MBC fordert Alba Berlin trotz 73:86-Niederlage alles ab

27.10.2013 – PM:

Die Wölfe haben nach der letzten Niederlage gegen Ulm eine ordentlich Trotzreaktion gezeigt. Bis fünf Minuten vor Spielschluss war das Team von Silvano Poropat mit dem Hauptstadtclub auf Augenhöhe und schnupperte an der Überraschung. Topscorer des MBC waren Angelo Caloiaro (21) und Josh Parker (17).

Die 11.075 Zuschauer trauten teilweise ihren Augen nicht, denn die als klarer Außenseiter nach Berlin gereisten Wölfe verlangten dem Heimclub mehr Mühe ab als erwartet. Bis weit ins Schlussviertel herein kämpften die Wölfe wacker und schienen vom neuen MBC-Zuschauerrekord äußerst motiviert und wollten den letzten schwachen Auftritt gegen Ulm vergessen machen.

Entsprechend stolz zeigte sich auch Wölfe-Dompteur Silvano Poropat nach dem Spiel: „ALBA hat verdient gewonnen, aber meine Mannschaft hat eine gute Einstellung gezeigt. Wir haben mit viel Energie gespielt und nie aufgegeben. Wir hatten eine schwierige Woche nach der hohen Niederlage gegen Ulm und ich bin stolz, wie wir uns präsentiert haben. Am Ende hat uns die individuelle Qualität gefehlt, um hier wirklich etwas zu erreichen.“

Von Beginn an machte es der MBC dem Gastgeber richtig schwer und vor allem MBC-Forward Angelo Caloiaro setzte Alba ordentlich zu markierte in den ersten zehn Minuten gleich 12 seiner 21 Zähler. Völlig ausgeglichen präsentierten sich beide Teams. Auch nach einem kleinen 6:0-Lauf von Berlin zum 19:13, blieb der MBC eiskalt und Angelo Caloiaro verwandelte mit einem Buzzer-Dreier zum 19:16.

Erst im zweiten Viertel zeigte der frühere Serienmeister, welche individuelle Qualität im Team vorhanden ist. Mit einem 13:2-Run zum 30:18-Zwischenstand (14. Minute) sorgte ALBA zunächst für klare Verhältnisse. Doch erneut war es der MBC-Italiener Caloiaro der mit fünf Punkten in Serie wieder aufholen konnte. Beide Teams schenkten sich bis zur Pause nichts mehr und so konterten Michael Cuffee und Josh Parker den beiden Distanztreffern von ALBA-Star David Logan ebenfalls aus der Distanz. Beim Stand von 45:33 gingen beide Teams in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel wurde schnell klar, dass die Wölfe nicht aufstecken wollten. Mit einem wahren Kraftakt zogen sie die Begeisterung der knapp 300 mitgereisten MBC-Fans auf sich. So eröffnete Djordje Pantelic die Halbzeit mit einem Korbleger und anschließendem Freiwurf und ließ den Rückstand sofort wieder einstellig werden. Im dritten Viertel zeigten die Wölfe ihre bisher beste Offensivleistung der Saison. Nach 47:60-Rückstand in der 27. Minute startete MBC-Aufbauspieler Josh Parker mit seinem dritten Dreier die erneute Aufholjagd. Den 12:3-Run machte Michael Cuffee ebenfalls per Distanztreffer zum 59:63 perfekt. Die Mitteldeutschen waren in der 30. Minute wieder voll im Spiel!

Zwar konnten Kendall und Hammonds ALBA BERLIN nochmals auf 71:62 davonziehen lassen, doch Angelo Caloiaro und Hrvoje Kovacevic konnten kurz darauf (35. Minute) ihr Teams nochmals auf 66:71 heranführen. Dann zeigte sich, dass den Wölfe ihr verletzter Big Man Oliver Clay sehr fehlte. Denn erst kassierte Martins Meiers und wenige Sekunden später auch der letzte verbleibende Center Djordje Pantelic ihre jeweils fünften Fouls und der MBC stand ohne großen Spieler da. Das nutzte ALBA BERLIN eiskalt aus und sorgte mit einem 7:0-Lauf innerhalb von zwei Minuten für die Vorentscheidung der Partie. Hier reichten die verbliebenen Waffen gegen die Top-Spieler der Gastgeber einfach nicht mehr aus. Am Ende musste sich das Team von Silvano Poropat mit 73:86 geschlagen geben und verdiente sich für den Auftritt einiges an Respekt bei den über 11.000 Zuschauern in der o2-World.

Schon am kommenden Wochenende kann der MBC diese Tendenz fortsetzen und in der Stadthalle Weißenfels gegen die Artland Dragons um den zweiten Saisonsieg kämpfen. Spielbeginn erfolgt am Samstag, 2. November, um 19:30 Uhr.

MBC: Schwarz, Simon, Kovacevic (10), Pantelic (7), Cuffee (9, 4 Assists), Leutloff, Hain, Parker (17), Caloiaro (21, 9 Rebounds), Meiers (9)

ALBA BERLIN: Logan (14), Schultze, King (3), Vargas (1), Kendall (15), Redding (16), Timor, Wohlfahrt-Bottermann (5), Stojanovski (9), Jagla (7), Hammonds (16)

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