Die deutsche Mannschaft muss künftig wieder als verschworene Team-Gemeinschaft auf und neben dem Platz auftreten !

Ein Kommentar von Frank Zepp.

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30.06.2021 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Fußball EM 2021 UEFA EURO 2020: Ein Kommentar in Thesen.

Statistische Bilanz: 4 Spiele – 1 Sieg, 1 Remis, 2 Niederlagen. Torverhältnis 6:7. Der Medien-Hype und die Selbstüberschätzung der DFB-Spieler und Verantwortlichen nach dem Portugal-Erfolg waren teilweise unerträglich und sportlich völlig unrealistisch.

System-Frage: Hieran schieden sich die Geister und Fußball-Experten. Auch wenn man nachher immer schlauer ist – das von Löw bei der UEFA EURO stur praktizierte 3-5-2-System gehörte zu den wichtigsten Ursachen des deutschen Scheiterns.

Defensive: In allen SPORT4FINAL-Kommentaren sachlich-kritisch analysiert, war die deutsche Team-Defensive, die ja bereits nach dem Ballverlust mit dem Gegenpressing beginnen sollte, der nächste scharfe Knack- und Versagens-Grund der DFB-Auswahl. Die schwache Defensiv-Leistung und das auf die vorhandenen DFB-Kicker abgestellte falsche System stellen aus unserer Sicht die Kardinal-Fehler von Team und Bundestrainer dar.

Wille und Engagement: Über deutsche Jahrhundert-Tugenden zu sprechen, ist ungewöhnlich, aber nach der England-Niederlage notwendig. Es offenbarte sich nach dem 0:1-Rückstand, dass der letzte, hundertprozentige Wille und die Überzeugung in der deutschen Mannschaft sowie in der Deckung zur Drehung des Matches, sprich Wende, fehlten !

Performance: Die deutsche Mannschaft in der aktuellen Besetzung (fast) ohne Weltklasse-Spieler ist seit Jahren zu keinem Quantensprung oder einer Leistungsexplosion in der Lage.

Turniermannschaft: Dieser Nimbus ist der DFB-Auswahl seit der Fußball Weltmeisterschaft 2018 verloren gegangen.

Grundanforderungen: Physis und Psyche, taktisches Vermögen, Standards mit Eck- und Freistößen, Pressing und Gegenpressing, Aufbau und Umschaltspiel sowie Tempo-Dribblings auf engstem Raum – all dies gehört aktuell auf hohem Niveau nicht zum deutschen Fußball dieser Tage.

Äußeres Erscheinungsbild: Dieses ist seit Jahren medial besser geschrieben und aufpoliert, als es sich in Wirklichkeit darstellt. Die Beziehung zur großen Fan-Gemeinde ist gestört und muss gehörig verbessert werden.

Personeller Umbruch: Neu-Bundestrainer Flick muss diesen einleiten sowie vollenden und nicht wie Löw zwischenzeitlich wieder abbrechen. Den jüngeren Spielern muss die Chance gegeben werden, auf internationaler Ebene zu agieren und mehr als nur Ergänzungsspieler zu sein.

DFB-Führungs-Krise: Die seit Jahren bestehende Krise mit schnell wechselnden Präsidenten und „Dauer-Vize“ Dr. Koch, der sich im DFB-Lobby-Dschungel sehr lange gehalten hat, muss endlich beendet werden. Dass ein Bundestrainer Löw bestimmt, wann er als Nationalcoach aufhört, ist auch ein Geheimnis dieser besonderen Art.

Joachim Löw: Die „Zwei-Phasen-Ära“ des scheidenden Bundestrainers war für den DFB sowohl Ruhmesblatt als auch fehlende Krisenbewältigung nach dem historischen Fußball WM Debakel 2018. Joachim Löw, der das Sommermärchen 2006 mit dem vierten WM-Stern und Titel 2014 in Brasilien vollendete, schaffte den eigenen Rücktritt als bester Bundestrainer aller Zeiten nicht. In der ergebnis- und leistungsmäßigen Stagnations- und Rückschritts-Phase ab 2016 hätte Löw spätestens nach dem WM-Vorrunden-Aus selber zurücktreten sollen oder von einem intakten DFB-Präsidium, was ja leider nicht vorhanden war, in den Ruhestand geschickt werden. Insofern stellte Löw selbst einen Hauptgrund für die letzten schwachen Jahre der deutschen Fußball-Nationalmannschaft dar. Erfolg und Misserfolg stehen somit in seiner Vita. Noch ein Bundesverdienstkreuz gebührt ihm nicht.

Quo vadis Deutschland: Eine ehrliche und analytische Aufarbeitung, nicht die wenigen Löw-Gedanken nach der Fußball WM 2018, wozu jeder Jugend-Trainer in der Lage gewesen wäre, benötigt der deutsche Fußball. Ob es dazu wirklich kommen wird, bleibt abzuwarten. Wie so Vieles, was im Fußball generell kritikwürdig ist, aber nicht verändert wird.

No-Go-Experte Mario Basler: Im letzten Sport1-EM-Doppelpass am 27. Juni 2021 ließ sich dieser Experte zu der Feststellung hin, dass der mögliche deutsche Gegner im Viertelfinale, also Schweden oder die Ukraine, als Freilos für Deutschland auf dem Weg ins EM-Halbfinale zu betrachten sei. Mehr Respektlosigkeit und Schein-Expertise geht gar nicht. Das brauchen wir im deutschen Fußball wirklich nicht !

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