Willensstärke-Momentum: Mitteldeutscher Basketball Club schlägt Hagen nach wahnsinniger Aufholjagd

18.10.2014 – PM MBC:

Irre Aufholjagd: Wölfe schlagen Hagen nach 20 Punkten Rückstand

Der Goldene Oktober beim Mitteldeutschen Basketball Club geht weiter – und wie! Beim 80:79 (29:43)-Erfolg gegen Phoenix Hagen machten die Wölfe am Freitagabend nicht nur einen 20-Punkte-Rückstand (29:49 nach 22 Spielminuten) wett, sondern kletterten mit dem vierten Sieg in Folge und nunmehr 8:2 Punkten zumindest vorübergehend auf den vierten Tabellenplatz. Topscorer Patrick Richard (20 Punkte) erzielte die entscheidenden zwei Punkte 1,2 Sekunden (!) vor Spielende von der Freiwurflinie.

Willensstärke-Momentum: Mitteldeutscher Basketball Club schlägt Hagen nach wahnsinniger Aufholjagd - Foto: Matthias Kuch
Willensstärke-Momentum: Mitteldeutscher Basketball Club schlägt Hagen nach wahnsinniger Aufholjagd – Foto: Matthias Kuch

2.500 Zuschauer in der Stadthalle Weißenfels waren aus dem Häuschen und Silvano Poropat war glücklich: „Nach einem Rückstand von 20 Punkten ist es super für uns, dass es am Ende gut ausgegangen ist. Vielleicht waren auch die drei Siege, die wir im Rücken hatten, ausschlaggebend für das Momentum und den letzten Willen“, meinte der MBC-Coach, der noch eine halbe Stunde nach Spielende von den Fans im Foyer der Stadthalle lautstark gefeiert wurde.

Dabei hatte es lange Zeit überhaupt nicht nach dem dritten Sieg des Mitteldeutschen Basketball Clubs im dritten Heimspiel der Saison ausgesehen. Wie schon in der vorangegangenen Partie vor eigenem Anhang gegen Tübingen erwischten die Wölfe einen schwachen Start: Die Gäste konnten sich nach drei Minuten auf zehn Punkte (12:2) absetzen. Und wie schon gegen Tübingen brachten die Ersatzspieler die Weißenfelser zurück ins Spiel: Oliver Clay, Frantz Massenat, zwischendurch Christian Standhardinger und noch einmal Massenat trafen – und schon war die Partie beim 10:12 wieder offen. Mit einem knappen 15:18-Rückstand endete das erste Viertel. Die Wurfquote war auf beiden Seiten schwach: 32 Prozent bei den Wölfen, 37 bei den Gästen.

Im zweiten Abschnitt das gleiche Bild: Bis zur 15.Minute bauten die Hagener ihren Vorsprung wieder in den zweistelligen Bereich (30:19) aus. Silvano Poropat reagierte mit einer Auszeit. Aber auch die brachte keine nennenswerte Besserung: Bis zur Pause zog Hagen auf 43:29 davon.

Auffällig: Bis dahin hatte der Mitteldeutsche Basketball Club noch keinen einzigen Dreier getroffen (bei acht Versuchen) – ansonsten eine der großen Stärken des Teams. Die Trefferquote aus dem Feld (33 Prozent) blieb trostlos. „Wir sind mit zu hohen Erwartungen ins Spiel gegangen, dadurch waren die Spieler sehr gehemmt“, analysierte Silvano Poropat hinterher. „Hagen hat sehr aggressiv und ohne Angst gespielt und uns wirklich große Probleme bereitet. Alles, was sie probiert haben, hat funktioniert, bei uns hat nichts funktioniert.“

Noch schwächer der Start nach der Pause, als die Gäste um Topscorer Keith Ramsey (25 Punkte) ihre Führung auf 20 Zähler vergrößerten (49:29). Doch auf einmal ging ein Ruck durchs Wölfe-Team. Mit einem 11:0-Lauf fanden sie zurück ins Spiel (40:49) und arbeiteten sich Punkt um Punkt an die Hagener heran. „In der zweiten Halbzeit haben wir uns gesammelt. Wir haben ein paar Sachen umgestellt, in erster Linie im Kopf, aber auch taktisch. Und dann hat es angefangen zu funktionieren“, berichtete Silvano Poropat. Vor allem die Rebound-Bilanz nach der Pause (23:11) sprach deutlich für die Mitteldeutschen, auch die Wurfquote (55 Prozent) war nun deutlich besser.

Nach dem dritten Viertel waren es nur noch sieben Zähler Rückstand (53:60), in der 32. Minute nach einem Korbleger von Oliver Clay nur noch zwei (58:60). Die Partie war auf einmal wieder völlig offen. Massenat sorgte für den Ausgleich (65:65), Richard mit einem Dreier zum 68:65 für die erste Führung (35.). Die letzten Minuten waren an Spannung kaum zu überbieten. Gäste-Topscor Ramsey schied mit seinem fünften Foul aus, ein Vorteil für den Mitteldeutschen Basketball Club.

Sechs Sekunden vor Schluss foulte Standhardinger David Bell – der Hagener trifft beide Freiwürfe zur 79:78-Gästeführung. Auf der Gegenseite foult Larry Gordon 1,2 Sekunden vor Schluss den zum Korb ziehenden Richard. Der trifft beide Freiwürfe zum 80:79. Doch noch einmal Auszeit Hagen und ein letzter Wurfversuch. Der Verzweiflungs-Dreier von Ex-Wolf Nikita Khartchenkov (0 Punkte) verfehlte jedoch das Ziel deutlich. Die Zuschauer in der Stadthalle sind aus dem Häuschen, die Wölfe drehen im Siegesrausch eine Ehrenrunde.

Mitteldeutscher Basketball Club: Richard (20 Pkt., 5 Rebounds, 3 Dreier), Massenat (18 Pkt., 9 Assists), Standhardinger (13 Pkt., 9 Rebounds), Nicholas (11), Pantelic (9 Pkt., 10 Rebounds), Serapinas (5), Schwarz (2), Clay (2), Vilhjalmsson (0), Liyanage (0), Kuhn

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