Handball-WM 2013 Serbien: Deutschland im „Augenhöhe- und Qualitätsspiel“ gegen Dänemark ins WM-Halbfinale?

17.12.2013 – SPORT4Final:

Handball-WM 2013 Serbien:

Viertelfinale: Deutschland vs. Dänemark am Mittwoch um 20:15 Uhr

Die Handball-Weltmeisterschaft 2013 in Serbien biegt mit den Viertelfinalspielen auf die Zielgerade. Die WM-Gastgeber der beiden kommenden Weltmeisterschaften, Dänemark 2015 und Deutschland 2017, kämpfen am Mittwoch um den Einzug in das WM-Halbfinale – der Zugehörigkeit zur absoluten Weltspitze!

BLICK-Zurück: Dänemarks letzter großer Titeltriumph liegt schon mit Olympia-Gold 2004 (zuvor auch 2000 und 1996) über neun Jahre zurück. Europameister wurde man letztmalig 2002 und Weltmeister 1997. Die Sehnsucht nach einem großen Titel, vierter Platz bei der WM 2011 in Brasilien, ist wahnsinnig groß.

In Serbien verlor Dänemark in der Vorrunde gegen Serbien mit 22:23 und deutlich gegen Brasilien mit 18:23. Der Achtelfinalsieg gegen Europameister Montenegro mit 22:21 hing am seidenen Faden der Schlusssekunde. Die Dänen mit ihrem schnellen, risikoreichen Spiel haben im diesjährigen WM-Turnier noch nicht zu hoher konstanter Leistung gefunden. Gegen Brasilien lagen die Wurfeffizienz bei 42 % und die Fangquote der Torhüterinnen bei 32 Prozent. Im Montenegro-Spiel umgekehrte Vorzeichen: Wurfeffizienz bei 67 % und die Torhüterinnenleistung von Cecilie Greve mit 42 % herausragend. Dänemark besiegte Montenegro zwar glücklich, war aber auch in den letzten 15 Minuten mit besserer Regieleistung durch Jane Schumacher den entscheidenden Tick besser. Dänemark wird sich gegenüber dem Achtelfinale ganz sicher steigern, denn 25 technische Fehler werden sich die „WM-Geheimfavoriten“ von SPORT4Final nicht noch einmal leisten (können).

Handball-WM 2013 Serbien: DHB-Frauen-Nationalmannschaft - Foto: DHB/Sascha Klahn
Handball-WM 2013 Serbien: DHB-Frauen-Nationalmannschaft – Foto: DHB/Sascha Klahn

Die deutschen Handballerinnen feierten 1993 ihren vierten und letzten WM-Titel in Norwegen. In einem hochklassigen und spannenden Finale wurde Dänemark nach der ersten Verlängerung mit 22:21 Toren bezwungen. Trainer-Legende Lothar Doering, als Spieler selbst 1980 Olympiasieger sowie 1974 Vizeweltmeister, unterlag mit den deutschen Frauen ein Jahr später bei der Heim-Europameisterschaft und der Finalrevanche gegen Dänemark. Deutschland wurde noch 1997 und 2007 WM-Dritter und war 2011 als WM-17. im „Tal der Tränen“ und des sportlichen Tiefpunktes. Aber schon bei der vergangenen EURO in Serbien konnte das deutsche Team eine spielerische Aufwärtstendenz erkennen lassen.

Heine Jensens Team baute weiter bei der diesjährigen WM in Serbien an: Sechs Siege in sechs Spielen und dies in mannschaftlicher Geschlossenheit – Teamwork – sowie mentaler Stärke bei Rückständen und spielerischer Reife in den Endphasen der Begegnungen. Zur absoluten Weltspitze gelangt eine Mannschaft nur, wenn es auch herausragende Einzelkönner in ihren Reihen hat, wie z.B. Susann Müller, Clara Woltering, Anja Althaus und die WM-erfahrene Spielmacherin Anna Loerper (bereits 2007 hinter Maren Baumbach als Nummer zwei auf dieser Position). Beim deutschen Team geht es ohne Statistik – die Emotionalität, Professionalität und sportliche Leistungen steigernde Eigendynamik im Team sprechen im bisherigen WM-Verlauf absolut positiv für sich.  

Eine Spiel-Prognose ist sehr schwierig, aber ich will mich nicht davor drücken: Im „Spiel auf Augen- und Qualitätshöhe“ sehe ich die deutsche Nationalmannschaft im WM-Viertelfinale ganz knapp vorn – vielleicht auch erst nach Verlängerung.  

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