Mitteldeutscher Basketball Club mit 5. Niederlage in Folge

27.12.2014 – PM MBC:

Mitteldeutscher Basketball Club: Einbruch im dritten Viertel vor ausverkauftem Haus

Die nachträgliche Bescherung ist ausgeblieben. Erstmals in dieser Saison war die Stadthalle mit 3.000 Zuschauern ausverkauft. Doch die Wölfe mussten sich im letzten Heimspiel des Jahres den MHP RIESEN Ludwigsburg mit 66:78 (36:36) geschlagen geben – es war die fünfte Niederlage in Serie, die Euphorie des sensationellen Saisonstarts ist damit abgeebbt. Spielentscheidend war das dritte Viertel, in dem die Gäste mit einer Serie von 17:2 Punkten auf 59:45 davonzogen.

„Es schmerzt, wenn man fünfmal in Folge verliert. Wir sind in der Realität angekommen. Wir sind in gewissen Situationen einfach limitiert“, meinte Silvano Poropat nach dem Spiel. „Ein Limit ist, dass wir nicht dazu in der Lage sind, in der Tabelle von oben herabguckend spielen zu können. Ein anderes ist, dass wir Schwierigkeiten haben, wenn ein Gegner mit einem bestimmten Level und einem gewissen Plan gegen uns spielt, vor allem im Angriff. Das hat auch mit Qualität zu tun. Wir müssen verstehen, dass wir von unserer Qualität zum unteren Drittel der Liga gehören. Vielleicht können wir aus dieser Rolle in den nächsten Partien befreiter spielen und wieder ein Erfolgserlebnis ergattern.“

Mitteldeutscher Basketball Club mit 5. Niederlage in Folge - Patrick Richard konnte die Niederlage nicht verhindern - Foto: Kuch
Mitteldeutscher Basketball Club mit 5. Niederlage in Folge – Patrick Richard konnte die Niederlage nicht verhindern – Foto: Kuch

Der MBC-Coach war nach den jüngsten Umstellungen wieder zur altbekannten Startformation mit Simonas Serapinas und Christian Standhardinger zurückgekehrt. Letzterer eröffnete die Partie nach 24 Sekunden mit einem Mitteldistanzwurf zum 2:0. Da die folgenden Angriffe mit einem Schrittfehler und zwei Fehlwürfen endeten, zogen die Gäste rasch auf 2:7 davon – Silvano Poropat war bereits zu seiner ersten Auszeit gezwungen. Der Mitteldeutsche Basketball Club war danach wieder besser im Spiel. Mit einem Verzweiflungsdreier sorgte Hördur Vilhjalmsson für die 11:10-Führung (7. Minute). Fortan lieferten sich beide Teams einen Schlagabtausch auf Augenhöhe (13:14 nach dem ersten Viertel), bei den MHP RIESEN ragte Liga-Topscorer D.J. Kennedy mit acht Punkten heraus.

Im zweiten Viertel konnte sich der Mitteldeutsche Basketball Club durch einen 8:1-Lauf (u.a. zwei Dreier von Malte Schwarz) auf sieben Punkte (26:19) absetzen, Ludwigsburg blieb jedoch auf Tuchfühlung und zog durch einen Dreier von Kerron Johnson zum 29:29 gleich (17. Minute). Nahezu genauso ausgeglichen wie das Ergebnis (36:36) waren zur Pause auch die Wurfquoten (Mitteldeutscher Basketball Club 47 Prozent, Ludwigsburg 48 Prozent), das Reboundverhältnis (18:14) sprach leicht für die Wölfe.

Umso unerklärlicher der Einbruch im dritten Viertel. Zwischen der 24. und 30. Minute zogen die MHP RIESEN mit einem 17:2-Lauf auf 59:45 davon. Allen voran D.J. Kennedy war in dieser Phase nicht in den Griff zu kriegen: Der ehemalige NBA-Profi erzielte zehn seiner insgesamt 29 Punkte allein im dritten Abschnitt. Auch unter den Körben hatten die MHP RIESEN um US-Center Jon Brockman nun klare Vorteile (20:7 Rebounds in der zweiten Halbzeit).

Als die Schwaben das Schlussviertel mit fünf Punkten hintereinander zum 64:45 eröffneten, war die Hoffnung der Fans auf den ersten Sieg seit dem 89:66 am 22. November in Göttingen auf den Nullpunkt gesunken. In den letzten Minuten sorgten die Wölfe allen voran durch Simonas Serapinas, der alle seine 16 Punkte im Schussabschnitt erzielte, für Ergebniskosmetik. Im Abschluss-Scouting sprach neben den Rebounds (34:25) auch die Wurfquote (52 gegenüber 46 Prozent) für die Gäste.

Mitteldeutscher Basketball Club: Serapinas (16), Richard (10), Standhardinger (8), Liyanage (6), Schwarz (6), Clay (6), Vilhjalmsson (5), Pantelic (4), Zinn (3), Massenat (2), Kuhn (0), Nicholas (0)  

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